[COVER] ITM praktiker

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Meldungen Nr. 1750-1759
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Mit "ITM-Newsroom" gibt es für "ITM praktiker"-Leser - nicht regelmäßig! - Kurzmeldungen über aktuell vorgestellte neue Produkte, Technologien und Veranstaltungen sowie Neuigkeiten zu "praktiker" und praktiker.at. - Es geht hier um alle jene Themen, die auch Gegenstand der Berichterstattung des "praktiker" sind: Audio, Video, Foto, TV/Heimkino, Telekommunikation, Navigation, Computer und - sowieso - Multimedia-Technologien.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1753:

Microsoft akzeptiert Internet Explorer nicht mehr

(28.10.2020) Microsoft wird - wie soeben bekanntgegeben - nun von der Verwendung des mittlerweile veralteten Internet Explorer abhalten indem mit diesem der Zugang zum Microsoft-Konto ab Mitte November nicht mehr möglich sein wird. Es wird dann der Umstieg auf Edge empfohlen. Ebenso soll für den Zugriff auf populäre Websites wie beispielsweise YouTube der Zugang mit Internet Explorer nicht mehr möglich sein. Als Grund dafür wird angegeben, dass Internet Explorer einige der mittlerweile aktuellen Funktionen nicht mehr unterstützt.

Der Zugang zum Microsoft-Konto wird - wie bisher - auch mit anderen aktuelleren Webbrowsern möglich sein. Es wird also nicht die Verwendung von MS Edge dafür erzwungen.

Internet Explorer ist bekanntlich seit Windows 10 nicht mehr der vorinstallierte Microsoft-Browser, sondern dessen Nachfolger MS Edge. MS Edge für Windows basiert - wie die Android-Version von vornherein - seit vorigem Jahr auf der Rendering Engine von Google - siehe Meldung vom 11.12.2018: Microsoft Edge soll fortan auf Chromium basieren.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1752:

Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera mit µFT-Bajonett

[BILD] Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera - (c) PanasonicHier die brandneue Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera mit µFT-Bajonett mit umfangreicher Peripherie - bereit für professionelle Filmaufnahmen in Auflösungen bis zu C4K/4K bei 10-bit-Farbtiefe.                                   Bild: © Panasonic

(21.10.2020) Panasonic hat kürzlich mit der Lumix BGH1 die erste Box-Style-Nur-Kamera im Micro-FourThirds-System angekündigt, die im November erhältlich werden soll. Man richtet sich damit an Video-Profis oder sehr hohe Ansprüche hinsichtlich Qualität und Flexibilität für Videoaufnahmen unter praktisch allen denkbaren Bedingungen. Diese würfelförmige Kamera ist nur Kamera, also ohne Sucher und ohne für die Bedienung nötige Bedienelemente. Diese - sowie Display für Sucher - werden den Bedürfnissen entsprechend angeschlossen. Also für Filmen durch einen Kameramann oder auch allein für den Einsatz mit ferngesteuerter Drohne beispielsweise. Dank des Wechselbajonetts ist die Lumix BGH1 mit dem sehr umfangreichen Sortiment an Micro-FourThirds-Objektiven kombinierbar. Panasonic hat in der Lumix BGH1 seine Erfahrungen mit professionellen Cine-Kameras, Camcordern und der Lumix-GH-Serie eingesetzt.

[BILD] Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera - (c) Panasonic
Bild: © Panasonic Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera. Deutlich erkennbar sind die jeweils drei großen Lüftungs-Löcher für die Sensor-Kühlung; diese gibt es an allen vier Seiten.

Abgesehen von diesem genialen Konzept für Profianwendungen und zahlreichen sonstigen Besonderheiten gibt es ein Kühlungssystem für den Sensor, sodass auch langdauernde Aufnahmen problemlos möglich sind. Das Gehäuse der Lumix BGH1 ist aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und ist dadurch leicht und robust.

Diese erste kompakte Box-Style-Kamera im µFT-System bietet Aufzeichnungen mit C4K/4K, 60p/50p und 10-bit Farbtiefe. C4K steht übrigens für Cinema-4K. Das unterscheidet sich von 4K-UHD durch das Seitenverhältnis. 4K-UHD ist 16:9 und C4K ist 19:10, also geringfügig breiter. Zum direkten Vergleich entspricht 16:9 ca. 17,78:10. Unter "4K" gibt es schon eine ganze Menge an Seitenverhältnissen.

Wegen der rasant zunehmenden Streaming-Möglichkeiten ist die Lumix BGH1 eine Kamera für professionelle Broadcast-Übertragungen und bietet einfache Installation und gleichzeitig hohe Ausbaufähigkeit bis hin zu einer Multi-Kamera-Steuerung. Damit deckt sie zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten von Live-Streaming, über Steuerung via Netzwerk bis hin zum Einsatz auf stabilisierenden Gimbals oder in Kombination mit ferngesteuerten Drohnen ab.

[BILD] Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera, Rückseite - (c) Panasonic
Bild: © Panasonic Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera, Rückseite. In der Mitte der Einschub für den Akku.

Die Lumix BGH1 arbeitet mit einem 10,2-Mpx Live-MOS-Sensor mit Dual-Native-ISO-Technologie und Venus Engine als Bildprozessor. Durch die Dual-Native-ISO-Technologie wird der Sensor der Lumix BGH1 - wie bei den professionellen Varicam-Broadcastkameras von Panasonic - über zwei getrennte Schaltkreise ausgelesen. Damit gibt es zwei verlustfreie native ISO-Empfindlichkeiten, was für deutlich reduziertes Bildrauschen sorgt und daher höhere Empfindlichkeiten bis zu ISO 51200 erlaubt.

Die Lumix BGH1 zeichnet intern mit C4K/4K-Auflösung und 4:2:0 10-bit-Farbtiefe wahlweise mit 60p oder 50p auf. Sie kann Videos mit einer Gamma-Kurve aufnehmen, die mit dem ITU-R BT.2100-Standard kompatibel ist. Sie bietet zudem Hybrid Log Gamma (HLG) für HDR-Aufnahmen, die nach HEVC/H.265-Codec mit deutlich reduzierter Datenrate gespeichert werden können.

Mit dem vorinstallierten V-Log L-Modus liefert die Kamera einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen und kann dieses Signal via HDMI in C4K/4K 4:2:2 10-bit an einen Recorder ausgeben.

Der VFR-Modus (Variable Frame Rate) erlaubt Aufnahmen mit variablen Bildraten und somit Zeitlupen oder Zeitraffer. Bei C4K/4K-Auflösung können Aufnahmen mit 60 fps gemacht werden, sodass im 24p-Modus maximal eine ums 2,5-fache verlangsamte Zeitlupe entsteht. Bei Full-HD erlaubt die Kamera maximal 240 fps und ermöglicht damit in 24p eine 10-fache Zeitlupe. Die minimale Bildrate für Zeitrafferaufnahmen liegt bei 2 fps.

Die Lumix BGH1 kann zudem mittels Deep-Learning-Technologie Objekte erkennen, die sich sehr schnell bewegen - sowohl Menschen als auch Tiere wie Hunde, Katzen und Vögel. Um speziell bei Menschen eine noch präzisere Schärfeverfolgung in Echtzeit zu ermöglichen, gibt es nun neben der Augen-, Gesichts- und Körpererkennung die separate Erfassung des Kopfs. Die Kamera kann deshalb auch dann die Schärfe von Personen zuverlässig verfolgen, wenn sich diese schnell bewegen, von der Kamera wegdrehen, den Kopf neigen oder sich weit von der Kamera entfernen.

Die Lumix BGH1 ist eine kompakte, leichte Box-Style Kamera, deren Montage und Installation durch Power over Ethernet+ (PoE+) sehr einfach ist. Mit PoE+ können über die Ethernet-Kabelverbindung bis zu ca. 25 Watt bei einer Spannung von typisch 48 V mitgeliefert werden. Dies passiert entweder über ein oder mehrere ungenutzte Adernpaare oder unter das Signal gelegte Datenleitungen. Über eine neue PC-Software "Lumix Tether for Multicam" lassen sich bis zu zwölf Lumix BGH1 steuern. Mit einem später folgenden Firmware-Update soll zudem IP-Streaming (RTP/RTSP) über die Netzwerkkabel ermöglicht werden.

Neben der USB-3.1-Type-C-Schnittstelle bietet die Kamera einen 3G-SDI- sowie einen HDMI-Type-A-Ausgang, die beide parallel ein Videosignal ausgeben können. Darüber hinaus gibt es Genlock-IN und Timecode-IN/OUT für leichte Synchronisierung bei Multicam-Aufnahmen. Die Lumix BGH1 kann über entsprechende Schnittstellen leicht mit externen Monitoren, Rigs und Gimbals kombiniert werden.

Für die Speicherung der Aufnahmen gibt es zwei SD-Kartenschächte, die sowohl als Backup parallel oder - für längere Aufzeichnungen - nacheinander beschrieben werden können.

Die Lumix BGH1 soll im November um knapp 2100 EUR erhältlich werden.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1751:

Epson: Neue Heimprojektoren für Gaming & Heimkino

[BILD] Epson EH-TW5820 - (c) EpsonSpitzenmodell der neuen Palette Heimprojektoren von Epson: EH-TW5820.                       Bild: © Epson

(12.10.2020) Epson stellt zu Beginn der dunklen Jahreszeit eine neue Palette preiswerter und leicht zu bedienender Heimprojektoren vor, die großformatiges Gaming- und Kinoerlebnis ermöglichen. Auch auf die komfortable Verwendung von Projektoren im Heimbüro wird von Epson hingewiesen. Die neuen Geräte sind dabei eine Alternative zum herkömmlichen Fernseher. Die neuen Projektoren sind Epson EB-W06, EB-W51, EH-TW740, EH-TW750, EH-TW5820 sowie Epson EB-FH06. Die Preise liegen liegen zwischen knapp 700 EUR für den Epson EB-W06 und knapp 1400 EUR für den Epson EH-TW5820.

Jörn von Ahlen, Marketingleiter der Epson Deutschland GmbH: "Da wir alle viel Zeit zu Hause verbringen, benötigen wir auch eine bessere Unterhaltung für Jung und Alt. Projektoren sind eine hervorragende Lösung für ein immersives Kino- und Gamingerlebnis oder auch für die Bearbeitung von Dokumenten im Heimbüro. Unser neues Portfolio an Projektoren für daheim stellt sicher, dass wir eine große Auswahl für alle Anforderungen zur Verfügung haben. Ob Anwender sich Filme ansehen möchten oder das Fernsehprogramm, ob sie Computerspiele spielen möchten oder im Heimbüro arbeiten wollen: Alle neuen Geräte liefern einen hohen Lichtstrom für helle, augenfreundliche Bilder. Die Projektoren sind zudem leicht zu bedienen und werden von der ganzen Familie genutzt. Es ist ebenfalls möglich, sie für die Arbeit in kleinen Arbeitsgruppen einzusetzen."

Während sich die Modelle EB-W06, EB-FH06 und EB-W51 als Begleiter für den Einsatz im Heimbüro anbieten, glänzen die EH-TW740 und EH-TW750 im Heimkino, bei Gamingeinsätzen und anderen Unterhaltungsformen. Alle neuen Projektoren haben eine Auflösung von mindestens WXGA, wobei der EB-FH06, EH-TW740 und EH-TW750 Bilder in Full-HD 1080p liefern.

Anwender genießen dank Epson 3LCD-Technologie auf einer großen Bilddiagonale von bis zu 320 Zoll beim EB-W06 und EB-W51 und bis zu 386 Zoll beim EH-TW740 eine hohe Bildqualität. Sogar bei Tageslicht liefern diese tragbaren Projektoren farbenfrohe, detailreiche Projektionen in natürlichen Farben.

Die 3LCD-Technologie garantiert dabei eine gleich hohe Weiß- und Farblichtleistung von je nach Gerät ab 3300 bis zu 4000 Lumen. Ihr starker Kontrast sorgt für lebendige Darstellungen mit deutlich gezeichneten Schatten und tiefen Schwarztönen.

Die Geräte besitzen eine horizontale und automatische vertikale Trapezkorrektur, sodass sie überall aufgestellt werden können, ohne dass das Bild verzerrt wird. Sie werden zudem von der Epson App iProjection unterstützt, sodass die Inhalte von drei externen Geräten unabhängig voneinander auf einer geteilten Abbildung dargestellt werden können. Die eingebauten 2-W-Lautsprecher überzeugen durch ihren kräftigen klaren Sound und in jedem Projektor ist ein HDMI-Anschluss verbaut. Damit wird die einfache Einspeisung von digitalen Video- und Audioinhalten (zusätzliche Anschlüsse am EB-FH06 und EH-TW750) möglich. Blu-ray-Player, Spielekonsolen, Media-Streaming-Geräte und mehr sind ebenfalls schnell angeschlossen.

Für alle mit Fokus auf Home-Entertainment und Gaming sind die EH-TW5820 mit einer Fülle hoch entwickelter Funktionen ausgestattet. In diese 1080p-Heimkinoprojektoren ist Android TVTM integriert, sodass Unterhaltungsprogramme einfach ohne externes Gerät gestreamt, der Google Assistant genutzt und Inhalte vom Telefon in die Projektion übertragen werden.

Für alle neuen Projektoren verspricht Epson eine lange Lampen-Lebensdauer; und zwar - je nach Modell 4500 oder 6000 Stunden im Normal- und 7500 oder 10.000 Stunden im Eco-Modus.

Epson EH-TW5820: Spitzenmodell der neuen Heimprojektoren mit Android-TV

Sowohl für Heimkino als auch für Gaming ist das Spitzenmodell der Serie, Epson EH-TW5820, ausgelegt. Dieser bietet einen Lichtstrom von 2700 Lumen, 1080p-Full-HD-Auflösung, Kontrastumfang von 60.000:1 sowie eine schon recht "kinomäßige" Bilddiagonale von bis zu 300 Zoll - also 7,62 m. Bluetooth-Audio gibt es mit Unterstützung von AptX. Als Bildquelle integriert ist Android-TV. Zur Darstellungs-Korrektur gibt es Horizontale Keystone-Korrektur und Lens-Shift.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1750:

Olympus: Kameras und Diktiergeräte ab 1.1. bei JIP

(02.10.2020) Bei Olympus war man mit den Geschäftsergebnissen bei Kameras und Diktiergeräten schon seit längerer Zeit nicht zufrieden und es war immer wieder die Rede davon, sich vor allem von der Kamera-Sparte zu trennen. Seit wenigen Tagen ist es nun fix, dass der Finanzinvestor JIP Japan Industrial Partners Inc. die Sparten Diktiergeräte und Kameras per Anfang 2021 übernehmen wird. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass Entwicklung und Produkte weitergeführt werden. Jene, die Produkte aus den beiden Sparten nutzen, sollten demnach mit einer Fortsetzung mit neuen Produkten rechnen können.

Die Vereinbarung gilt für das globale Imaging-Geschäft von Olympus inklusive Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Produktionsstandorten. Der Name der dafür in Gründung befindlichen Firma ist "OM Digital Solutions Corporation" und der Firmensitz Tokio. Die Beteiligungsverhältnisse an der neuen Firma sind noch nicht bekanntgegeben. Es ist die Rede von 5% Anteil, den Olympus an der neuen Gesellschaft halten soll. Dies würde auch dem entsprechen, was im Jahr 2014 bei der Übernahme der Computer-Sparte VAIO von Sony durch JIP gemacht worden ist.

Verkauf, Marketing, F&E sowie das Produktdesign werden an den Hauptsitz des neuen Unternehmens in Hachioji, Tokio, verlegt. Die Produktion wird an dem Standort in der Provinz Dong Nai, Vietnam, fortgesetzt. Das neue Unternehmen wird künftig Service und Support für die von Olympus hergestellten und verkauften Imaging-Produkte übernehmen. Der europäische Markt soll wie bisher aus Hamburg gesteuert werden.

In Wien gibt es bekanntlich von Olympus auch eine Niederlassung als Zweigstelle von Hamburg; ob und wie weit diese dann für Foto- und Diktiergeräte zuständig sein wird, ist uns vorläufig nicht bekannt, dürfte aber zu erwarten sein.

Nach aktuellem Stand unserer Informationen wird die Marke "Olympus" für die Produkte nach der Übertragung weiter verwendet werden.

Olympus ist sehr erfolgreich bei ihren medizinischen Produkten, die davon nicht betroffen sind. Bei Kameras und Diktiergeräten ist Olympus einer der technologisch führenden Hersteller; zuletzt mit riesigem Erfolg als einer der Pioniere bei Digital-Kompaktkameras und später auch mit Systemkameras mit Bajonetten FourThirds und Micro-FourThirds. Die Systemkameras konnten sich nicht erwartungsgemäß behaupten und generell gibt es starke Rückgänge bei der Nachfrage.

Olympus hatte mit der E-1 im Jahr 2003 die erste Digital-Spiegelreflexkamera, zu der es vom Start weg ein komplettes - durchgängig exzellentes - Objektivangebot gegeben hatte. Von Olympus eingeführte Technologien wie Staubreiniger, telezentrisch gerechnete Objektive und später auch LiveView - was alles vorerst von den beiden großen SLR-Marken als Unfug hingestellt worden ist - gehören heute zum Standard bei Systemkameras.

Dass der E-1 - bei der damals extrem schnellen Weiterentwicklung - erst nach vier Jahren mit der E-3 ein Nachfolger gefolgt ist und im Jahr 2008 - also schon 5 Jahre nach der Einführung von FourThirds auf das spiegellose System Micro-FourThirds umgestellt worden ist, war sicherlich nicht optimal.

Canon und Nikon konnten sich mit ihrer von vornherein größten Anwender-Basis und mit der Geschichte, die Objektive aus der Kleinbildfilm-Zeit weiterverwenden zu können - was bekanntlich nicht wirklich optimal war - besser durchsetzen. FourThirds resp. Micro-FourThirds ist - nüchtern betrachtet - der optimale Nachfolger für das frühere Kleinbild-Format und qualitativ bereits sehr erheblich besser als dieses. Mit aktuellen Vollformatkameras - die letztlich das Rennen gemacht haben - wird eine Qualität bis zu wie früher bei Großformat-Film erreicht, was wohl kaum jemand wirklich praktisch nutzen kann.

Micro-FourThirds wird - auch durch das gewaltige Angebot von Panasonic - weiterhin interessant bleiben, obwohl es nicht zu dem dominierenden Nachfolge-System von Kleinbildfilm geworden ist, das es werden hätte können. Olympus war ursprünglich auch der Pionier bei den Digital-Kompaktkameras und bis zuletzt in diesem Bereich sehr stark. Dieses Segment ist durch die Smartphones überhaupt fast obsolet geworden.

Die Firma Olympus ist ein erfolgreiches Unternehmen - primär mit ihren Produkten aus Medizintechnik. Es bedeutet also keinen Niedergang für Olympus. Schlimm ist das aber sehr wohl für jene Mitarbeiter, die ausschließlich für Diktiergeräte und Kameras tätig sind, weil es da sicherlich Kündigungen geben wird.

"praktiker" hält jedenfalls dem Olympus-Team in Österreich die Daumen, dass es hier - in dieser sowieso schon schwierigeren Zeit - keine "Anpassungen" gibt.

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