[COVER] ITM praktiker

ITM Newsroom
Meldungen Nr. 1000-1009
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Mit "ITM-Newsroom" gibt es für "ITM praktiker"-Leser - nicht regelmäßig! - Kurzmeldungen über aktuell vorgestellte neue Produkte, Technologien und Veranstaltungen sowie Neuigkeiten zu "praktiker" und praktiker.at. - Es geht hier um alle jene Themen, die auch Gegenstand der Berichterstattung des "praktiker" sind: Audio, Video, Foto, TV/Heimkino, Telekommunikation, Navigation, Computer und - sowieso - Multimedia-Technologien.

[!>  Tiefergehende Behandlung der Themen sowie Testberichte, Grundlagenwissen und Hintergründe zu Technologien finden Sie bitte in den "praktiker"-Heften (kostenlos testen: Schnupperabo-Bestellung).



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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1009:

Nikon Coolpix P100: Bridgecam mit Full-HD, Stereo

[BILD] Nikon Coolpix P100 - (c) NikonDie Nikon Coolpix P100 ist die erste Kamera von Nikon mit Full-HD-Video-Aufzeichnung; zudem in Stereo über die oben integrierten Mikrofone. Auf der Rückseite ist ein vertikal schwenkbares Display.                     Bild: © Nikon

(04.02.2010) Unter den Frühlings-Neuheiten der Coolpix-Kompaktkameras von Nikon ist die Nikon Coolpix P100 die erste Kamera von Nikon mit Full-HD-Aufzeichnung. Bemerkenswert an dieser Bridge-Kompaktkamera sind zudem ein mit F2,8-5.0 relativ lichtstarkes 26-fach-Zoom mit Weitwinkel 26 mm äquiv. KB mit ED-Linse sowie integriertes Stereo-Mikrofon für die Videoaufnahmen. Für den versierten Fotografen gibt es komfortable Bedienung über viele Direkttasten. Für Videoaufzeichnung gibt es einen separaten Auslöser.

Weiters bemerkenswert an der P100 ist der 10,3-Mpx-CMOS-Bildsensor mit rückwärtiger Belichtung - "Backlit CMOS" - für verbesserte Empfindlichkeit und also geringeres Bildrauschen. Videoaufnahmen sind bis zu Full-HD-Größe 1080p, 30 fps mit Stereoton möglich. Durch den zweifach vertikal neigbaren 3-Inch-Monitor sind Aufnahmen auch aus extremen Positionen möglich. Zusätzlich gibt es einen LCD-Okularsucher.

Die Nikon Coolpix P100 soll ab Anfang März um knapp 400 EUR erhältlich werden.

Außerdem wurden von Nikon für den Frühling eine kompakte Touchscreen-Kamera und eine kompakte Einsteigerkamera mit 15-fach-Zoom vorgestellt.

Billig, edel und klein: Nikon Coolpix S4000

Besonders interessant in der Preiskategorie von weniger als 200 EUR - konkret knapp 180 EUR - gibt es die Nikon Coolpix S4000 mit 12-Mpx-Bildsensor, 4-fach-Zoom, HD-Video-Aufzeichnung und 3-Inch-Monitor mit Touchscreen-Bedienung.

Das ist eine angesichts der Ausstattung erstaunlich billige vollautomatische Pocket-Kompaktkamera mit aktueller Technik, gerade richtig zum Immer-dabei-haben oder auch als Empfehlung für die Feiertags-Knipser im Freundeskreis. Die Nikon Coolpix S4000 passt leicht in die Hosentasche, hat ein stylisches Alu-Finish und ist in den Farben Schwarz, Bronze, Rot und Pink ab Mitte März erhältlich.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1008:

Olympus µTOUGH-8010: Strapazfähige kann HD-Video

[BILD] Olympus µTOUGH-8010 - (c) OlympusDie Olympus µTOUGH-8010 ist neuester Spross und Flaggschiff der Serie strapazfähiger, wasserdichter Pocket-Kompaktkameras - eine Fotokamera-Kategorie, die von Olympus erfunden wurde: Nicht nur genial für raue Burschen, sondern auch perfekt als HighEnd-Familienkamera, die überall mit dabei sein kann und derbste Behandlung mitmacht.                           Bild: © Olympus

(03.02.2010) Von Olympus kommt im März mit der µTOUGH-8010 ein neues Spitzenmodell der extrem robusten, wasserdichten und stoßfesten Pocket-Kompaktkameras. Die Neue bietet 5-fach-Zoom ab 28 mm äquiv. KB (F3,9-5,9) mit mechanischem Bildstabilisator, 1,6 GB internen Bildspeicher, SD(HC)-Kartenslot, USB-Ladefunktion, Manometer (!), HD-Video 720p (MPEG4 mit Mono-AAC), 2,7-Inch-230-kpx-LCD-Monitor, HDMI-Ausgang etc. Die Olympus µTOUGH-8010 übersteht freien Fall aus bis zu 2m Höhe, ist wasserdicht bis 10m Tiefe, bruchsicher bis 100kg, frostsicher bis -10°C und kratzfest. Dass der Sensor gegenüber dem Vormodell µTOUGH-8000 von 12 Mpx auf 14 Mpx aufgerüstet wurde, muss bei dem eingesetzten 1/2,33-Inch-CCD und einstellbarer Empfindlichkeit bis ISO 1600 nicht unbedingt einen Fortschritt sein.

Eine Olympus-Spezialität ist der weiter verbesserte "Tap Control Modus". Das ist ein einzigartiges Interface, über das sich Kamerafunktionen durch Antippen bestimmter Stellen an der Kamera steuern lassen. Auf diese Weise können der Quick View- und der Aufnahme-Modus, eine vom Anwender festgelegte Funktion wie Blitz oder Schattenaufhellung oder das voreingestellte Aufnahmeprogramm "Schnee" per Berührung aktiviert werden. Durch Neigen der Kamera kann im Wiedergabe-Modus weitergeblättert werden.

Eine Gesichtserkennung für bis zu 16 Gesichter und Autofocus-Tracking zur Verfolgung eines sich bewegenden, ausgewählten Bildelements sollen mühelos korrekte Aufnahmen zusätzlich erleichtern. Ein intelligenter Automatik-Modus erkennt die fünf wichtigsten Motivsituationen und schaltet automatisch in den entsprechenden Motiv-Modus um.

Interessant für Taucher sind der integrierte Manometer sowie die LED-Leuchte.

Es gibt auch weniger ernsthafte, unterhaltsame Funktionen, wie beispielsweise den "Beauty Modus", wobei Wimmerln und Falten entfernt werden sollen. Puristen sind ja nicht genötigt, das einzuschalten.

Für die Praxis sehr wertvoll ist der interne Speicher mit einer für Fotos und Videos freien Kapazität von 1,6 GB, der urgewaltige Reserven für Aufnahmen bietet. Zusätzlich gibt es einen Speicherkarten-Slot für SD(HC)-Karten, was freilich großartig ist. Die bislang von Olympus eingesetzte xD-Picture-Card kann nicht verwendet werden, wäre aber für HD-Video sowieso zu langsam. Für HD-Video sollten auch - wie bei allen Kameras - nicht normale SD-Karten, sondern nur neuere SDHC-Karten eingesetzt werden.

Die eloxierte Aluminium-Beschichtung und doppelte Versiegelung bringen gewaltige Robustheit. Die HC-III-Dreifachbeschichtung der Displays soll auch bei direkter Sonneneinstrahlung gute Sicht bieten sowie vor Reflexionen, Kratzern und Feuchtigkeit schützen. Darüber hinaus garantiert die verstärkte Metallfassung des innenliegenden Objektivs, dass es beim Fotografieren in rauen Umgebungen nicht beschädigt werden kann. Ein doppelter Verschlussmechanismus der Abdeckung von Akku, Kartenslot und Anschlüssen sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Die µTOUGH-8010 ist das neue Spitzenmodell der strapazfähigen Pocketkameras, eine Kategorie die von Olympus bereits im Jahr 2006 geschaffen wurde. Seit 2009 trägt die Serie den Namen "Tough" - siehe Meldung vom 11.12.2008: Olympus: Strapazfähige Kompakte heißen nun µ Tough.

Die µTOUGH-8010 wiegt aufnahmebereit ca. 215 g und misst 98 x 64 x 24 mm.

Olympus µTOUGH-6020: Abgespeckte µTOUGH-8010

Als abgespeckte µTOUGH-8010 kommt auch die µTOUGH-6020. Sie bietet gegenüber der stärkeren "nur" Tauchtiefe bis 5m, freien Fall aus bis zu 1,5m und sie hat keinen Manometer. Für die meisten Ansprüche ist das also eine attraktive, billigere Alternative, wenngleich der Manometer - auch wenn er nicht wirklich gebraucht werden sollte -, schon eine attraktive Besonderheit sein dürfte.

Ein Unterschied der beiden Modelle liegt auch in den verfügbaren Farbvarianten: µTOUGH-8010: Platinum Silver, Midnight Black; µTOUGH-6020: Midnight Black, Candy Pink, Steel Blue, Cosmic Green.

Beide Kameras sollen im März erhältlich werden um knapp 380 EUR (µTOUGH-8010) resp. knapp 300 EUR (µTOUGH-6020).

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1007:

Epson EB-460i, EB-450Wi: Multimediale Schultafel

[BILD] Epson EB-460i, EB-450Wi - (c) EpsonProjektoren für interaktive Projektion, auch für den Schulungseinsatz: Epson EB-460i und EB-450i projizieren das Bild von oben auf die Projektionsfläche mit einer Diagonale von bis zu 70 Inch. Mit einem Stift kann wie mit einer Kreide auf einer Schultafel resp. wie mit einer Maus gearbeitet werden.                     Bild: © Epson

(03.02.2010) Epson stellt mit der neuen EB-4x0-Serie fünf Projektoren mit sehr kurzem Projektionsabstand vor, wobei der Projektor oberhalb der weißen Projektionsfläche - das kann auch eine nackte weiße Wand sein - montiert ist. Schon ab 16 cm Wandabstand (Gehäuse-Wand) erzeugen diese Kurzdistanzprojektoren ein Bild mit 70-Inch-Diagonale. Die neue Epson Serie bedient damit die steigende Nachfrage nach moderner Projektionstechnologie für multimediale Präsentationen. Zudem verwandeln die Epson EB-460i und EB-450Wi dank eines speziellen Stifts jede Wand in eine interaktive Projektionsfläche. Ein in den Projektor eingebauter Sensor erkennt die Position des Stiftes, der daraufhin die Funktion einer Computermaus übernimmt.

Die 3-LCD-Projektoren EB-440W, EB-450W und EB-450Wi bieten WXGA-Auflösung 1280 x 800px, der EB-460 und EB-460i XGA-Auflösung. Alle Geräte bieten eine Farblichtleistung von bis zu 3000 Lumen und eine Lampenlebensdauer von bis zu 3500 Stunden. Wahlweise können die drei neuen Modelle EB-460, EB-450W, EB-440W auch mit bestehenden interaktiven Whiteboards verwendet werden.

Zur einfachen Handhabung unterstützen die neuen Projektoren USB Plug-and-Play und ermöglichen so, Präsentationen ganz ohne PC oder Laptop abzuhalten. Zusätzliche Installationen sind nicht erforderlich. Die Produktreihe umfasst auch Modelle mit Ethernet und optional sogar drahtlosem Anschluss. Dadurch ist die Epson EB-4x0-Reihe auch leicht in bestehende Netzwerke einzubinden. Für die Verwendung in größeren Räumen gibt es zur besseren Hörbarkeit des Vortragenden auch einen Mikrofon-Eingang sowie integrierten 10-Watt-Verstärker und Lautsprecher.

Die Geräte der neuen Epson EB-Serie sollen noch im Februar zu Preisen ab ca. 1660 EUR erhältlich werden.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1006:

Google Docs, Sites bald ohne Unterstützung für IE6

(02.02.2010) Wie Google kürzlich über ihren Verlautbarungs-Blog mitgeteilt hat, wird nun nach YouTube auch die Unterstützung für Google Docs und Google Sites für den schon sehr veralteten Webbrowser Internet Explorer 6 per Anfang März eingestellt werden. Google Docs und Google Sites sollen dann mit IE6 nicht mehr sinnvoll einsetzbar sein. Google regt daher dazu an, einen Browser der aktuellen Generation zu installieren. Bei den Empfehlungen ist der norwegische Browser Opera weiterhin nicht dabei. Schrittweise soll für alle Google Apps die Unterstützung für alte Webbrowser eingestellt werden. Die nächsten sind eben Google Docs und Google Sites.

Google empfiehlt den Anwendern der Google Docs und Google Sites, die derzeit noch IE6 installiert haben aufzurüsten auf Microsoft Internet Explorer 7.0+, Mozilla Firefox 3.0+, Google Chrome 4.0+ oder Safari 3.0+. Betroffen sind also auch die älteren Versionen anderer Webbrowser, der IE6 ist halt der wichtigste davon. Opera ist zwar etwa gleich stark verbreitet wie Safari oder Chrome, wird aber von Google Apps nicht explizit unterstützt, was allerdings leider nicht neu ist.

Internet Explorer 6 sorgt schon seit einigen Jahren für besondere Beschäftigung von Webdesignern. IE6 versteht manche Befehle anders als alle anderen Webbrowser und kennt auch einige heute gängige Funktionen nicht. Für die Programmierer von Webseiten bedeutet das, dass an IE6 manche Befehle in einer separaten Version geschickt werden müssen um eine gleichartige Darstellung wie in anderen Webbrowsern zu erreichen. Der IE6 hatte jahrelang einen Nutzungsanteil von 90% - war also übermächtig dominierend genutzt -, und wird inzwischen trotz inzwischen erschienenen Nachfolgern IE7 und auch IE8 - je nach Herkunft der Statistik - immerhin noch für 13 bis 20 Prozent der Dokumentanfragen genutzt. Der stärkst genutzte Webbrowser ist Firefox, von dem in Europa bereits die Hälfte aller Dokumentanfragen kommen sollen.

Einige Wichtigmacher unter den Webdesignern wollen den IE6 so dringend nicht mehr unterstützen, dass sie mit Warnhinweisen für IE6-Nutzer einen regelrechten Update-Terror auf ihren Webseiten veranstalten wollen. Für diese "Internet-Blockwarte" gibt es auch eigene Websites wie beispielsweise www.ienomore.com und ie6update.com. - Weniger Aufwand für die Webseiten-Programmierer bedeutet auch geringere Kosten für deren Auftraggeber, die Inhaber der Websites. Umso strikter bei den Webbrowsern die Standards eingehalten werden umso leichter kann freilich die Webseiten-Programmierung mittels Software vorgenommen werden. Webseiten-Programmierer und Webdesigner sind separate Berufe.

"praktiker" hält es für unpassend, den Besuchern vorzuschreiben, welche Software sie verwenden sollen, vielmehr hat sich der Webseiten-Programmierer danach zu richten, was die Besucher verwenden wollen. Dies gilt jedenfalls für alles, was auch mit IE6 - resp. anderen älteren Browsern - lösbar ist. IE6 wird sicherlich noch fünf Jahre lang in nicht ignorierbarem Umfang genutzt und sollte daher sinnvollerweise nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Jeder Webseiten-Programmierer, der sich damit seit mehr als fünf Jahren beschäftigt, kennt alle Spezialitäten des IE6.

Google spricht daher auch nicht von der Suchmaschine, deren Interface sowieso keine Technologien erfordert, die nicht von jedem Webbrowser unterstützt werden. Die wissen wohl sehr gut, warum. Ein Auto-Konstrukteur wäre genauso fehl am Platz wenn er meinen würde, Autos nur für glatte Fahrbahnen und weite Kurven bauen zu können, weil er das besser findet.

Google Apps müssten bei Berücksichtigung alter Webbrowser - der IE6 ist inzwischen fast 9 Jahre alt - vermutlich auf eine Reihe von Funktionen verzichten, was dann schon sehr behindernd wäre zum Nachteil aller jener, die einen neueren Browser verwenden. Auch andere große Anbieter haben bereits ihre Unterstützung für IE6 eingestellt, Google ist freilich besonders bedeutend. Für Google YouTube wurde die spezielle Unterstützung des IE6 schon vor einiger Zeit eingestellt.

Google Apps sind Anwendungen, die im Webbrowser laufen. Es gibt schon eine breite Palette davon. Darunter beispielsweise E-Mail, Bildbearbeitung und auch Office-Programme. Der User erspart sich damit das Installieren und Pflegen von normal am eigenen Rechner installierter Software. Die Speicherung der Daten erfolgt dann zentral auf einem Server von Google weshalb auch von beliebigen Rechnern aus auf die eigenen Daten zugegriffen werden kann.

Auf privat genutzten Rechnern ist IE6 inzwischen schon die Ausnahme. IE6 ist in der Hauptsache auf betrieblich genutzten PCs in Verwendung. In Betrieben wiederum werden die Google Apps kaum eingesetzt. Betriebe haben auch oft das umgekehrte Problem: Sie verwenden mitunter Anwendungen, die nur mit IE6 funktionieren. Es ist also eigentlich nicht zu erwarten, dass durch die aktuelle Ankündigung von Google die Verbreitung von IE6 plötzlich einbrechen wird. In den meisten Betrieben ist Windows 2000 oder XP in Verwendung. Ein Update des Webbrowsers wird daher eher erst passieren, wenn das Betriebssystem geändert wird. Von Microsoft wird Windows XP noch bis 2014 unterstützt und damit auch IE6. Google Apps sind für Betriebe deswegen wenig attraktiv, weil dabei typischerweise die erarbeiteten Daten auf Servern von Google gespeichert werden, was in der Regel nicht angestrebt wird.

=>> googleenterprise.blogspot.com/2010/01/modern-browsers-for-modern-applications.html

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1005:

TU Graz: Neurocomputer-EU-Projekt "Brain-i-Nets"

[BILD] Ein typisches Neuron im Gehirn hat viele Tausende von Synapsen - (c) TU Graz/IGIEin typisches Neuron im Gehirn hat viele Tausende von Synapsen, d.h. Kontaktpunkte mit anderen Neuronen - hier gezeigt für ein Neuron als rote Punkte (links oben). Weniger als ein Promille der anderen Neuronen, zu denen es Kontakte hat, wird hier dargestellt.                                 Bild: © TU Graz/IGI

(01.02.2010) Intelligente Maschinen, die nicht nur mitdenken, sondern auch selbsttätig dazulernen, sind die Vision von Forschern des Instituts für Grundlagen der Informationsverarbeitung (IGI) der TU Graz. Sie koordinieren nun drei Jahre lang das Forschungsprojekt "Brain-i-Nets" Novel Brain Inspired Learning Paradigms for Large-Scale Neuronal Networks der EU, das heute mit einem dreitägigen Treffen der beteiligten Forscher in Graz startet. Die Wissenschafter wollen eine neue Generation von Neurocomputern entwerfen, die auf Rechenprinzipien und Lernmechanismen im Gehirn beruht und gleichzeitig neue Erkenntnisse über Lernmechanismen im Gehirn gewinnen.

Das menschliche Gehirn besteht bekanntlich aus einem Netzwerk von mehreren Milliarden Nervenzellen. Verbunden sind diese durch eigene Kontaktstellen, die Synapsen. Diese verändern sich ständig ("synaptische Plastizität"). Dieses hoch komplexe System stellt eine wichtige Basis für selbstständiges Denken und Lernen dar: "Im Gegensatz zu heutigen Computern führt das Gehirn kein fixes Programm aus, sondern passt Funktionen immer wieder an und programmiert diese neu. Viele dieser Effekte sind noch nicht erklärt", so IGI-Leiter O.Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Maass und Projekt-Koordinator Ass.Prof. DI Dr. Robert Legenstein.

In Kooperation mit Neurowissenschaftern und Physikern wollen sie nun mit Hilfe von neuen experimentellen Methoden die Mechanismen der synaptischen Plastizität im Organismus erforschen.

Aus ihrer Arbeit erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über Lernmechanismen im menschlichen Gehirn. Diese wollen sie nutzen, um neue Lernmethoden für künstliche Systeme zu entwickeln, die Informationen verarbeiten: Langfristiges Ziel der Wissenschafter ist es, lernfähige Rechner mitzuentwickeln, die das Potenzial haben, die heutige Informationsgesellschaft zu revolutionieren. Getragen wird das dreijährige Projekt von der EU-Förderschiene "Future Emerging Technologies" (FET), die besonders innovative und visionäre Ansätze in der Informationstechnologie stützt.

Internationale Gutachter wählten aus 176 eingereichten Anträgen nur neun aus, darunter eben auch "Brain-i-Nets".

Partner der mit insgesamt 2,6 Mio. Euro dotierten Forschungsinitiative sind das University College London, die Ecole Polytechnique Federale de Lausanne, das französische Centre National de la Recherche Scientifique, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und die Universität Zürich.

=>> www.brain-i-nets.eu

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1004:

Sony PRS-300: E-Book-Lesegerät mit langem Atem

[BILD] Sony PRS-300 Reader Pocket Edition - (c) SonyReader Pocket Edition: Sony PRS-300 ist in mehreren Farben erhältlich. Das reflektierende E-Ink-Vizplex-Display ist unter normalen Lichtbedingungen - und noch besser unter prallem Sonnenlicht, wie hier auf einer Pritsche direkt am Wasser - gut lesbar.                     Bild: © Sony

(01.02.2010) Mit dem Sony PRS-300 kommt Ende Februar eine neue Serie E-Book-Lesegeräte der "Sony Reader Pocket Edition" mit gut lesbarem E-Ink-Vizplex-Display, Speicherkapazität für bis zu 330 Bücher und besonders langer Akkulaufzeit. Das Alugehäuse des PRS-300 gibt es in den Farben Dunkelblau, Silber oder Pink. Genutzt werden können E-Books oder sonstige Dokumente in den aktuellen Standard-Text-Dateiformaten EPUB, Adobe PDF, MS-Word, RTF und Nur-Text. Diese werden via USB mit einer mitgelieferten "Reader Library Software" - für Mac und Windows - auf den Sony PRS-300 hochgeladen.

Das offene Standardformat EPUB wurde bekanntlich speziell für die Anwendung auf mobilen Lesegeräten entwickelt, weshalb bereits ein sehr breites - stetig wachsendes - Angebot an E-Books in diesem Dateiformat verfügbar ist. Durch DRM geschützte - gekaufte - E-Books im EPUB-Format können mit dem Sony PRS-300 mit der "Reader Library Software" direkt geöffnet und verwaltet werden. Zusätzliche Software für die DRM-Verwaltung wird nicht gebraucht.

Sony PRS-300 passt mit seinem 5-Inch-großen Display und 220 g Gewicht - und damit so groß wie ein größerer Pocket-PC - auch in nahezu jede Tasche. Das spezielle Display braucht nur beim Umblättern Strom, es drehen sich dann mikroskopisch kleine Elemente in die Position in der sie acht Graustufen anzeigen können. Die Darstellung von Bildern ist also etwa vergleichbar mit Schwarzweiß-Tageszeitungsqualität, also durchaus gut erkennbar. Das Display ist rein reflektierend und hat eine ähnliche Charakteristik wie Papier. Zum mühelosen Lesen wird etwas mehr Licht als zum Lesen eines konventionellen Buchs gebraucht, was in den meisten Situationen sowieso vorhanden ist. Im Gegensatz zu LCDs wird die Darstellung umso besser je heller das Umgebungslicht ist. Lesen am Strand oder sonstwo in praller Sonne ist damit sehr komfortabel.

Da praktisch nur beim Umblättern Strom verbraucht wird, wird der Stromverbrauch auch in "Anzahl Umblättern" angegeben. Wie lange man an einer Seite liest ist oder ob man vergisst das Gerät abzuschalten, weil man abgelenkt wird, ist also ziemlich egal. Laut Sony hält eine Akku-Ladung für 6800 Seitenumschläge. Da kann man also die ganze Bibel - Altes und Neues Testament - in einem Zug durchlesen, beispielsweise.

Im internen Speicher mit einer Kapazität von 512 MB können bis zu 330 Bücher im EPUB-Format gespeichert werden. Das ist also perfekt für Leseratten, die normalerweise im Urlaub eine eigene Reisetasche mit Büchern mitschleppen. Da geht sich sogar der Vorrat für eine Weltreise aus.

Sony PRS-300 Reader Pocket Edition soll ab Ende Februar im Buchhandel und Unterhaltungselektronik-Fachhandel um knapp 200 EUR erhältlich werden. Mitgeliefert werden ein gepolstertes Etui, ein USB-Kabel, die Reader Library Software sowie einige vorinstallierte Leseproben. Für das Kaufen resp. Herunterladen von Büchern sind ein Windows-PC oder Mac sowie freilich ein Internet-Zugang erforderlich. Als Zubehör gibt es beispielsweise Leder-Einband mit Licht um knapp 50 EUR, Ladegerät oder Kfz-Ladegerät für je knapp 30 EUR und andere Varianten an Einbänden.

Digital im Bild: Nächste Ausgabe auch in EPUB-Format

Auch das bereits im Jahr 2003 im praktiker verlag - und seither bislang im eReader-Format - erschienene Handbuch für Fotografie "Digital im Bild - Über Fotografie und den Umgang mit der Digitalkamera" wird übrigens im EPUB-Format in einer grundlegend überarbeiteten, aktualisierten Ausgabe erscheinen. Die auch über obigen Link erreichbare Leseprobe mit dem ersten Kapitel "Essentielles zur Fotografie" im EPUB-Format ist kostenlos und ohne Registrierung herunterladbar.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1003:

Emporia + Nokia einig: Zukunfts-Handy ist einfach

[BILD] Albert Fellner, Emporia Telecom - (c) Emporia TelecomAlbert Fellner, Gründer des Linzer Senioren-Handy-Spezialisten Emporia Telecom muntert die Konkurrenz in einem eigens dafür veranstalteten Expertentreffen auf, ebenfalls einfache Handys für Leute anzubieten, die nur telefonieren wollen.                                       Bild: © Emporia Telecom

(31.01.2010) Nokia hatte soeben die Maxime des Linzer Handy-Herstellers Emporia Telecom - und damit die seines Gründers Albert Fellner - bestätigt: Vereinfachen, vereinfachen und wieder vereinfachen. Emporia hat das schon vor ein paar Jahren entdeckt und bietet seither erfolgreich Senioren-Handys an. Aber nicht nur Rentner wünschen sich ein einfaches Nur-Telefon. Dies hatte sich bei dem von Emporia Telecom veranstalteten Expertentreff "Mobile communication in an ageing society" in Wien am vorigen Donnerstag ergeben. Fellner: "Natürlich macht es uns ein bisschen stolz, wenn uns als David ein Goliath wie Nokia folgt." Es bleibt dem österreichischen Pionier zu wünschen, dass sich daran in drei Jahren noch jemand erinnert.

"Das Handy der Zukunft ist einfach, denn immer mehr Menschen wollen mit ihrem Gerät in erster Linie telefonieren", so Fellner. Bestätigt wird er in seiner Ansicht von einer Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom. Zusatzfunktionen wie Radio, E-Mail, Kamera oder Wecker werden nur von einer Minderheit genutzt. Sogar das integrierte Adressbuch wird von weniger als der Hälfte der über 14-jährigen Handybesitzer verwendet. Auch Handyspiele stehen nicht sonderlich hoch in der Gunst.

Im buchstäblichen Sinn besonders große Berührungsängste haben ältere Menschen bei der Nutzung moderner Kommunikationsmittel. Laut Bitkom besitzt die Hälfte aller Menschen ab 65 überhaupt kein Handy. Viele ältere Menschen trauen sich an Handys gar nicht heran, weil sie ihnen zu kompliziert sind. "Darum liegen wir mit unserem Ansatz goldrichtig", so Fellner. Und: "Die Forschung bestätigt, dass in breiten Schichten der Bevölkerung eine große Sehnsucht nach einfacher Bedienung vorherrscht." Eine Sehnsucht, die nicht erst mit 50 oder 60, sondern spätestens mit 40 Jahren besteht. Dazu kommt, dass die Gruppe der Technikmüden immer größer wird.

Dass die Reduktion aufs Wesentliche keine einfache Sache ist, das weiß emporia Telecom nur zu gut. "Es ist umfassende Forschungsarbeit notwendig", sagt Fellner. Sein Unternehmen kooperiert unter anderem mit den Austrian Research Centers Seibersdorf, der Universität Linz und der Fachhochschule Oberösterreich. Denn einfach heißt nicht stupide. Einfach heißt, komplexe technische Vorgänge in wenige Handgriffe der Bedienung zu übersetzen. Fellner: "Auch Nokia wird im Laufe der Zeit draufkommen, dass es oft schwieriger ist, eine Zusatzfunktion wegzulassen als ein neues kniffliges Feature hinzuzufügen."

Ab Herbst dürften also einfache Handys von allen großen Herstellern zu erwarten sein.

Nachtrag am 2.02.2010: In einer neuerlichen Aussendung zur Veranstaltung "Mobile communication in an ageing society": "Wichtigstes Ergebnis - es gibt weder DIE Senioren noch DAS Seniorenhandy. Ältere Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse, daher wird auch die Spannbreite bei den Produkten eine größere sein. Erfolgreich werden jene Unternehmen sein, die so wenige Menschen wie möglich von der Nutzung ihrer Produkte ausschließen."

Die Wiener Motivforscherin Helene Karmasin bestätigt Emporia: "... genau diese Gruppen [ältere Menschen] leiden unter gelernter Hilflosigkeit. Man hat ihnen zu oft gesagt, dass sie technisch ungeschickt sind, dass sie sich kaum an etwas heranwagen. Bei entsprechender Schulung und entsprechend designten Geräten wäre dies für sie aber eine große Hilfe ..." Emporia hatte das praktisch weltweit allein erkannt und gelöst.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1002:

Soundman OKM II Klassik : Neumann-Kunstkopf KU81i

(31.01.2010) Freude bei Mikrofon-Spezialist und Soundman-Inhaber Rolf Ruff in Berlin: Der Berliner Sebastian Salb hat in seiner Bachelor-Arbeit das Originalkopf-Mikrofon Soundman OKM II Studio Klassik mit dem Kunstkopf-Mikrofon Neumann KU81i nach technischen und klanglichen Aspekten verglichen und - mit Überraschung - nicht wesentliche Unterschiede entdeckt. Und das bei einem gewaltigen Preisunterschied: Soundman OKM II Studio Klassik kostet etwa 200 EUR, der Neumann-Kunstkopf etwa 6000 EUR. Die Bachelorarbeit stammt vom März 2009 und wurde kürzlich in Auszügen zur Veröffentlichung freigegeben.

Sebastian Salb im "Schlussfazit" seiner Bachelor-Arbeit:

Diese Arbeit brachte für mich doch so manche überraschende Ergebnisse. Ich hätte nicht vermutet, dass sich auch die OKMs in machen Aufzeichnungen gegen den KU81i behaupten können. Auch mir persönlich haben die Ergebnisse, welche die Soundman OKMs in den Hörbeispielen 2 und 4 liefern, wie den meisten Probanden, besser gefallen als die des Neumann KU81i. Interessant ist auch, dass die subjektiven Entscheidungen wie im A-Cappella-Beispiel zu den OKMs tendieren, in der nächsten Frage (Welches ist die Aufnahme des KU81i) aber die Probanden sich richtig für den KU entscheiden. Es bleiben zwar die absolute Mehrheit bei ihrer subjektiven Meinung aber ein paar Probanden können immer den Unterschied zum teureren Gerät richtig erkennen.

Auch die von "praktiker" bereits behandelte unklare Wahrnehmung der Vorne-Hinten-Ortung als Besonderheit der Kunstkopf- resp. "Originalkopf"-Stereophonie wurde von Sebastian Salb untersucht:

Bei dem zuletzt untersuchten Problem der Vorne-Hinten-Vertauschung ist ein wichtiger Punkt festzustellen. Es scheinen Probanden, die das Problem der Vorne-Hinten-Verwechslung bei Kunstkopfaufnahmen kennen, häufiger die Richtungen zu vertauschen, als Personen, die dieses Problem nicht kennen. Es liegt auch nicht am Aufnahmesystem, dass diese Vertauschung auftritt. Vielmehr wäre hier ein visueller Reiz wichtig, um richtig zu orten. Bei einer reinen akustischen Wiedergabe der Signale ist dies jedoch relativ schwierig.

"praktiker" empfiehlt den Soundman OKM II Klassik als komfortabel einsetzbares, hochwertiges und dennoch erschwingliches Stereo-Mikrofonsystem (siehe Testbericht Stereo-Mikrofon-System für Podcast-Produktion: Soundman OKM II mit Adapter A3 [PDF]). Dies wird also auch von anderen kompetenten Seiten laufend bestätigt. Soundman OKM-Mikrofone - diese gibt es auch mit kleinerer Empfindlichkeit in den Ausführungen "Pop/AV" und "Rock" - werden in der Hauptsache von Profis - beispielsweise von Rundfunkanstalten - eingesetzt. "praktiker" empfiehlt übrigens auch die Rock-Version für Konzert-Mitschnitte (siehe Testbericht Stereo-Mikrofon-System für Konzert-Aufnahmen: Soundman OKM II Rock-S mit Adapter A3 [PDF]). Die Rock-Version ist für Schalldruck-Pegel über die Hörschmerzgrenze hinaus einsetzbar.

Abgesehen von der besonders hohen erzielbaren Qualität der besondere Vorteil ist, dass die Mikrofone einfach wie Ohrhörer in die Ohren gesteckt werden und man dann nur darauf achten muss, seinen Kopf in die richtige Richtung - und nicht unbedacht - zu drehen. Normalerweise ist die Positionierung von Mikrofonen für Stereo-Aufnahmen ziemlich schwierig, solcherart aber leicht jederzeit und überall schnell realisierbar. Für Recorder mit zu schwacher Tonaderspeisung gibt es den Adapter A3, der zusätzlich über einen Trittschallfilter und eine 20-dB-Absenkung verfügt.

Der nachfolgende Link führt zu einem Auszug aus der Bachelorarbeit von Sebastian Salb (SAE Institute in association with University of Middlesex) als MS-Word-Dokument.

=>> www.soundman.de/pdf/bachelor_word.doc

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1001:

Panasonic Lumix DMC-TZ10: Jetzt auch manuell, GPS

[BILD] Panasonic Lumix DMC-TZ10 - (c) PanasonicPanasonic Lumix DMC-TZ10 mit gewaltigem 12-fach-Zoom - gerade schon klein genug für die Hosentasche und daher perfekt für die Reise - bietet als Nachfolgerin der TZ7 integriertes GPS-Modul für Speichern der Aufnahmeposition und manuelle Einstellmöglichkeiten.                           Bild: © Panasonic

(29.01.2010) Mit der Lumix DMC-TZ10 bringt Panasonic im März ein wesentlich erweitertes Modell in ihrer Superzoom-Reisekamera-Serie als Ablöse der DMC-TZ7. Neben zahlreichen Detail-Verbesserungen können nun Blende und Verschlusszeit auch manuell gewählt werden und über ein integriertes GPS-Modul werden die Koordinaten in den Exif-Daten mitgespeichert. Wichtigere Orte oder gar Sehenswürdigkeiten werden sogar in Klartext angezeigt. "praktiker" konnte die DMC-TZ10 bereits vor zwei Wochen kurz vorab testen und berichtet hier kurz über die wesentlichen Neuerungen.

Die Panasonic Lumix DMC-TZ10 arbeitet mit einem 1/2,33-Inch-12-Mpx-Multiformat-CCD (14 Mpx brutto; 4:3, 3:2, 16:9), neuer Venus-Engine HD II für Video auch in AVCHD-Format (720p, 17Mbps max.), bietet integriertes Stereo-Mikrofon, 12-fach-Zoom Leica Elmar 3,3-4,9/25-300 mm äquiv. KB - also sehr weitwinkeliger Anfangsbrennweite bis starkem Tele -, verbesserten Bildstabilisator Power-OIS, 3-Inch-LCD-Monitor mit 460kpx und wahlweise automatischer Helligkeitsanpassung, HDMI-Ausgang für direkte HD-Wiedergabe über Fernseher, intelligente Automatik, wobei passende Motivmodi nach Analyse des Motivs automatisch angewandt werden, Gesichtserkennung, Bewegungserkennung für Wahl einer passend kurzen Verschlusszeit bei bewegten Objekten etc. Die LZ10 ist in mehreren Farben erhältlich; darunter auch die Modefarbe "Chocolate".

Durch das GPS-Modul werden die Positionsdaten in den Exif-Header entsprechend dem Standard eingetragen. Diese können daher mit jeder Anwendung genutzt werden, die darauf zugreift. So kann man sich beispielsweise über Google Maps die Position der Aufnahme zeigen lassen. In einer in der TZ10 integrierten Datenbank sind 550.000 (!) Orte und Sehenswürdigkeiten aus 208 Ländern gespeichert, die dann entsprechend den ermittelten Koordinaten in Klartext angezeigt werden. Es ist auch eine Betriebsart möglich, bei der die Kamera im ausgeschalteten Zustand alle 15 Minuten die Position neu ermittelt, diesen Modus allerdings abschaltet, sobald nur noch 20% Akku-Restkapazität erreicht sind. Während die Kamera eingeschaltet ist, wird die Position jede Minute neu ermittelt.

Erste Eindrücke: Panasonic Lumix DMC-TZ10

Besonders aufgefallen bei einem bereits erfolgten "praktiker"-Kurztest eines Vorserienmodells sind der deutlich verbesserte Videomodus gegenüber der TZ7 mit homogeneren Bewegungen, ein weiter verbesserter automatischer Weißabgleich in schwierigeren Lichtsituationen und wiederum verbesserte Vollautomatik. - Weiters bemerkenswert:

  • Die GPS-Funktion ist freilich begeisternd. Die Positionserkennung hat einwandfrei funktioniert. Die Zuordnung von Land, Stadt resp. Ort und auch Sehenswürdigkeiten hat auch korrekt funktioniert. Sehenswürdigkeiten sind allerdings systembedingt etwas kritisch: Gespeichert wird freilich die Position der Kamera. Wenn man also in Wien vom Burgtheater aus das Rathaus fotografiert, dann ist die Position der Kamera das Burgtheater, im Bild ist aber das Rathaus. Wenngleich es also faszinierend ist, dass auch Sehenswürdigkeiten angezeigt werden können, ist das manchmal dann falsch in Bezug auf das, was im Bild zu sehen ist.
  • Die Verbesserung des Bildstabilisators gegenüber der TZ7 zeigt sich - wie von Panasonic angekündigt - besonders bei längeren Verschlusszeiten und auch längeren Brennweiten.
  • Die Gesichtserkennung arbeitet sehr sauber auch bei Video; es gibt kaum Pumpen beim Focussieren und die Focus-Nachführung erfolgt sehr fließend.
  • Die neu hinzugekommene manuelle Einstellmöglichkeit von Verschlusszeit und Blende ist vor allem für Versierte eine sehr wichtige Erweiterung. Die Einstellung erfolgt dann über die Cursor-Tasten. Spezielle Gestaltungswünsche lassen sich freilich nur mit manueller Einstellung realisieren. Ebenfalls neu hinzugekommen ggü. der TZ7 sind die ebenfalls direkt über den Betriebsart-Wahlschalter wählbaren klassischen Belichtungsmodi Blenden-, Verschlusszeit- und Programmautomatik.
  • Einstellbar sind ggü. der TZ7 nun auch Intensität von Rauschunterdrückung, Schärfen, Kontrast und Farbsättigung.

Ebenfalls neu ist die Funktion "Intelligente Auflösungstechnologie". Damit werden flächige Bereiche geglättet und Konturen nachgezogen, wodurch ein gefälligeres Bild entstehen soll. Besonders deutlich soll sich dies bei Digitalem Zoomen und Einzelbildern aus Video-Sequenzen bemerkbar machen. Die Wirksamkeit dieser Technik konnte vorerst noch nicht bewertet werden, da es sich bei dem Testmuster um ein frühes Vorserien-Modell gehandelt hatte. Bei Vorserien-Modellen sind Qualitätsbewertungen bei denen es auf die Feinabstimmung ankommt nicht möglich.

Photofunstudio für DVD brennen, zu YouTube hochladen

Mitgeliefert mit der TZ10 wird die Software "Photofunstudio 5.1 HD-Edition". Diese bietet auch zahlreiche Funktionen, die bereits auf die GPS-Daten zugreifen. So können Fotos nach Aufnahmeort sortiert werden und Foto-Video-Shows unterlegt mit Musik aus der iTunes-Bibliothek erstellt werden. Neben zahlreichen anderen Funktionen ist auch das Umwandeln in MPEG-2 und Brennen auf DVD sowie das Konvertieren in ein passendes Format und Hochladen auf YouTube sehr einfach damit möglich.

Abgespeckte TZ10: Panasonic Lumix DMC-TZ8

Gleichzeitig mit der TZ10 erscheint als abgespeckte Variante auch die TZ8. Diese hat einen kleineren Monitor mit 2,7-Inch-Diagonale, hat kein GPS-Modul und arbeitet mit dem etwas schwächeren Bildprocessor Venus Engine VI, weshalb Videos nicht in AVCHD, sondern nur in MJPEG aufgezeichnet werden können. Freilich auch in nicht so feiner Qualität. "praktiker" empfiehlt die TZ10; so dramatisch ist der Preisunterschied nicht, dass es sich lohnen würde auf die Vorteile der neuen Technologien zu verzichten.

Die Panasonic DMC-TZ10 soll knapp 400 EUR kosten, die DMC-TZ8 knapp 330 EUR; beide Modelle sollen im März erhältlich werden.

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Sony Bravia LX9-Serie für 3D von TV, BD und Games

[BILD] Sony-Bravia-LX9-Serie-Fernseher und 3D-Shutter-Brille - (c) SonyNeues Monolith-Design dominiert die neue Generation Sony-Bravia-Fernseher. Hier im Bild ein Gerät der Sony-Bravia-LX9-Serie, mit der auch 3D-Darstellung unterstützt wird und LCD-Shutter-Brille. Der schienenartige Sockel aus gebürstetem Aluminium ist als Zubehör erhältlich.                     Bild: © Sony

(21.01.2010) Heute hat Sony in Wien ihre Frühlings- und Sommer-Neuheiten gezeigt. Das Highlight sind vier neue Bravia-Fernseher-Serien, davon die höherpreisigen im neuen Monolith-Design und darunter wiederum die LX9-Serie mit der zusätzlichen Fähigkeit zur 3D-Darstellung in Full-HD-Auflösung von Blu-ray-Disc, TV-Sendungen und Games. "praktiker" war dabei und berichtet kurz über die besonders interessante Sony Bravia LX9-Serie.

Die Fernseher der Bravia-LX9-Serie arbeiten mit 200Hz Bildfrequenz und können auch 3D-Videos darstellen. Für 3D gibt es bereits ein standardisiertes Datenformat. Die 3D-Darstellung erfolgt bei den Bravia-LX-Fernsehern so, dass nacheinander Bilder für linkes und rechtes Auge gezeigt werden und über eine vom Zuschauer getragene LCD-Shutter-Brille die Sicht auf das Bild für das linke / rechte Auge jeweils umgeschaltet wird. Die Darstellung erfolgt dabei mit einer Bildfrequenz von 200Hz, letztlich also 100 Bilder pro Auge pro Sekunde.

Die 3D-Darstellung ist vorerst über Blu-ray-Disc, Fernsehsender mit 3D-Ausstrahlung und Spielkonsolen möglich; soweit eben ein 3D-Signal bereitgestellt wird. Beim BD-Player muss es sich um ein für 3D taugliches Modell handeln. Heuer sollen bereits 100 BD-Videos in 3D-Format erscheinen, davon 10 von Sony. In den USA startet demnächst ein Sport-Fernsehsender mit 3D-Darstellung und in Europa soll es ab 2011 bereits vereinzelt auch Fernsehprogramme in 3D geben. Spielkonsolen müssen über ein passendes Ausgabeformat verfügen.

Hinsichtlich des Content-Angebots dürfte es am einfachsten sein, die Darstellung von Spielen auf 3D umzuarbeiten, da das jeweilige Authoring-Programm sowieso über eine Tiefen-Information verfügen muss um auch die konventionelle Darstellung wirklichkeitsgetreu hinzubekommen. Hier geht es also "nur" darum, den Content neu in 3D zu rendern. Innerhalb gewisser Grenzen für eine glaubwürdige Darstellung soll es auch möglich sein, konventionelle Filme auf 3D umzuarbeiten, was in etwa 50.000 Euro pro Minute kosten soll, sich aber wohl für Blockbuster auszahlen würde.

Für perfekte 3D-Darstellung ist eine 3D-Aufnahme - also über zwei Kameras parallel - erforderlich. Das Umarbeiten von 2D-Material in 3D entspricht in etwa dem, was man von sehr alten Musikaufnahmen kennt, die ursprünglich nur in Mono aufgenommen und auf Stereo umgearbeitet wurden. Perfekte Glaubwürdigkeit wird damit nicht erreicht, aber es ist jedenfalls besser als in Mono.

Die Brillen werden über ein IR-Signal vom Fernseher mit dem 3D-Bild synchronisiert. Die Brillen verfügen über einen Akku und werden daher ähnlich verwendet, wie man das von drahtlosen HiFi-Kopfhörern kennt. Die 3D-Brillen von Sony lassen sich über die meisten Brillen tragen, wenngleich das wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sein wird. Für Brillenträger wäre etwas Ähnliches wie die anklemmbaren Sonnenfilter sinnvoller, wofür allerdings die Technik wohl noch etwas kleiner werden müsste. Die derzeitigen Brillen sind etwa so schwer wie schwerere Sonnenbrillen.

Diese Lösung ist jedenfalls erheblich besser als die optischen Lösungen mit einem Gitter vor dem Display wobei erstens die Auflösung verringert ist und zweitens der Blickwinkel praktisch nur für eine Person optimal ist. Die Lösung mit der Brille - konkret bei einem Fernseher der Bravia-LX9-Serie - funktioniert auch bei Betrachtung von etwas oberhalb und etwas seitlich der Bildachse.

Bei der Bravia-LX9-Serie - erhältlich ab Juli in Bildschirmgrößen 40, 52 und 60 Inch zu Preisen von ca. 2100, 3100 resp. 3600 EUR - gibt es neben der 3D-Technik auch WiFi-Zugang zu Bravia Internet Video, Widgets und DLNA-fähigen Geräten, 200-Hz-Bildfrequenz, LED-Hinterleuchtung und es sind bei jeweils zwei 3D-Shutter-Brillen dabei.

Besonders bemerkenswert an der Bravia-LX9-Serie ist auch das "Monolith-Design". Das Panel ist tiefschwarz, der Rahmen ebenso. Zum Aufstellen gibt es dazu eine Aluminium-Schiene. Das Design ist - abgesehen vom leuchtenden Sony-Schriftzug - sehr ästhetisch minimalistisch und außerordentlich hochwertig.

Gute Chance für Durchsetzung von 3D-Video

Nachdem es bereits von Fujifilm eine 3D-Fotokamera gibt und nun auch zunehmend Fernseher mit dieser Funktion erscheinen dürften, dürften auch Camcorder mit 3D-Aufnahme in nicht zu großer Ferne liegen. Fotos, Filme und Videos in 3D gibt es schon seit etwa 100 Jahren und es wurde immer wieder versucht, 3D-Filme - vorerst in Kinos - schmackhaft zu machen. Bislang waren allerdings sowohl die Geräte dafür viel zu teuer als auch das nötige Angebot an Filmen - also die Software - praktisch nicht existent. Das dürfte sich nun ändern.

Genauso wie das Bildtelefon sich nach nun schon fast 80 Jahren seit seiner Erstvorstellung über das Internet quasi realisiert. Allerdings erst, seitdem Notebooks fast durchgängig mit Webcams ausgestattet sind. In den Anfangszeiten von Teletext gab es Fernseher mit Teletext und ohne. Das war nicht erfolgreich. Seitdem Fernseher standardmäßig mit Teletext-Funktion ausgestattet sind, ist das ein - nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten - extrem stark genutzter Dienst.

Für die Durchsetzung von 3D sollte das also in Zukunft nicht nur in speziellen Modellen verfügbar sein, sondern müsste ein Standard-Feature werden. Beispielsweise vorerst in den teuren, dann in der Mittelklasse und in fünf Jahren vielleicht schon in der Billigklasse.

Da nun auch schon 100 BD-Videos für heuer angekündigt sind, Fernsehstationen intensiver über 3D nachdenken und die Spielehersteller an 3D arbeiten gibt es jetzt eine große Chance für 3D - nach etwa 100 Jahren Bemühungen - eine im Wortsinn weitere Dimension in die gängige Bild- resp. Videodarstellung zu bringen.

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