[COVER] ITM praktiker

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Meldungen Nr. 1270-1279
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Mit "ITM-Newsroom" gibt es für "ITM praktiker"-Leser - nicht regelmäßig! - Kurzmeldungen über aktuell vorgestellte neue Produkte, Technologien und Veranstaltungen sowie Neuigkeiten zu "praktiker" und praktiker.at. - Es geht hier um alle jene Themen, die auch Gegenstand der Berichterstattung des "praktiker" sind: Audio, Video, Foto, TV/Heimkino, Telekommunikation, Navigation, Computer und - sowieso - Multimedia-Technologien.

[!>  Tiefergehende Behandlung der Themen sowie Testberichte, Grundlagenwissen und Hintergründe zu Technologien finden Sie bitte in den "praktiker"-Heften (kostenlos testen: Schnupperabo-Bestellung).



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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1279:

Soundman A4: Profi-Mikrofon-Adapter für iPhone

[BILD] Soundman A4 Mikrofonanschluss für iPhone - (c) SoundmanSoundman A4 ist ein Adapter für iPhones, der einen regelbaren Anschluss für hochwertige Mikrofone für hochwertige Audioaufnahmen mit dem iPhone bereitstellt.                           Bild: Soundman

(08.03.2012) Wie uns heute Soundman-Chef Rolf Ruff - vor allem bekannt als Hersteller der hochwertigen Originalkopf-Mikrofone - mitgeteilt hat, soll unter der Bezeichnung Soundman A4 von diesem Berliner Hersteller in Kürze ein Adapter für iPhones und einige verwandte Geräte erhältlich werden, womit mit diesen professionelle Audioaufnahmen gemacht werden können.

Soundman A4 wird über den Dock-Anschluss des Geräts angeschlossen, bietet einen Anschluss für ein hochwertiges Stereo-Elektret-Kondensator-Mikrofon sowie auch ein Rändelrad zum Einstellen des Aufnahmepegels.

Soundman A4 soll mit Geräten iPhone 4, iPhone 4s, iPad, iPad 2, iPad 3, iPod touch 4 Gen. funktionieren. Zahlreiche Apps dazu sind kostenlos erhältlich. Aufgezeichnet wird mit diesen Geräten im Audio-CD-Standard 44.1 ksps/16 bit.

Dieser interessante Adapter kann in Verbindung mit einem der genannten Geräte einen Audiorecorder ersetzen. Die erste Serie davon wird derzeit gefertigt.

Soundman A4 dürfte auch für den Profi zumindest eine attraktive Immer-dabei-Lösung für überraschende Audioaufnahmen sein. Ruff meint sogar, dass damit der konventionelle Field-Recorder abgelöst würde. Dies wird wohl primär vom Bedienkomfort und Funktionsumfang der eingesetzten App abhängen. Optimale Tonqualität und die Möglichkeit der manuellen Aussteuerung sind jedenfalls damit gegeben.

Der Preis für Soundman A4 soll in der Größenordnung von 90 EUR liegen. Erhältlich werden soll Soundman A4 in den nächsten Wochen - siehe auch Soundman-Website. "praktiker" wird ehestmöglich ein Testmuster erhalten und über die Erfahrungen damit berichten.

=>> www.soundman.de

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1278:

Kodak: Nun auch keine Ektachrome-Diafilme mehr

[BILD] Kodak Professional Ektachrome E100VS Film - (c) KodakDie letzten drei Kodak-Diafilme werden nun nicht mehr produziert und der Vertrieb eingestellt. Die Lagerbestände im Handel dürften noch bis kommenden Herbst ausreichen. Die Ausarbeitung wird für noch längere Zeit problemlos möglich sein.                     Bild: © Kodak

(05.03.2012) Wegen des konstenten Rückgangs der Nachfrage nach Diafilmen sowie wegen der sehr komplexen Produktrezepturen und Herstellungsprozesse hatte Kodak per Anfang März den Vertrieb folgender drei Ektachrome-Diafilme - die letzten noch verbliebenen - eingestellt:

  • Kodak Professional Ektachrome E100G Film
  • Kodak Professional Ektachrome E100VS Film
  • Kodak Professional Elite Chrome Extra Color 100 Film

Damit gibt es nun keine Diafilme mehr von Kodak. Den aktuellen Verkaufszahlen und Lagerbeständen zufolge sollen diese drei Filme voraussichtlich noch bis Herbst dieses Jahres im Handel erhältlich sein.

Nicht betroffen davon sind freilich die Farbnegativ- und Schwarzweißfilme, die weiterhin erhältlich bleiben.

Die bevorzugte Verarbeitung von Film ist heute das Einscannen und hierbei bietet Negativfilm erheblich bessere Eigenschaften was den Tonwertumfang anbelangt. Auch im Ausarbeitungslabor werden die Fotos in der Regel eingescannt und dann das digitale Bild auf Fotopapier ausbelichtet. Negativfilm ist gutmütiger bei Fehlbelichtungen und extremem Motiv-Kontrastumfang. Zudem sind Film und Entwicklung billiger und Entwicklung mittlerweile für Dias mit erheblichen Wartezeiten verbunden. Diafilme waren früher einmal die optimale Druckvorlage für Printprodukte und sowieso für die Diaprojektion. Als Druckvorlage ist heute auch Negativfilm besser geeignet und Diaprojektion wird heute kaum noch genutzt.

Diafilme werden heute primär von jenen eingesetzt, die die besondere Charakteristik "ihres" Lieblings-Diafilms weiterhin haben wollen. Das sind durchaus nicht nur Künstler, sondern auch Fotografen, die ein bestimmtes Thema seit Jahren verfolgen und wollen, dass die Fotos zusammenpassen.

Allgemein soll der Bedarf an Film für Fotografie wieder eher leicht ansteigen. Viele entdecken die Fotografie auf Film wieder neu. Allerdings nahezu ausschließlich auf Negativmaterial - sowohl Schwarzweiß als auch Farbe.

Kodak-Ektachrome-Diafilme entwickelt in Standard-E-6-Prozess

Die wesentlichen Entwicklungsverfahren für Film sind heute E-6 für Diafilm, C-41 für Farbnegativfilm und die Schwarzweiß-Entwicklung ist derart unkritisch und simpel, sodass man sich das selbst zusammenmischen und sowieso sehr leicht selbst entwickeln könnte. Bei Schwarzweißfilmen gibt es auch sogenannte chromogene Filme, diese arbeiten wie Farbfilme, allerdings Schwarzweiß und werden wie Farbfilme im C-41-Prozess entwickelt.

Die E-6-Entwicklung ist wegen der gesunkenen Nachfrage auf weniger Labors beschränkt. Die Entwicklung dauert daher - außer in Profilaboren wie Foto Fayer in Wien - etwa eine Woche lang. Da beispielsweise Fujifilm weiterhin Diafilme anbieten wird, wird es auch für heute in der Tiefkühltruhe konservierte Kodak-Diafilme noch leicht verfügbare Möglichkeiten zur Entwicklung der Filme geben.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1277:

Philips Master LED DimTone statt Halogenstrahler

[BILD] Philips GU10 Master LED-Lampe - (c) PhilipsPhilips GU10 Master LED-Lampe mit DimTone mit 7 Watt ersetzt GU10-Halogenreflektorlampen mit 50 Watt bei vergleichbarer Lichtfarbe - sie wird sogar rötlicher beim Dimmen - und erheblich höherer Lebensdauer.                           Bild: © Philips

(29.02.2012) LED-Lampen können schon vieles besser als Standardlampen und setzen sich deshalb mehr und mehr durch. Nur eines hatte die Glühlampe der LED-Technik voraus: Beim Dimmen verschob sich ihre Lichtfarbe ins Rötliche, ähnlich wie der Farbton der Abendsonne. Als erste LED-Lampe bietet diesen Vorzug jetzt auch die Philips Sieben-Watt GU10 Master LED mit DimTone. Ähnlich wie bei Glühlampen verändert sie beim Dimmen nicht nur die Helligkeit, sondern auch ihre Lichtfarbe, sodass eine dezente Abendstimmung entsteht.

Entwickelt wurde die LED-Lampe mit DimTone speziell für die Gastronomie und Hotellerie, um in Restaurants, Bars, Empfangs- und Konferenzräumen mit nur einer Art von Lichtquelle, neben einem hochwertigen weißen Licht zur Allgemeinbeleuchtung, auch eine angenehm warme und entspannende Lichtatmosphäre zu schaffen. Bisher mussten dabei immer Kompromisse eingegangen werden, entweder zu Lasten der Lichtqualität oder der Energiekosten.

Eines der ersten Projekte, in dem diese Lampe eingesetzt wurde, ist das Spar Hotel im schwedischen Göteborg. Ausgewechselt wurden 130 GU10-Halogenreflektorlampen (50 Watt) im Frühstückssaal des Hotels. Das reduzierte die Beleuchtungskosten in diesem Bereich um 82 Prozent. Bei einer Brenndauer von zwölf Stunden am Tag amortisiert sich die Lösung damit in eineinhalb Jahren.

Neben der Energieeinsparung und der einfachen, aber wirkungsvollen Regulierung des Lichtambientes hat die Sieben-Watt GU10 Master LED mit DimTone auch eine deutlich längere Lebensdauer als herkömmliche GU10-Halogenlampen. Im Vergleich hält sie 40.000 Stunden, das ist 20-mal länger als eine Hochvolt-Halogenlampe, verspricht Philips.

Die Sieben-Watt GU10 Master LED-Lampe mit DimTone hat bei einer elektrischen Leistung von sieben Watt eine Lichtstärke von 1.100 Candela, die bis auf zehn Prozent dimmbar ist. Der Ausstrahlungswinkel beträgt 25 Grad. Beim Dimmen verändert sich die Farbtemperatur des Lichts von 2.700 bis 2.200 Kelvin.

=>> www.philips.com/masterledlamps/

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1276:

Panasonic: Feuerwerk der Neuheiten zum Fünfziger

[BILD] Panasonic: Aktuelle Fernseher mit LCD- und Plasmatechnik - (c) Felix WesselyVon Panasonic gibt es eine breite Palette an Fernsehern verschiedener Größen und hoher bis höchster Leistungsklasse sowohl mit zunehmend stromsparender Plasma-Technologie mit der nach wie vor ungeschlagen hohen Bildfrequenz für feinstes Heimkino-Erlebnis als auch mit LCD-Technik mit LED-Hinterleuchtung.                                 Bild: Felix Wessely

(24.02.2012) Vor fünfzig Jahren - im Jahr 1962 - wurde mit einer Panasonic-Niederlassung am Hamburger Jungfernsteig die erste Niederlassung des Matsushita-Konzerns eröffnet mit vorerst sieben Mitarbeitern, heute sind es Tausend. Aus dem Vertriebsbüro für Transistorradios, Trockenbatterien und elektronische Bauteile wurde die heutige große Marke Panasonic. Im Rahmen der kürzlich in Hamburg stattgefundenen Panasonic Convention wurde dieses Jubiläum mit einer riesigen Präsentation der jetzt neuen Produkte in Hamburg begangen. - "praktiker" berichtet hier kurz gefasst nur über ein paar der wesentlichsten Neuerungen.

Panasonic HX-WA20, HX-WA2 - Active Camcorder für Film und Foto

Panasonic hatte bekanntlich schon vor längerer Zeit die Firma Sanyo übernommen und damit auch deren Camcorder-Kategorie vor allem für Freizeit und Urlaub, gedacht für das unbekümmerte Festhalten der schönsten Momente. Dies sowohl durch sehr einfache Bedienung und auch freizeittauglich robuste und - je nach Modell - auch wasserdichte Ausführung.

Der HX-WA20 ist das stärkste Modell dieser Reihe. Der HX-WA20 ist nicht nur - wie der HX-WA2 - wasserdicht bis 3m Tauchtiefe, sondern auch staubgeschützt und bietet einen BSI-Sensor für besondere Tauglichkeit auch für Aufnahmen unter wenig Licht durch rückseitige Belichtung, 28-mm-Weitwinkel als Anfangsbrennweite und 16 Mpx statt 14 Mpx beim WA2. Beide haben ein 5fach-Zoomobjektiv, intelligente Automatik sowieso und elektronischen Bildstabilisator für Videoaufnahmen. Zudem gbit es Panoramamodus, HDR-Aufnahmefunktion, HDMI-Anschluss sowie integrierten Uploader. Der Uploader funktioniert dann an jedem PC mit USB-Schnittstelle für den Upload zu Social Networks. Beide Modelle bieten freilich Aufnahmen in FullHD-Format. Der WA20 bietet auch einen Zeitlupen-Modus bei kleiner Bildgröße mit bis zu 480 fps - besonders geeignet für Bewegungsstudien beim Sporttraining. Für HDR-Aufnahmen werden bei beiden Modellen drei Aufnahmen in knapper Folge aufgenommen und automatisch zu einem Bild verschmolzen.

Der HX-WA20 soll im April erhältlich werden, der HX-WA2 im März. Preisvorstellungen wurden noch nicht genannt.

Es gibt in der Reihe der Panasonic Active Camcorder auch ein einfacheres Modell, das nicht wasserdicht und nicht extra robust ausgeführt ist und zwar den HX-DC2.

Panasonic HC-X909, HC-X900M - 3-MOS-Camcorder für hohe Ansprüche

Tradition bei Panasonic ist es bereits seit Jahren, dass die Camcorder der oberen Amateurklasse mit 3-Chip-Bildaufnahmeeinheit ausgestattet sind. Also so wie es das bei Profi-Camcordern der Fall ist. Die Unterschiede zwischen dem neuen HC-X909 und dem HC-X900M sind, dass der HC-X900M zum Speichern der Aufnahmen zusätzlich 32GB integrierten Speicher hat. Ansonsten sind die beiden Modelle gleich.

Wie bereits bei den Vorgänger-Modellen kann ein - separat erhältlicher - 3D-Vorsatz verwendet werden. Unterstützend dazu ist nun das Display ein 3D-Touchscreen, wodurch ohne Brille das Bild in 3D kontrolliert werden kann.

Diese X-Serie schafft Full-HD-Aufnahmen in beeindruckender Qualität, welche ggü. dem Vormodell durch eine überarbeitete Technologie weiter verbessert sein soll. Sowohl unterstützt durch die 3-MOS-Bildaufnahmeeinheit als auch durch das hochwertige und auch lichtstarke Leica-Dicomar-12fach-Zoomobjektiv mit einer für Camcorder beeindruckenden Weitwinkel-Anfangsbrennweite von knapp 30 mm äquiv. KB. Bei den Aufnahmemodi ist eine Qualität in AVCHD bis 1080/50p sowie iFrame-Technik möglich. Sehr komfortabel für die Bedienung ist der bereits bewährte Einstellring am Objektiv und freilich gibt es in dieser Klasse auch Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer.

[BILD] National RQ-210S - (c) Felix Wessely
Bild: Felix Wessely Anlässlich des 50-Jahre-in-Europa-Jubiläums wurden im Rahmen der Panasonic Convention auch einige historische Stücke gezeigt. Darunter auch dieser kleine Cassetten-Recorder für Compact Cassette "National RQ-210S" aus 1970 - bereits mit ICs. "National" war seinerzeit die Hauptmarke von Matsushita, so wie heute "Panasonic".

Wie auch zuletzt schon funktioniert auch die Wiedergabe in 3D bei 3D-tauglichen Fernsehern, die an den HDMI-Ausgang des Camcorders angeschlossen sind. Neu ist - wenngleich das mit der Funktion als eingentlicher Camcorder nicht so viel zu tun hat -, dass nun vor der Ausgabe über HDMI auch normal in 2D aufgenommene Videos als Quasi-3D ausgegeben werden können.

Beide Camcorder der Panasonic-X-Serie sollen noch im Februar erhältlich werden. Preisvorstellungen dafür sind noch nicht genannt worden.

Panasonic DMP-BDT500: Blu-ray-Disc-Player auch perfekt für Audiophile

Bereits seitdem es DVD-Player gibt werden diese auch für die Audio-Wiedergabe verwendet. "praktiker" hatte diese Feststellung bereits vor etwa 14 Jahren getroffen und in einem viel beachteten Bericht klar ausgesprochen, weshalb seitdem HighEnd-Audio vom vergleichsweise preisgünstigen DVD-Player die optimale Wahl sind. Schon damals hatte diesbezüglich Panasonic das Feld angeführt und war fortan das von "praktiker" empfohlene HighEnd-Audio-CD-Laufwerk. - Zitat aus dem Bericht in "praktiker" Nr. 4/1998:

Eine gewaltige Überraschung bereitete der Panasonic A-350 im "praktiker"-Test im Zusammenhang mit Audio-CDs. Der A-350 verfügt nicht nur über einen extrem guten eigenen D/A-Wandler, sondern liefert an seinen Digital-Ausgang ein Signal, das glatt ein High-End-CD-Laufwerk in der Preisklasse von 50.000 Schilling an die Wand gespielt hatte.

Soweit die Vorgeschichte. Nun hat Panasonic mit dem DMP-BDT500 vermutlich - ein eingehender Test war noch nicht möglich - den HighEnd-Player für Audio und Video geschaffen, der heute alles an die Wand spielt.

Formal ist der DMP-BDT500 ein 3D-tauglicher Blu-ray-Disc-Player. Und hier nun was dieser sozusagen unter der Haube hat und kann: Der D/A-Wandler ist ein piekfeiner Burr Brown für bis zu 192 ksps/32 bit, Audio und Video können sowohl von Disc gelesen, über SD-Steckplatz von SD-Karte oder über zwei USB-Host-Anschlüsse von USB-Laufwerken - auch in NTFS formatiert! - sowie über WLAN oder Ethernet von einem lokalen, eigenen Medienserver, einem beliebigen DLNA-kompatiblen Gerät oder dem Internet geholt werden. Unter den "verstandenen" AV-Formaten sind neben den gängigen auch das Audio-Format für Feinhörer FLAC und sowieso u.a. AVCHD. Der Audio-Ausgang versorgt 7.1 Kanäle, die auch an vergoldeten Cinch-Buchsen analog bereitstehen. Daher steht einem Anschluss an einen HighEnd-Verstärker - evtl. mit Röhrentechnik - ohne eigenen D/A-Wandler nichts im Wege.

Die Bildverarbeitung erfolgt mit hochstehender Technik, wie auch schon von den vorigen Blu-ray-Disc-Playern von Panasonic - beispielsweise dem DMP-BDT310 - gut bekannt. Dass Video - auch in 3D - feinfühlig aufbereitet wird ist vergleichsweise banal verglichen damit was der BDT500 im Audio-Bereich zu leisten verspricht.

Mit einem Wort: Es können damit digitale Audio- und Videodaten aus allen Quellen geholt werden und diese werden feinst aufbereitet. Also ein hinsichtlich der Quellen und Signalausgabe universeller HighEnd-AV-Player.

Der Panasonic DMP-BDT500 soll ab April um knapp 400 EUR erhältlich werden. Der Preis ist wirklich ein Witz.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1275:

Astra: Analoge deutsche Sender noch bis 30. April

(23.02.2012) Geredet wird davon schon seit etwa 15 Jahren, nun wird es ernst: Am 30. April 2012 wird die analoge Ausstrahlung der deutschen Fernsehprogramme über Astra abgeschaltet. Die bisher analog empfangbaren Programme sind ab 1. Mai - ebenfalls frei - nur noch über DVB-S-Receiver zu empfangen.

Sofern Sie noch einen Analog-Sat-Receiver haben müssten Sie diesen gegen einen DVB-S-Receiver tauschen und in der Regel wird auch das LNB-Modul in der Antenne getauscht werden. Die "Schüssel" als solche wird in den meisten Fällen funktionieren. Viele der neueren besseren Fernseher sind schon mit integrierten Sat-Receivern ausgestattet. In diesem Fall ist ein separater Sat-TV-Receiver freilich nicht erforderlich.

Jene, die ORF über Astra empfangen wollen, brauchen freilich einen Ferseher mit CI-Modul-Steckplatz resp. einen entsprechend ausgestatteten Receiver.

Bereits vor etwa 15 Jahren wurde von Astra die "baldige" Abschaltung angekündigt. Es hat nun also 15 Jahre lange gedauert, während nebenbei das Digital-Angebot gewaltig ausgebaut worden ist.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1274:

Entschädigung für 25-Mio. iPhone-4-User in USA

(22.02.2012) Knapp nachdem das iPhone 4 im Oktober 2010 herausgekommen ist, sorgte bald ein Fehler für große Aufregung. Wenn man das iPhone 4 an bestimmten Stellen berührte - die man bei normalem Halten des iPhone während des Telefonierens zwangsläufig berührt -, dann war die Antenne beeinträchtigt und damit der Empfang so schlecht, sodass Telefonieren nicht mehr möglich war. In einer Massen-Sammelklage forderten etwa 25 Mio. Besitzer des iPhone 4 eine Entschädigung für dieses Problem.

Vorgeworfen wurde Apple, in Werbungen über die Qualität der Antenne des iPhone 4 falsch zu informieren resp. Informationen vorenthalten zu haben. Nun wurde eine Einigung zwischen Apple und den Anwälten der Massenklage erzielt. Demnach soll jeder iPhone-4-Käufer in den USA ein Recht auf Rückerstattung von 15 USD oder eine Schutzhülle für das iPhone bekommen. Einige Betroffene hatten vorher schon eine Schutzhülle auf Kulanz erhalten. Im Grunde ist das freilich nur eine Geste angesichts des Preises für das Gerät. Das soll dann ab Mitte Juli angefordert werden können und die Informationen dazu sollen auf der Website www.iPhone4Settlement.com in einigen Wochen verfügbar werden. Mitte Juli soll der Prozess abgeschlossen werden; evtl. kann sich also noch etwas ändern.

Es war übrigens einer der legendären Auftritte von Steve Jobs, als er seinerzeit ernsthaft erläuterte, wie man das iPhone 4 korrekt zu halten habe, ohne die Funkeigenschaften zu beeinträchtigen. Dabei hatte er allerdings schon eine Schutzhülle als Trostpflaster zugesagt. Benannt wurde dieser - für ein Handy nicht ganz unwesentliche - Designfehler "Death Grip" und "Antennagate".

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1273:

Panasonic Eluga: Handy-Neustart ist wasserdicht

[BILD] Panasonic Eluga - (c) PanasonicMit dem "Eluga" startet Panasonic wieder ihren Verkauf von Handys resp. Smartphones in Europa. Das Panasonic Eluga soll im Mai erhältlich werden. Es ist trotz des bemerkenswert schlanken Gehäuses sogar wasser- und staubdicht.                           Bild: © Panasonic

(20.02.2012) Panasonic startet in den nächsten Monaten wieder mit Mobiltelefonen in Europa. Das neue heißt Panasonic Eluga, ist ein Android-Smartphone und ist als herausragende Besonderheit nicht nur schlank und schön, sondern auch wasserdicht. Dieses Terrain ist für Panasonic gut vertraut: Im Jahr 1971 gab es von Pansonic das erste Autotelefon und seither werden laufend neue Mobiltelefone gebaut, allerdings in den letzten Jahren nicht in Europa angeboten. Mit dem Eluga meldet sich Panasonic wieder zurück im Handy-Business in Europa. Panasonic erwartet bis nächsten Frühling 1,5Mio. Elugas zu verkaufen.

Das Panasonic Eluga - offiziell für "ELegant User-oriented GAteway", "praktiker" vermutet dahinter aber eher ein Apronym als Anspielung auf "Beluga" - wiegt zarte 103 g und ist damit eines der leichtesten Android-Smartphones in Europa. Mit 7,8 mm Tiefe wird damit nicht einmal eine Hemdtasche ausgebeult. Und dies, obwohl das Eluga wasserdicht ist und ein 4,3-Inch-großes Display hat. Aktuell interessant ist, dass das Eluga auch NFC Near Field Communication beherrscht. Damit kann bargeldlos über das Handy gezahlt werden in Geschäften, in denen ein solches Terminal - in Österreich ist das Paybox von A1 Telekom - installiert ist. Alle neueren Handys und Smartphones werden künftig mit einer NFC-Schnittstelle ausgestattet sein um diese Form der bargeldlosen Bezahlung leicht zugänglich zu machen.

Das Panasonic Eluga ist nach dem internationalen IP57-Standard wasserdicht bis zu einem Meter Tiefe und 30 Minuten lang und staubgeschützt gegen - so genau wird das von Panasonic angegeben - Partikel größer als 75µm über acht Stunden. Es läuft unter Android 2.3.5 (Gingerbread) mit einem 1-GHz-Dual-core-Processor OMAP4430 mit 8GB integriertem Speicher und beherbergt einen 8-Mpx-Kamerateil mit Autofocus. Ein Steckplatz für eine Micro-SD-Karte dürfte - leider - nicht enthalten sein; jedenfalls ist davon in den ersten Unterlagen zum Eluga keine Rede davon.

Als eine der zahlreichen Besonderheiten gibt "Swipe and Share" womit Bilder drahtlos vom Telefon zu einem Fernsehgerät oder einem Cloud-basierten Empfänger zu "werfen". Also beispielsweise auch Videos vom Eluga zum Fernseher streamen.

Das Panasonic Eluga soll in Österreich voraussichtlich Mitte Mai erhältlich werden. Preisvorstellungen sind derzeit noch nicht bekanntgegeben.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1272:

Olympus OM-D E-M5: Micro-FourThirds ist angekommen

[BILD] Olympus OM-D E-M5 - (c) Felix WesselyMit der OM-D E-M5 hat Olympus ihre OM-Kameraserie wiederbelebt. Die spritzwasserfeste und robuste E-M5 ist eine harte Konkurrenz für Spiegelreflexkameras und auch die Profi-SLR Olympus E-5. Der Batteriegriff mit Hochformatgriff bietet großartige Haptik, wie sie der diesbezüglich verwöhnte SLR-Fotograf schätzt.                                 Bild: Felix Wessely

(17.02.2012) Nachdem Olympus für ihre erste Linie Systemkameras für das System Micro-FourThirds den Kamera-Namen "Pen" so erfolgreich wiederbelebt hatte kommt nun der Name der legendären SLR-Serie "OM" mit "OM-D" zu neuem Leben. Olympus hatte vor wenigen Tagen die OM-D E-M5 vorgestellt, die ab April erhältlich sein soll: Eine abgedichtete, robuste Micro-FourThirds-Systemkamera mit LCD-Okularsucher von der Leistung her nahezu gleichauf mit der Profikamera E-5 für FourThirds, von den Bildergebnissen her der E-5 aber deutlich überlegen. - "praktiker" konnte bereits ein Vorserien-Exemplar der Olympus OM-D E-M5 einen Tag lang praktisch erproben und berichtet über die wesentlichen Eindrücke davon.

Die Olympus OM-D E-M5 sieht der OM sehr ähnlich, was aber nicht eine Design-Spielerei ist. Die E-M5 liegt in Verbindung mit dem als Zubehör erhältlichen Batterie-Handgriff ganz ausgezeichnet in der Hand und sie lässt sich großartig bedienen wie eine "Große". Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, das Gehäuse ist gegen Spritzwasser abgedichtet und sie greift sich mit ihrem Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung sehr solide an.

Die E-M5 hat einen neuen LiveMOS-Sensor mit 16,1 Mpx, sie hat einen neu konstruierten, 5-achsigen mechanischen Bildstabilisator, der nun komplexere Bewegungen ausgleichen kann und damit einen größeren "Zeitengewinn" erbringt. Olympus spricht beim Autofocus vom schnellsten Autofocus der Welt. Die Bildverarbeitung erfolgt über einen neuen Bildprocessor TruePic VI, der hohe ISO-Empfindlichkeit bei hoher Detailtreue leistet, die einen Sprung gegenüber der jüngsten Pen, der E-P3 darstellt, der nahezu unheimlich erscheint.

Erwartungsgemäß in dieser Kameraklasse sind sehr viele Direkttasten. Bemerkenswert dabei ist, dass zahlreiche Tasten individuell belegt werden können. Zusätzlich gibt es sowieso das über die OK-Taste aufrufbare, von Olympus gewohnte SCP Super Control Panel - deutsche Bezeichnung "Monitoranzeige" - wobei alle wesentlichen Einstellungen angezeigt werden und direkt dort verstellt werden können.

LCD-Okularsucher schlägt durchaus einen SLR-Sucher

Eines der sofort erkennbaren Merkmale ist der Okularsucher. In diesem zeigt ein LCD mit einer Auflösung von 1,44 Mpx ein brillantes fein aufgelöstes Bild, das etwa so groß wie jenes der Profikamera E-5 erscheint; also sehr groß. Die Displaydarstellung ist sehr schnell und ist auch auf eine Bildfrequenz von 120 fps umschaltbar. Über einen Augensensor wird automatisch zwischen Darstellung am Display oder über den Okularsucher umgeschaltet. Das Display an der Rückseite der Kamera ist vertikal schwenkbar.

Es stehen 3 wählbare Sucheransichten zur Auswahl. Informationen, wie beispielsweise die Verschlusszeit, werden - wie von SLRs gewohnt - am unteren Rand des Sucherbilds angezeigt. Anders als bei einem optischen Sucher kann die Auswirkung manueller Anpassungen sowie der Art-Filter sofort gesehen werden. Ganz simpel beispielsweise bei Einstellung auf Schwarzweiß ist freilich auch das Sucherbild in Schwarzweiß, was vielen Fotografen es abnimmt, sich vorstellen zu können wie eine Szene in Schwarzweiß aussieht.

Eine neue Art der Bedienung eröffnet EVF Creative Control: Highlight und Schattenhelligkeit lassen sich anhand der Einblendung einer Tonwertkurve auf das Sucherbild separat regeln. Weißabgleich, Vergrößerung und Bildseitenverhältnis können ebenfalls eingestellt werden, ohne das Auge vom Sucher zu nehmen.

Selbstverständlich ist es eine Umstellung vom SLR-Sucher auf einen LCD-Okularsucher; das ist ganz normal und das war seinerzeit genauso, als die ersten SLR-Kameras erhältlich geworden sind. Vorerst ist man etwas irritiert, aber nach ein paar Stunden überwiegen die Vorteile durch Einblendungen aller Einstellungen sowie der Vorteil eigentlich immer gleich das fertige Bild sehen zu können. Vor allem: Das Sucherbild zeigt auch bei sehr wenig Licht noch was, womit man bei einer SLR bekanntlich Probleme hat.

[BILD] Olympus OM-D E-M5 von hinten - (c) Felix Wessely
Bild: Felix Wessely Olympus OM-D E-M5 aus der Perspektive des Fotografen: Eine richtige Systemkamera für Profi-Anspüche mit zahlreichen Direkttasten. Das große Display ist vertikal schwenkbar, der stabile Batterie-Hochformatgriff schafft großartige Griffigkeit.

Zweiteiliger Batterie-Griff für besseren Halt und Hochformat

Eine besonders interessante Lösung ist auch der zur E-M5 als Zubehör erhältliche Batterie-Griff. Dieser besteht aus zwei Teilen. Der eine Teil ist nur der groß ausgeformte Griff für Querformat-Aufnahmen und ohne Akkufach. Der zweite Teil wird unter den ersten Teil angeschraubt und beinhaltet ein Fach für einen Akku vom selben Typ wie in der Kamera und er beinhaltet auch einen Hochformat-Auslöser inklusive der wichtigsten Bedientasten für Hochformat-Aufnahmen.

Interessant ist dabei die Lösung, wie die Akkus verwendet werden: Der Akku in der Kamera kann in der Kamera bleiben. Im zweiten Teil des Batteriegriffs gibt es ein Akkufach. Der Akku ist vom selben Typ wie der in der Kamera. Man kann dann entweder beide Akkufächer - das in der Kamera und das im unteren Teil des Batterie-Handgriffs - mit einem Akku bestücken oder nur eines davon. Wenn man nur einen Akku hat, dann ist es freilich sinnvoller, diesen in den Batteriegriff zu geben, weil man ansonsten zum Akkuwechseln den Batterie-Handgriff abschrauben müsste um zum Akkufach der Kamera zu kommen. Wenn ein Akku in der Kamera ist, dann kann man den Akku im Batterie-Handgriff auch im laufenden Betrieb wechseln. Dafür ist es also nicht nötig die Kamera abzuschalten.

In Verbindung mit dem Batterie-Handgriff ist die E-M5 auch mit größeren Händen ausgezeichnet zu halten. Die Bedienelemente sind sehr günstig platziert. Ohne Batteriegriff ist es auch noch sehr komfortabel aber man hat dann den Vorteil, dass die Kamera insgesamt erheblich kleiner und leichter ist.

Olympus OM-D E-M5 ist verblüffend schnell, verblüffend lichtempfindlich

"praktiker" hatte die Olympus OM-D E-M5 bereits praktisch erproben können. Hier nur kurz einige der wesentlichen Erfahrungen damit. - Die E-M5 ist nun sowohl von der Haptik her als auch von der Leistung weitestgehend ebenbürtig einer SLR-Kamera wie beispielsweise der Olympus E-5. Der Vergleich ist auch insofern passend, da die E-M5 genauso wie die E-5 besonders robust konstruiert und zudem spritzwasserfest ist. Es ist also in etwa die gleiche Klasse.

Regelrecht begeisternd - und ein erstaunlich großer Qualitätssprung gegenüber der aktuellen Olympus Pen E-P3 - ist die sehr hohe Bildqualität bei sehr hoher ISO-Empfindlichkeit. Für einen ungefähren Anhaltspunkt kann gesagt werden: Bis 1600 ziemlich normal, bis 6400 noch gut brauchbar, mit 12800 stark körnig und mit 25600 zwar schon noch brauchbar, aber sehr stark "körnig" und mit sehr deutlich abfallender Farbdarstellung. Die Farbcharakteristik ist bis inklusive ISO 6400 noch einigermaßen normal, ab ISO 12800 bereits etwas schwächer aber bei ISO 25600 im Grunde mehr das Maß für die Tauglichkeit für hohe Empfindlichkeit.

Im Bereich bis ISO 1600 ist die Veränderung zur E-5 - der Profi-SLR von Olympus - nicht so dramatisch, aber darüber dann schon sehr deutlich besser.

Das ist selbstverständlich geradezu verblüffend. Man kann sagen, dass man mit der E-M5 durchaus ohne Blitz gut zurechtkommen kann. ISO 6400 bei der E-M5 dürfte immerhin besser sein als das, was noch vor zehn Jahren auf Kleinbildfilm mit ISO 1600 möglich gewesen ist.

Single-Autofocus Spitzenklasse, kontinuierlicher AF Mittelklasse gemessen an SLR

Der Hauptunterschied gegenüber einer SLR ist der Autofocus. Der Autofocus der E-M5 ist extrem schnell und auch zielsicher unter sehr schlechten Lichtbedingungen. Dass er - wie Olympus angibt - der schnellste einer Systemkamera sei, dürfte zutreffen - ohne vorerst direkte Vergleiche angestellt zu haben. Nicht an die E-5 - die diesbezüglich in der Konkurrenz mit anderen Profi-SLRs extrem schnell ist - reicht die E-M5 bei kontinuierlichem Autofocus - C-AF - heran.

Dennoch ist der C-AF der E-M5 schnell genug für Aufnahmen von schnelleren Sportarten. Beispielsweise Skateboard-Fahrer in einer Halle - und daher unter nicht optimalen Lichtbedingungen - können in ihrer schnellen Bewegung mit einer guten aber nicht sehr guten Treffsicherheit aufgenommen werden. Es ist freilich zu berücksichtigen, dass es sich bei diesen Testaufnahmen um eine Kamera mit evtl. noch fehlerhafter Firmware in einer Vorversion gehandelt hatte. Die Leistung beim C-AF liegt dabei in etwa bei der Leistung einer SLR der Mittelklasse.

Das allein ist schon erstaunlich, aber die E-M5 ist damit nicht für alle Zwecke - nicht jeder braucht freilich C-AF - ein vollständiger Ersatz für eine SLR der Spitzenklasse. Die Vorzüge gegenüber einer SLR sind systembedingt, dass AF-Tracking mit einer Systemkamera ohne SLR-Sucher wie der E-M5 leichter möglich ist als mit den nicht lückenlos über das Bildfeld funktionierenden AF-Messeinrichtungen einer SLR.

Der kontinuierliche Autofocus ist aber sehr wohl soweit zielsicher - ohne Focus-Pumpen -, dass er sehr gut für Videoaufnahmen einsetzbar ist. Für Videoaufnahmen eignet sich besonders das auch mit der E-M5 im Set erhältliche 12-50-mm-Zoom. Dieses verfügt neben einem interessanten echten Makromodus auch wahlweise Motorzoom und eignet sich - auch wegen seiner Reaktionsgschwindigkeit - ganz besonders auch für Videoaufnahmen (siehe Meldung vom 27.12.2011: Olympus M.Zuiko Digital ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ).

Neuer 5-achsiger Bildstabilisator ist erhebliche Weiterentwicklung

Der Bildstabilisator bei Olympus-Systemkameras - auch SLRs - ist ein Mechanischer Bildstabilisator. Gegenläufig zu unruhiger Kamerahaltung wird also der Bildsensor bewegt. Dies hat schon bisher mit einem Gewinn von zwei bis vier ganzen Zeitenstufen geführt. Der Vorteil des Mechanischen gegenüber einem Optischen Bildstabilisator ist bekanntlich, dass dieser mit jedem Objektiv verwendet werden kann.

Das ist vor allem für jene interessant, die auch alte Objektive adaptieren wollen, wofür dann eben auch der Bildstabilisator funktioniert. Beim Adaptieren von Fremdobjektiven muss freilich die Brennweite eingegeben werden, damit der Bildstabilisator korrekt funktioniert. Bei Fremdobjektiven gibt es logisch keine Übertragung der Objektivdaten an die Kamera.

Beim Bildstabilisator der E-M5 handelt es sich um eine Neukonstruktion, die nun fünfachsig auslenken kann. Zudem dürfte dieser auch in seiner Reaktionsgeschwindigkeit stark verbessert worden sein. Die Verbesserung, die sich bereits im Kurztest gezeigt hatte liegt merklich bei Makroaufnahmen. Allgemein dürfte diese Neukonstruktion etwa zwei weitere ganze Zeitenstufen bringen ggü. dem Bildstabilisator der E-P3.

Ja, das hört sich übertrieben an, aber es ist zumindest sehr gravierend besser als zuvor. Ein Beispiel: Aufnahme aus knapp 1m Entfernung mit 50-mm-Brennweite - das entspricht einem Portraittele von 100 mm bei Kleinbild - und 1/6s Verschlusszeit, Kamera locker mit einer Hand gehalten und Aufnahme - auch in 100%-Ansicht am PC-Monitor - ohne Verwacklungsunschärfen bei vier von fünf Aufnahmen. Es wurden freilich etwa 20 Aufnahmen gemacht um das mit diesen Bedingungen und Einstellungen auszutesten, weil eine Aufnahme könnte zufällig auch ohne Bildstabilisator verwacklungsfrei sein. Dies bedeutet also sozusagen das Abfedern von mindestens vier ganzen Zeitenstufen.

Durch die Kombination von besserem Bildstabilisator und besserer High-ISO-Tauglichkeit dürfte das eher lichtschwache 12-50-mm-Objektiv tatsächlich - auch für Innenaufnahmen ohne Blitz - ausreichend sein, sofern man kleine Schärfentiefe nicht absichtlich will. Dafür wäre dann beispielsweise das 45/1,8-Portraittele von Olympus sowieso besser geeignet.

Sonstige bemerkenswerte Erfahrungen mit der E-M5

Hier noch im Stakkato einige weitere Notizen, die von diesem ersten Kurztest mitgenommen werden konnten:

  • Exzellent arbeitet die Belichtung bei Einstellung auf Mehrfeldmessung. Das funktioniert auch in sehr extremen Situationen so perfekt, dass praktisch keine Korrekturen oder Spotmessung etc. nötig sind sofern man nicht absichtlich abweichend von technisch optimal belichten will.
  • Unter den Kreativ-Funktionen gibt es einen zusätzlichen Dramatic-Tone-Effekt, der monochrom ist und es gibt auch die Möglichkeit, einen Rahmen mitzuspeichern. U.a. auch einen, der so ausschaut, wie wenn man bei einem Filmfoto das Schwarze rund ums Bild mitvergrößert.
  • Ein kleines Detail ist, dass man bei Gesichtserkennung einstellen kann ob automatisch auf das linke oder rechte Auge focussiert werden soll.

Weiteres Micro-FourThirds-Zubehör, Objektive und Verfügbarkeit der E-M5

Bekanntlich können ja prinzipiell alle FourThirds-Objektive - also jene für die FourThirds-SLRs primär von Olympus - auch an Micro-FourThirds-Kameras verwendet werden. Es bieten nicht alle Objektive auch die optimale Unterstützung der Kontrast-Autofocus-Messung wie bei Micro-FourThirds-Kameras angewendet. Jene, die dafür nicht vorbereitet sind arbeiten zwar auch mit dem Autofocus von Micro-FourThirds-Kameras zusammen, allerdings funktioniert das Focussieren erheblich langsamer. Um Four-Thirds-Objektive an Micro-FourThirds-Kameras verwenden zu können gibt es einen Adapterring. Da die E-M5 spritzwasserfest ist, gibt es nun mit dem Olympus MMF-3 auch einen neuen solchen Adapterring der ebenfalls spritzwasserfest ist.

Neu - generell für Micro-FourThirds-Kameras - ist das Systemblitzgerät Olympus FL-600R mit der selben Leitzahl wie das FL36. Das FL-600R ist drahtlos steuerbar u.a. auch über die E-M5. Als Besonderheit bietet es zusätzlich LEDs für Video-Ausleuchtung und bei Foto über diese LEDs Ausleuchtung als sehr starkes Autofocus-Hilfslicht. Die Gittermuster-Projektion der Blitzgeräte FL36R und FL50R funktioniert nur in Verbindung mit dem Phasen-AF von SLRs.

Weiters befinden sich zwei neue Objektive von Olympus gerade in der Entwicklung: das M.Zuiko Digital ED 75 mm 1:1.8 sowie das staub- und spritzwassergeschützte M.Zuiko Digital ED 60 mm 1:2.8 Makro.

Die OM-D E-M5 soll ab April in zwei Ausführungen erhältlich werden. Entweder mit silberfarbenem Gehäuse oder mit schwarzem Gehäuse. Der Preis nur für die Olympus OM-D E-M5 soll voraussichtlich bei knapp 1100 EUR liegen, im Set mit dem M.Zuiko Digital ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ voraussichtlich bei knapp 1300 EUR. Das Objektiv allein kostet übrigens etwa 400 EUR und in diesem Set also etwa die Hälfte.

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Microsoft: Windows-Logo nun ohne Grafik-Spielerei

[BILD] Windows-Logos Windows 1.0, 3.1, 8 - (c) Microsoft, ITM praktikerDas nun neue Logo ab Windows 8 hat eine gewisse Verwandtschaft mit dem ersten von Windows 1.0 im Jahr 1983, die längste Zeit hatte es seit 1992 mit Windows 3.1 das fahnenartig geschwungene, symbolisierte vierteilige Fenster in mehreren Variationen gegeben. Das neue Logo ab Windows 8 ist einfärbig und soll wie ein U-Bahn-Wegweiser aussehen.                                                   Bild: © Microsoft, ITM praktiker

(17.02.2012) Wie Microsoft über Sam Moreau kürzlich in ihrem Windowsteam-Blog "Blogging Windows" - siehe windowsteamblog.com: Redesigning the Windows Logo - mitgeteilt hat, gibt es ab dem kommenden Windows 8 ein neues Windows-Logo.

Die mit dem Redesign des Windows-Logos beauftragte Grafikerin hatte lapidar gemeint, dass das ja eigentlich ein Fenster sein sollte und keine Fahne. Nun sieht die Grafik wie ein Fenster bei schräger Ansicht aus.

Das neue Windows-Logo wird also ab Windows 8 verwendet werden und seine Farbe soll in jener Farbe erscheinen, die der jeweilige User in Windows auf seinem PC resp. Tablet einstellt hat.

Seit Windows 3.1 gab es das wie eine geschwungene Fahne geformte Fenster mit Farbkasteln, das immer wieder abgewandelt wurde. Nun gibt es keine Farben mehr und nur noch quasi ein schräges Fenster. Nach Microsoft soll das wie ein Wegweiserschild ausschauen wie es das auf Flughäfen und in U-Bahn-Stationen gibt.

Microsoft hat über die Jahre nicht nur das Logo für ihr wichtigstes Produkt jeweils drastisch verändert, sondern auch mehrmals die Schriftart geändert. Bei Windows 1.0: Garamond, Windows 3.1: Times (Roman), Windows 95 bis Windows 7 (bei Vista und 7 auch ohne Schriftzug): Helvetica (Extra bold, Bold, Normal) und bei Windows 8 ist es die System-Hauptschrift von Windows seit Vista, nämlich Segoe. Segoe ist damit auch die erste Schriftart, die für das Windows-Logo verwendet wurde, die standardmäßig bei Windows vorinstalliert ist.

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Nikon D800: 36-Megapixel-Fotos die alles zeigen

[BILD] Nikon D800 - (c) NikonDie Nikon D800 bietet mit einem CMOS-Sensor mit einer sensationell hohen Auflösung von 36 Mpx eine Kamera für Studiofotografie sowie alle für Mittelformat typischen Fotoaufgaben.                     Bild: © Nikon

(14.02.2012) Nikon hat soeben ihre wohl ziemlich wegweisende professionelle digitale Spiegelreflexkamera mit 36,3 Megapixel Auflösung und FX-Format-CMOS-Bildsensor vorgestellt: die Nikon D800. Und wer von der derzeit maximal möglichen Detailauflösung einfach nicht genug kriegen kann, für den kommt noch eine D800E. Das ist eine D800 ohne optischen Tiefpass-Filter. Die D800 schießt schon sehr weit über den klassischen Reportagebereich hinaus, für den Nikon eigentlich steht. Mit ihrer extremen Auflösung ist sie auf der Höhe einer Leica S2 oder Mittelformat.

Die Nikon D800 hat nicht nur eine extreme Detailauflösung, sondern bietet mit 12-Kanal-Datenausgabe mit 14-bit-AD-Wandlung und dem neuen Bildprocessor Expeed 3 zudem großen Signal-Rausch-Abstand bei hohem Dynamikumfang. Nikon stellt auch beste JPEG-Qualität direkt aus der Kamera in Aussicht, wenngleich typischerweise jene Art von Aufnahmen für die die D800 ausgelegt ist, oft in RAW-Format verarbeitet werden dürften. Die deutlichste Unterscheidung zu den konventionellen Mittelformat-Lösungen ist der in dieser Auflösungsklasse ungewöhnlich große Bereich bei der ISO-Empfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 6400 in noch sehr guter Qualität und mit Abstrichen sind auch ISO 50 und nach oben hin bis zu ISO 25.500 verwendbar.

Die D800 bietet auch professionellen Kameraleuten höchste Flexibilität für eine Reihe von Filmanwendungen. Sie können großformatige Filme in bester Qualität mit vielen verschiedenen Bildraten aufnehmen. Full-HD-Filme (1080p) können mit 30, 25 oder 24p aufgenommen werden, bei 720p werden die Optionen 60, 50, 30 und 25p angeboten. Filmsequenzen können jeweils mit einer Länge von knapp 30 Minuten aufgezeichnet werden. Full-HD-Aufnahmen sind sowohl im FX- als auch im DX-basierten Format möglich.

Auf Wunsch von Anwendern bietet die D800 erweiterte Möglichkeiten in Bezug auf die Tonaufnahme zum Video. So gibt es einen Eingang für ein externes Stereo-Mikrofon und es können sogar Kopfhörer zur Kontrolle der Aufnahmen angeschlossen werden. Auch die Möglichkeit der Aufzeichnung des Audiosignals im linearen PCM-Aufnahmeformat über externe PCM-Recorder ist gegeben.

Fotografen resp. Filmer, die die reinste Videoausgabe zur professionellen Bearbeitung benötigen, können mit der D800 das unkomprimierte Live-View-Signal an externe Aufnahmegeräte und Monitore ausgeben. Wie bei der Nikon D4 werden Daten mit der eingestellten Bildgröße und Bildrate ausgegeben, und zwar ohne die Einblendungen, die gleichzeitig auf dem TFT-Monitor der Kamera angezeigt werden können.

Die Funktion "motorische Blendensteuerung" kann der Abblend- und der Funktionstaste an der Kameravorderseite zugewiesen werden und ermöglicht ein feinstufigeres Auf- und Abblenden in 1/8-Blendenstufen. Indexmarkierungen ermöglichen das Kennzeichnen wichtiger Phasen in einer Videosequenz während der Aufzeichnung. So sind Szenen beim späteren Videoschnitt wesentlich leichter auffindbar.

Das revolutionäre erweiterte Motiverkennungssystem von Nikon umfasst jetzt einen neuen 91-kpx-RGB-Sensor, der alle Motive extrem genau analysiert. Er erkennt Gesichter mit höchster Genauigkeit selbst bei Verwendung des optischen Suchers und erfasst die Farben und die Helligkeit von Motiven mit unerreichter Präzision.

In der Kamera kommt die gleiche verbesserte Variante des erprobten AF-Moduls Multi-CAM 3500 FX zum Einsatz wie in der kürzlich vorgestellten Nikon D4. Genau wie bei diesem Spitzenmodell sind die AF-Einstellungen auch bei der D800 individuell wähl- und konfigurierbar (9, 21 oder 51 Messfelder). Es gelten auch die anderen Besonderheiten betreffend den Autofocus bei der D4 wie Empfindlichkeit bis LW -2 und Umgang mit Objektiven mit Anfangsblende 5,6 oder 8. Auch die Auswahl des Messfelds kann wie bei der D4 leicht blind vorgenommen werden während man durch den Sucher schaut.

Ebenfalls wie bei der D4 beträgt die Einschaltzeit nur 120ms und die Auslöseverzögerun ca. 42ms. Serienaufnahmen mit der D800 sind im FX-Format und im 5:4-Format mit 4 fps, in den Formaten 1,2fach oder DX mit 5 fps möglich. Mit dem optionalen Multifunktionshandgriff MB-D12 kann im DX-Format eine Serienbildrate von 6 fps erreicht werden.

Das Display der D800 ist 3,2 Inch groß und hat eine Auflösung von ca. 921kpx Subpixel, großen Betrachtungswinkel und automatische Steuerung der Helligkeit abhängig von Umgebungslicht bei natürlicher Farbdarstellung. In der Wiedergabe ist eine Vergrößerung bis 46fach möglich, was bei der hohen Auflösung der Aufnahmen eine gute Beurteilung der Schärfe ermöglicht.

Der optische Glasprismensucher bietet - so wie bei der D4 - 100% Bildfeldabdeckung und 0,7fache Vergrößerung. Einen elektronischen künstlichen Horizont gibt es für horizontale Neigung und Kippen der Kamera nach oben und unten, was sowohl über den Okularsucher als auch über das Display im LiveView-Betrieb genutzt werden kann.

Eine verbesserte Positionierung des Auslösers sorgt dafür, dass der Zeigefinger länger bequem ruhen kann, und dank der eigenen Taste für Filmaufzeichnung können Filmaufnahmen ohne Betriebsart-Umschaltung gestartet werden. Ebenfalls wie bei der D4 gibt es Direktzugriff auf Picture-Control-Konfigurationen über eine neue spezielle Taste statt über das Menü. Mit Picture-Control kann das Erscheinungsbild von Fotos und Videos durch Parameter wie Schärfe, Farbsättigung und Farbton eingestellt werden.

Trotz ihres niedrigen Gewichts und ihrer kompakten Größe ist die D800 genauso robust wie beispielsweise die D4. Sie bietet erstklassigen Schutz vor Feuchtigkeit und Staub, damit Sie auch bei widrigen Bedingungen fotografieren können. Eine weitere Funktion ist die Möglichkeit, Zeitrafferfilme aufzunehmen womit die Funktion für Intervallaufnahmen erweitert worden ist. Die aufgenommenen Bilder können dabei als Filmdatei gespeichert werden und dann mit 24- bis 26.000facher Geschwindigkeit vorgeführt werden.

Eine neue Funktion passt die längste Belichtungszeit, auf die die Kamera bei aktivierter ISO-Automatik zurückgreift, automatisch an die gerade eingestellte Brennweite an.

Bearbeitung in der Kamera: Fotos und Filme können direkt in der Kamera bearbeitet werden. Die Bearbeitungsmenüs enthalten viele nützliche Optionen wie NEF-(RAW)-Verarbeitung, Bildgröße, Verzeichnungskorrektur, Fisheye-Effekt, Miniatureffekt, Rote-Augen-Korrektur, Filtereffekte und Überlagerung von Bildern. Außerdem können Filmaufnahmen auf die wesentlichen Passagen gekürzt werden, sodass der Speicherplatz effizienter genutzt wird.

Der Verschluss wurde auf mehr als 200.000 Auslösevorgänge getestet - das ist also die Hälfte der Lebenserwartung des Verschlusses der D4. Die Belichtungszeiten liegen zwischen 1/8000 Sekunde und 30 Sekunden. Die Kamera verfügt - wie die D4 - über eine intelligente Verschlussüberwachung mit Selbstdiagnose sowie über einen neu konstruierten Antriebsmechanismus, der den Stromverbrauch bei länger geöffnetem Spiegel - im Live View und bei Filmaufnahmen - drastisch senkt.

Die Elektronik der D800 ist besonders stromsparend. Dadurch lassen sich mit einer Akkuladung bis zu ca. 850 Fotos aufnehmen oder die Kamera ca. eine Stunde lang im Film-LiveView betreiben. Die verfügt über ein vor Feuchtigkeit und Staub geschütztes Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung, das etwa 10% leichter als das der D700 ist. Zur Speicherung der Aufnahmen gibt es zwei Steckplätze für Speicherkarten. Einen für eine CF-Karte und einen SD-Karten inkl. SDXC und UHS-1. Zur Datenübertragung gibt es einen USB-3.0-Anschluss.

Nikon D800E für maximal mögliche Details ohne Tiefpass-Filter

Die Nikon D800E ist eine Spezialversion der D800 und richtet sich an jene Fotografen, die das absolute Optimum an Detailzeichnung brauchen. Der einzige Unterschied zur D800 ist, dass die D800E keinen optischen Tiefpass-Filter - auch bezeichnet als Anti-Aliasing-Filter - vor dem Sensor hat. Der Tiefpass-Filter macht das Bild leicht unscharf und verhindert dadurch, dass Moiré-Effekte im Bild entstehen. Ein Moiré-Effekt kann entstehen, wenn zwei gleichförmige Muster ungünstig aufeinandertreffen. Der Bildsensor hat ein gleichförmiges Muster - ein Problem, das es freilich bei Film nicht gegeben hatte - und wenn man daher etwas mit gleichförmigem Muster fotografiert, dann kann Moiree entstehen. Das wird eben durch den Tiefpass-Filter verhindert. Durch Nachschärfen kann man die vom Tiefpass-Filter verursachte Unschärfe wieder beheben, aber freilich nicht vollständig. In aller Regel ist die geringfügige Unschärfe das erheblich kleinere Übel als die Gefahr einen Moiré-Effekt im Bild zu haben, der eine Aufnahme unbrauchbar machen kann.

Wer also diese höchste Auflösung wünscht, wird speziell darauf aufpassen, dass dies nicht passiert, was bei Studioaufnahmen freilich leichter möglich ist als bei Reportageaufnahmen, wobei man leicht jemand mit Kleidung mit gleichmäßigem Stoffmuster im Bild haben kann, das gerade aus einem ungünstigen Abstand aufgenommen wird und dann in allen Farben zu schillern beginnt. Falls dennoch ein - evtl. nur schwacher - Moiré-Effekt auftritt, so kann dieser mit dem Nikon RAW-Entwickler Capture NX2 mit der Funktion "Farbmoiré-Reduzierung" herausgerechnet werden. Bei der D800E ist ein Freischaltcode für Capture NX2 dabei. Capture NX2 kann von der Nikon-Website heruntergeladen werden.

Die Nikon D800 soll ab Ende März um knapp 2900 EUR erhältlich werden, die Nikon D800E ab Mitte April um knapp 3220 EUR.

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