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[BILD] 200712 NEC UF0002 USB-3,5-Zoll-Floppy-Laufwerk und 3,5-Zoll-Disketten - (c) Felix Wessely

Alte Floppy-Disks / Disketten auf neuem PC ohne Floppy-Laufwerk - Ezzes & Software-Empfehlungen für Praktiker

Floppy-Disks - bei Windows in der Hauptsache 3,5-Zoll-Disketten mit einer Kapazität von entweder 720 kB oder 1440 kB - sind freilich längst obsolet heute. Es gibt praktisch keine PCs mehr, die ein Floppy-Laufwerk von vornherein eingebaut haben. Erst recht keines für die noch älteren 5,25-Zoll- Disketten. Regulär wird man solche Disketten zwar nicht mehr verwenden, aber man braucht zumindest einmal noch ein passendes Laufwerk um die Daten davon herunterzubekommen. Installationsdisketten oder Spiele - die nur von einer Diskette weg funktionieren - können als virtuelle Laufwerke sogar ohne wirklich vorhandenes Laufwerk auch weiterhin verwendet werden.


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<=> Floppy-Disk-Laufwerk am PC unter Windows oder MS-DOS unter Windows

<=> Software für virtuelle Verwendung von Floppy-Disk und auch CD, DVD

<=> Floppy-Disks von Apple, C-64, Amiga, Atari etc. unter Windows verwenden


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Floppy-Disk-Laufwerk am PC unter Windows oder MS-DOS unter Windows

Der Unterschied zwischen "Disk" und "Disc" ist es übrigens, dass "Disk" ein Magnetspeicher ist und "Disc" ein optischer Speicher. Also Harddisk, Floppy-Disk, aber Compact-Disc oder DVD als Disc.

Als "Floppy-Disk" oder "Diskette" bezeichnet man eine Disk, bei der der Datenträger aus einer Folie besteht. Hier geht es nur um die zwei wichtigsten Typen, das sind die 3,5- und die noch älteren 5,25-Zoll-Disketten.

Ebenfalls wichtiger waren übrigens die für kürzere Zeit populären 100-MB-ZIP-Floppys. 100-MB-ZIP-Floppys - und auch noch größere - waren die ersten populäreren Wechseldatenträger, die von Haus aus zwischen MS-DOS / Windows und MacIntosh austauschbar waren. Danach kam dann die beschreibbare CD und DVD, die bis heute verwendbar sind mit PCs mit Disc-Laufwerk. Diese sind zwar durch USB-Datenträger abgelöst, werden aber noch weiterhin primär für Video und Audio aktuell bleiben.

Bekanntlich sind beim PC die Laufwerksbuchstaben A: und B: für Floppy-Disk-Laufwerke reserviert. Wenn man also ein Floppy-Disk-Laufwerk - entweder intern oder über USB - an einen Windows-PC anschließt, dann wird diesem automatisch in der Regel der Laufwerksbuchstabe A: zugewiesen. Von Laufwerk A: kann man einen PC auch starten.

Wenn unter Windows ein MS-DOS-Fenster oder ein MS-DOS-Emulator wie beispielsweise DOSBox verwendet wird, dann steht diesem dann auch - so wie alle anderen unter Windows erreichbaren Laufwerke - das Floppy-Laufwerk zur Verfügung.

Ein Floppy-Disk-Laufwerk wird zwar heute normalerweise nicht mehr verwendet werden, aber man hat evtl. alte Installationsdisketten für Programme oder auch selbst gespeicherte Dateien, die eben noch nicht auf einen aktuelleren Datenträger überspielt worden sind. Oder auch Spiele. Jedenfalls dann, wenn die Daten eben noch nicht woanders gespeichert sind, wird man zumindest noch einmal ein Laufwerk dafür brauchen, um auf die Daten der Floppy-Disk zugreifen zu können und sie auf einen anderen Datenträger zu überspielen.

Nicht zu früh freuen: Floppy-Disks möglicherweise nicht mehr lesbar

5,25-Zoll-Disketten müssen schon etwa 30 Jahre alt oder älter sein. Bei diesen ist es also mit höherer Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass die darauf seinerzeit gespeicherten Daten nicht mehr lesbar sind. Der Grund wird dann nämlich sein, dass die Magnetisierung auf der ganzen Diskette schon viel zu schwach ist.

3,5-Zoll-Disketten werden heute zumeist noch funktionieren.

Wenn es bei einem Datenträger einen fatalen Lesefehler gibt, sodass man überhaupt keinen Zugriff auf die Daten des Datenträgers hat, dann liegt der Fehler oft nur darin, dass die Daten an einer heiklen Position unlesbar geworden sind. In diesem Fall kann man mit Rettungsmaßnahmen durch einen Spezialisten - oder spezieller Software dafür - den Zugriff auf die Daten evtl. wieder herstellen.

Aber in diesem Fall - nach weit mehr als 20 Jahren - kann der Fehler auch darin liegen, dass die Magnetisierung einfach zu schwach geworden ist und das betrifft dann den ganzen Datenträger.

Wenn die Magnetisierung bei einer Diskette zu schwach ist, könnte man es eventuell mit einem anderen Laufwerk versuchen, dessen Leseköpfe - mit viel Glück - empfindlicher sein könnten und daher die Daten vielleicht noch lesen können. Der Grund, dass eine Diskette nicht mehr lesbar ist, kann freilich auch darin liegen, dass ein Laufwerk nicht anständig arbeitet.

Wenn keine der Disketten lesbar sein sollte, dann kann es sein, dass das Diskettenlaufwerk dejustiert ist. Versuchen Sie es in diesem Fall mit einem anderen Diskettenlaufwerk.

Wenn alle Disketten, die seinerzeit mit dem selben Laufwerk beschrieben worden sind nicht mehr lesbar sein sollten, dann kann der Fehler darin liegen, dass das seinerzeit verwendete Laufwerk entweder dejustiert war oder die Magnetisierung von vornherein schon schwach war. Wenn Sie es schon mit einem anderen Laufwerk versucht haben, und das damit nicht funktioniert hatte, dann kann nur noch eine absichtliche Dejustierung des Laufwerks möglicherweise die Diskette lesbar machen. Eben nur möglicherweise, denn es kann ja auch die Magnetisierung schon derart schwach geworden sein, sodass das auch mit einem empfindlichen Laufwerk nicht mehr lesbar ist.

Wenn es wichtig ist, dass die Daten gelesen werden sollen, dann müsste man das Laufwerk also genauso dejustieren wie das seinerzeit verwendete Laufwerk, damit die Daten wieder gut lesbar sein können. Das erfordert freilich Eingriffe in das Laufwerk. Sie bräuchten dazu technische Unterlagen darüber, wie das verwendete Laufwerksmodell nachjustiert werden kann. Dann ist es eine langwierige Spielerei das passend zu dejustieren. Wenn Sie das Laufwerk danach wieder normal verwenden wollen, dann brauchen Sie dafür eine Justage-Diskette. Mit einem Oszilloskop prüft man dann den Pegel. Wo das Oszilloskop am Laufwerk dazu angeschlossen wird und die Vorgangsweise müsste den Service-Unterlagen zum Laufwerk zu entnehmen sein. Das ist dann also schon eine Aufgabe für einen wirklichen Spezialisten und sehr aufwendig.

Floppy-Disks sicherheitshalber nur mit Schreibschutz verwenden

Wenn Sie alte Floppy-Disks auslesen wollen und diese - was wohl in der Regel der Fall sein wird - nicht beschreiben wollen, dann ist es sicherer, wenn Sie den Schreibschutz nutzen.

Bei 5,25-Zoll-Disketten ist der Schreibschutz mit einem Aufkleber gelöst, mit dem die rechts seitlich an der Diskettenhülle vorhandene rechteckige Einkerbung abgedeckt wird. Wenn die Einkerbung abgedeckt ist, ist der Schreibschutz wirksam. Wenn die Diskette beidseitig verwendbar ist, gibt es auf der linken Seite ebenfalls eine Einkerbung. Der Schreibschutz kann dann separat für Vorderseite und Rückseite gesetzt werden. Seinerzeit waren bei diesen Disketten metallische Aufkleber zum Abdecken der Einkerbungen dabei. Es kann ein beliebiges Klebeband verwendet werden. Dieses sollte allerdings möglichst lichtdicht sein. Die Erkennung im Laufwerk erfolgt nämlich über eine Lichtschranke.

3,5-Zoll-Disketten haben rechts oben ein Loch, das mit einem Schuber normalerweise geschlossen ist und für einen Schreibschutz geöffnet werden kann. Ein eventuell vorhandenes zweites Loch links oben - das immer offen ist - bedeutet, dass es sich um eine HD-Diskette (High Density) handelt. HD-Disketten können für eine Kapazität bis 1440 kB verwendet werden. Ansonsten handelt es sich um eine DD-Diskette (Double Density), die nur für eine Kapazität bis 720 kB verwendet werden kann. - Diese Kapazitätsangaben beziehen sich auf unter MS-DOS resp. Windows verwendete Disketten. Diese sind unterschiedlich je nach System. Die Gemeinsamkeit allerdings ist, dass HD-Disketten die jeweils doppelte Kapazität von DD-Disketten haben.

Mit Schreibschutz kann es freilich nicht passieren, dass die Diskette irrtümlich beschrieben oder gar formatiert wird.

Bei Installations-Disketten - also jenen, die vom Software-Hersteller so geliefert worden sind -, ist der Schreibschutz normalerweise gesetzt. Diese haben bei 3,5-Zoll-Disketten mitunter keinen Schuber, mit dem man den Schreibschutz abschalten - also das Loch verschließen - könnte. Bei 5,25-Zoll-Disketten ist der Schreibschutz abgeklebt oder die rechteckige Einkerbung ist von vornherein nicht vorhanden.

Diskettenlaufwerk vorher ausgiebig prüfen um nichts zu zerstören

Es geht freilich darum, die alten Datenschätze möglichst fehlerfrei herunterzubekommen. Dabei darf die Diskette nicht beschädigt werden und die Leseleistung sollte so gut wie möglich sein. Ein defektes Laufwerk könnte reihenweise Disketten ruinieren. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zwar geringfügig, aber es ist eben möglich.

Bei einem schon alten Laufwerk könnte es sein, dass das nicht mehr korrekt arbeitet. Bei einem neu gekauften Laufwerk kann es sein, dass es einen Produktionsfehler hat.

Am besten ist es, wenn Sie zumindest eine Diskette zum Ausprobieren haben. Also eine leere Diskette oder eine auf der etwas ist, was Ihnen sicher nicht wichtig ist.

Spielen Sie auf die Diskette vorerst einmal eine oder mehrere Dateien. Prüfen Sie danach, ob diese neu gespeicherten Daten lesbar sind.

Danach formatieren Sie die Diskette - nicht "Schnellformatierung" - beschreiben Sie diese mit Daten und prüfen Sie, ob diese Daten in Ordnung sind. Dies vielleicht bis zu zehnmal wiederholen.

Durch diese Prozedur ist auch eventuell vorhandener Beschlag auf dem Lese-/Schreibkopf entfernt. Bei Disketten liegt der Lese-/Schreibkopf direkt auf der Magnetfolie auf; so wie bei einem Magnettonbandgerät der Tonkopf. Sofern dieser also nicht regelrecht verschmutzt sein sollte, ist er dann sauber.

Nur dann, falls bei einem älteren Laufwerk eine Diskette nicht lesbar sein sollte, ist es sinnvoll, den Lese-/Schreibkopf zu reinigen.

Sofern erforderlich könnten Sie den Lese-/Schreibkopf mit Wattestäbchen mit etwas Alkohol oder Isopropanol reinigen. Noch besser und sicherer funktioniert das mit speziellen Reinigungsdisketten. Diese sind allerdings heute kaum noch zu bekommen. Bei diesen ist statt der Magnetfolie ein weiches Vlies, das mit Alkohol oder Isopropanol benetzt wird.

Da das Reinigen doch eine heiklere Angelegenheit ist, ist es vielleicht besser, einmal die Disketten einzulesen und nicht lesbare Disketten vorerst auf die Seite zu legen. Wenn alle gut lesbaren Disketten eingelesen sind, dann könnte man versuchen, den Lese-/Schreibkopf zu reinigen. Wenn die Magnetisierung auf einer Diskette bereits schwach ist, könnte ein sauberer Kopf die Diskette lesbar machen. Bei einem neuen Laufwerk ist keine Reinigung nötig.

Normalerweise ist es nicht nötig, den Schreib-/Lesekopf zu reinigen. Wenn es sich allerdings um eine schon stark geschwächte Magnetisierung auf der Diskette handelt und diese nicht mehr lesbar ist, dann kann die geringfügige Verbesserung durch die Reinigung bewirken, dass die Diskette lesbar wird.

Wenn man eine Diskette ins Floppy-Laufwerk einlegt tut sich nichts

Wenn man schon sehr lange keine Disketten mehr verwendet hat, wird man sich daran vielleicht nicht mehr erinnern. Bei heutigen Wechsel-Datenträgern - Speicherkarte, USB-Stick oder auch über USB angeschlossene Harddisk - wird der Datenträger - sobald dieser angeschlossen worden ist - eingelesen und im Explorer die Kapazität angezeigt. Bei Disketten ist das anders.

Bei Diskettenlaufwerken unter Windows oder MS-DOS passiert garnichts, wenn man eine Diskette in das Laufwerk eingelegt oder herausgenommen hat. Sobald man ein Laufwerk angeschlossen hat - oder es beim PC eingebaut ist -, wird unter Windows im Explorer das Laufwerk mit dem Laufwerkbuchstaben angezeigt. Die Diskette wird also nicht eingelesen und es wird auch nicht die Gesamtkapazität und die Restkapazität im Explorer angezeigt.

Beim Floppy-Laufwerk tut sich erst dann etwas, wenn auf das Laufwerk zugegriffen wird. Dann schaut das Betriebssystem zuerst nach - und zwar jedesmal, wenn auf das Laufwerk zugegriffen wird -, ob eine Diskette eingelegt ist und dann geht es erst weiter. Sofern nicht gerade auf das Laufwerk zugegriffen wird, weiß das Betriebssystem nicht, ob eine Diskette im Laufwerk drinnen ist. Es bekommt ja keine Information, wenn eine eingelegt oder herausgenommen wird.

Das Betriebssystem weiß nur, dass das Laufwerk vorhanden ist.

3,5-Zoll-Floppys / Disketten - heute gibt es noch USB-Laufwerke

Schon seit Windows-XP sind PCs nur noch selten - und seit Windows 7 praktisch nicht mehr - mit integrierten 3,5-Zoll-Floppy-Disk-Laufwerken ausgestattet. Es gibt aber - recht preisgünstig - externe 3,5-Zoll-Floppy-Laufwerke mit USB-Anschluss. In der Regel brauchen diese keine separate Stromversorgung. Die Stromaufnahme liegt typischerweise bei 500 mA.

Wenn man ein Floppy-Laufwerk über USB an einen PC unter Windows anschließt, dann wird der bei Windows vorinstallierte Gerätetreiber dafür aktiviert und das Laufwerk funktioniert ohne weitere User-Eingriffe problemlos. Das funktioniert also genauso einfach wie die Verwendung eines über USB angeschlossenen Specherkarten-Adapters.

Es gibt tatsächlich ein ziemlich gewaltiges Angebot an USB-Floppy-Laufwerken für die 3,5-Zoll-Disketten. Das wohl deswegen, weil sehr viele von frühen PC-Anwendern noch alte Disketten irgendwo finden oder es verabsäumt hatten, diese mit dem letzten PC, der ein Floppy-Laufwerk integriert hatte auf einen anderen Datenträger zu überspielen. Dann kauft man sich so ein Laufwerk.

Es gibt freilich auch Laufwerke für den Einbau in ein Tower-Gehäuse. Aber das ist eher teurer als ein extern zu verwendendes USB-Diskettenlaufwerk. Das ist nur dann sinnvoll, wenn man das dann öfter verwenden will. Der PC muss dafür freilich die 34-polige Standard-Schnittstelle für Diskettenlaufwerke haben. Sofern im PC nicht bereits vorhanden, wird man dann noch das Flachbandkabel für die Schnittstelle sowie das Anschlusskabel für die Stromversorgung brauchen.

Bei neueren Tower-PCs kann es sein, dass entweder überhaupt kein Diskettenlaufwerk angeschlossen werden kann oder nur ein Diskettenlaufwerk angeschlossen werden kann - also nur Laufwerk A:. Der ursprüngliche Standard bei Anschlüssen für Diskettenlaufwerke war, dass man zwei Diskettenlaufwerke anschließen kann (A: und B:). Wenn nur ein Diskettenlaufwerk anschließbar ist, dann funktioniert ein zweites Diskettenlaufwerk, das über USB angeschlossen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht, weil das vom BIOS her garnicht angesprochen werden könnte.

Bei Notebooks oder evtl. auch aktuelleren Tower-PCs gibt es - abweichend vom Anschluss beim Tower-PC - einen 26-poligen Anschluss sowohl für Daten als auch für die Stromversorgung. Sofern es bei einem Notebook-PC überhaupt eine interne Anschlussmöglichkeit für ein Diskettenlaufwerk gibt.

3,5-Zoll-Disketten gibt es heute noch zu kaufen.

5,25-Zoll-Floppys / Disketten - Laufwerke gibt es schon lange nicht mehr

Noch zu DOS-Zeiten waren vor den 3,5-Zoll-Disketten die 5,25-Zoll-Disketten in Verwendung. Für 5,25-Zoll-Disketten gibt es schon seit Mitte der 1990er-Jahre keine neuen Laufwerke mehr. Gebraucht findet man eines nur mit viel Glück und dann zu einem horrenden Sammlerpreis. Es sind am PC freilich nur Standard-Laufwerke für PC verwendbar. Also beispielsweise nicht jene für Commodore-Heimcomputer.

Wenn man noch 5,25-Zoll-Floppy-Disks hat, dann ist es vielleicht am besten sich umzuhören, ob jemand vielleicht alte PCs sammelt und so einen alten PC noch hat. Eventuell finden Sie ein Computer-Museum. Ideal ist es freilich, wenn dieser PC dann zusätzlich ein 3,5-Zoll-Floppy-Laufwerk hat, sodass man die Daten auf dieses überspielen kann.

Wesentlich bei 5,25-Zoll-Disketten ist es, dass diese auch beidseitig bespielt sein können. Dafür muss man die Diskette umgedreht ins Laufwerk einlegen. Eine beidseitig bespielbare Diskette erkennt man daran, dass es auf der Diskettenhülle auf beiden Seiten eine rechteckige Einkerbung gibt.

Floppy-Laufwerke auch unter Windows 10 - war anders geplant

Für Windows 10 war es vorerst nicht vorgesehen gewesen, dass weiterhin Floppy-Disk-Laufwerke unterstützt werden. Letztlich wurden diese dann doch weiterhin unterstützt. Wenn Sie Windows 10 verwenden und ein Floppy-Disk-Laufwerk nicht funktionieren sollte, dann kann es sein, dass es sich um eine sehr frühe Windows-10-Version handelt. Bei sehr frühen Versionen von Windows 10 ist es möglich, dass die Treiber für Floppy-Disk-Laufwerke noch nicht dabei sind. Wenn Sie also noch keine Updates gemacht haben sollten - vielleicht, weil Sie diese Funktion abgeschaltet hatten -, dann sollte ein Update das Problem lösen.

Falls das Problem nicht darin liegt und Sie ein Floppy-Laufwerk mit USB-Anschluss verwenden, dann schauen Sie vielleicht auf der Website des Herstellers des Laufwerks nach, ob er dazu einen speziellen Treiber anbietet.

Unter Windows 11 wird nach aktuellem Kenntnisstand kein 32-bit-Modus zu erwarten sein. Es könnte daher auch möglich sein, dass Floppy-Laufwerke unter Windows 11 nicht verwendet werden können.

Software-Installation oder Spiele funktionieren oft nur über (quasi) originale Diskette

Manche alte Anwendungen brauchen Zugriff auf eine Floppy-Disk und damit ein Laufwerk dafür, weil beispielsweise ein Sicherheitsschlüssel oder die Installation eines Programms nur mit Floppy-Disks möglich ist.

Beispielsweise zum Installieren von Software ist es in den meisten Fällen möglich, statt Floppy-Disks auch einen anderen Datenträger zu verwenden. Beispielsweise einen USB-Stick. Probieren Sie es einfach aus, ob das funktioniert.

Vor allem dann, wenn es sich um DOS-Anwendungen handelt, dann wird evtl. auch der Label-Name des Datenträgers geprüft. Man muss dann also beispielsweise dem Laufwerk am USB-Stick den Label-Namen geben, der auch auf der betreffenden Floppy-Disk verwendet wird. Sofern bei Verwendung des USB-Sticks also gemeldet wird, dass der richtige Datenträger nicht erkannt wird, kann es daran liegen, dass dieser den Label des Datenträgers abfragt. Die sauberere Lösung für solche Fälle ist es allerdings, von der Diskette ein Image zu erstellen und dann dieses Image als virtuelle Diskette in ein virtuelles Laufwerk zu laden.

Diskettenlaufwerk-Emulator ist Juke-Box für 3,5-Zoll-Disketten

Es gibt aber neben dem konventionellen PC auch viele Maschinen, die mit einem Diskettenlaufwerk arbeiten. Sowohl in der Industrie als auch im Privatbereich. Beispielsweise CNC-Maschinen, Strickmaschinen oder elektronische Musikinstrumente. Für solche Geräte gibt es ein ebenfalls recht großes Angebot an Diskettenlaufwerk-Emulatoren. Diese haben die Dimension und Anschlüsse - 34-polige Datenverbindung und 4-polige Stromversorgung - wie ein PC-Diskettenlaufwerk für ein Tower-Gehäuse. Diese Typen werden eben auch in manchen Maschinen verwendet. Gegenüber dem Gerät oder PC arbeiten diese wie ein Standard-3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk.

Das funktioniert im Prinzip so, dass der Inhalt von beispielsweise bis zu 1000 Disketten auf einem USB-Stick gespeichert ist. Am Diskettenlaufwerk-Emulator gibt es für diesen USB-Stick eine USB-Buchse. Über Tasten am Diskettenlaufwerk-Emulator und einer Ziffernanzeige wählt man die Disketten-Nummer aus. Man muss dann halt nur wissen, welche Diskette unter welcher Nummer gespeichert ist. Die Daten dieser "Diskette" werden dann in den internen Speicher des Diskettenlaufwerk-Emulators kopiert. Dann ist quasi die Diskette eingelegt und man kann damit arbeiten wie über eine normale Diskette. - Abgesehen davon, dass man sich die Hantiererei mit den Disketten erspart, funktioniert das schneller.

Es gibt übrigens Diskettenlaufwerk-Emulatoren in Ausführungen für 720-kB- oder für 1440-kB-Laufwerke; eventuell gibt es auch Modelle, bei denen die Kapazität des Laufwerks umschaltbar ist. Je nach Modell ist es evtl. nicht möglich, Daten auf den "Disketten" zu verändern; also Daten auf "Diskette" zu speichern. Je nach Modell können evtl. auch einzelne "Disketten" vom Typ 720-kB- oder 1440-kB-Diskette sein. In der Regel können nur "Disketten" mit der Kapazität des Laufwerks verwendet werden. Diskettenlaufwerk-Emulatoren für andere Disketten-Kapazitäten als 720 kb oder 1440 kB dürfte es nicht geben.

Diskettenlaufwerk-Emulator für alte MS-DOS-Spiele auf historischem PC

Ein Diskettenlaufwerk-Emulator könnte evtl. auch dann interessant sein, wenn man mit einem historischen PC alte MS-DOS-Spiele spielen will. Das ist dann erheblich komfortabler, als Disc-Images in den PC zu laden. Manche Spiele funktionieren nur, wenn sie ein Diskettenlaufwerk erkennen.

| Alte Floppy-Disks / Disketten auf neuem PC - Ezzes & Software-Empfehlungen |

Software für virtuelle Verwendung von Floppy-Disk und auch CD, DVD

Vor allem dann, wenn der PC kein Floppy-Disk-Laufwerk hat, dann ist die Möglichkeit interessant, über Disk-Images virtuelle Disketten zu erstellen und diese dann über Software in ein virtuelles Disketten-Laufwerk "einzulegen". Dazu erstellt man ein Disk-Image von einer wirklichen Diskette über ein wirklich vorhandenes Diskettenlaufwerk. Diese Datei ist dann das Disk-Image, das dann als virtuelle Diskette verwendet werden kann.

Zur Archivierung des Inhalts von Disks oder Discs genügt es zumeist, die auf diesen enthaltenen Ordner und Dateien in einem Ordner auf einem anderen Datenträger - beispielsweise Harddisk - zu archivieren. In manchen Fällen - insbesonders bei Spielen oder Installation von Software - funktioniert das aber nur von dem Datenträger, mit dem das ausgeliefert worden ist.

In der Regel kann man diesen Datenträger dann über ein Image simulieren. Das funktioniert nur in sehr wenigen Ausnahmefällen nicht. Beispielsweise in der Zeit der Floppy-Disks hatte es einige findige Softwarefirmen gegeben, die in die Folie der Floppy-Disk ein Loch gemacht haben, wodurch das Duplizieren einer solchen Diskette wegen des Lochs nicht möglich gewesen ist. Es funktioniert aber immer dann, wenn es auch funktioniert, eine normale Kopie von einer Diskette zu machen.

Ein Image ist auch dann sinnvoll, wenn man komplette Datenträger von diesem Image weg erstellen will. Wenn man einen Datenträger auf einen anderen Datenträger duplizieren will, dann braucht man ja normalerweise zwei gleiche Laufwerke - eines für das Original und eines für die Kopie. Wenn man das von einem Image aus macht, braucht man freilich nur ein Laufwerk.

Das Erstellen eines Disk-Images spart nicht nur viel Platz, sondern bleibt dann auch beliebig lange lesbar. Sofern man freilich darauf achtet, dass die Image-Datei auf dem Datenträger auf dem sie gespeichert ist, lesbar bleibt.

Man kann dann auch bei Bedarf jederzeit eine echte Diskette oder Disc aus dem Image erstellen.

Virtuelle Laufwerke sind sowieso nötig, wenn das erforderliche Laufwerk beim PC garnicht vorhanden ist. Es ist aber eben auch praktisch, wenn eine Diskette oder Disc häufig verwendet wird. Man erspart sich dann das Hantieren damit und außerdem sind die Daten von einer Harddisk oder auch USB-Datenspeicher erheblich schneller lesbar.

Das funktioniert prinzipiell sowohl mit Floppy-Disks als auch mit CDs oder DVDs. Hier ist nur von der "praktiker"-Testredaktion erprobte Software angeführt mit Unterstützung von Floppy-Disks, die eben außerdem auch CDs oder DVDs unterstützen. Es gibt ein ziemlich breites Angebot an Software für CDs und DVDs - vor allem auch für spezielle Inhalte wie Audio-CD, Video-CD oder DVD-Video - worum es hier aber nicht geht und das daher hier nicht angeführt ist.


 Floopy erstellt Image-Dateien von Floppy-Disks (Disketten) und kann umgekehrt solche Floppy-Images auf Floppy-Disks übertragen. Erforderlich ist freilich ein Floppy-Disk-Laufwerk, was heute beispielsweise auch mit USB-Anschluss erhältlich ist. Da die Halbarkeit von Floppy-Disks nicht sehr lange ist, können solcherart bestehende Floppys mit historischen Spielen oder sonstige schon historische Programme auch in Zukunft verwendet werden, die nur von einer Floppy-Disk installiert oder betrieben werden können.
(Eine Anwendung mit der sowohl Floppy-Images gelesen, geschrieben und auch als virtuelle Diskette - also ohne physisch vorhandenes Floppy-Laufwerk - gemountet werden können wäre beispielsweise das - allerdings nicht kostenlose! - "Winimage", erhältlich unter www.winimage.com.)

=>> www.softpedia.com/get/System/System-Miscellaneous/Floopy.shtml


 ISODisk erstellt ISO-Image-Dateien aus CDs oder DVDs. Diese ISO-Images können - allerdings nicht mit Windows ab Windows 7! - mit ISODisk als virtuelle Disc-Laufwerke verwendet werden, die Stärke von ISODisk liegt allerdings eher im Erstellen von ISO-Image-Dateien. - Zur Verwendung der ISO-Images als virtuelle Laufwerke siehe Virtual CloneDrive.

=>> www.isodisk.com


 Virtual CloneDrive kann Dateien, in denen der Inhalt von Discs - CDs oder DVDs - gespeichert ist - "Discimage-Dateien" - wie Discs verwenden. Es erlaubt damit die virtuelle Verwendung von CDs oder DVDs, womit man sich das Einlegen von Discs in ein Disc-Laufwerk erspart oder freilich "Discs" auch ohne vorhandenes Disc-Laufwerk verwenden kann. Das ist interessant für Notebooks mit externem Disc-Laufwerk oder Notebooks ohne Disclaufwerk zur Verwendung unterwegs ohne die Discs mit dabei haben zu müssen. Oder freilich auch auf einem stationären Rechner, auf dessen Harddisk dann ein Disc-Archiv in Form von Image-Dateien gespeichert ist und man sich solcherart die Manipulation mit den Discs erspart. Virtual CloneDrive verhält sich wie ein physikalisches Laufwerk, existiert aber nur als Software. Image-Dateien in den gängigen Image-Formaten ISO, BIN, CCD können von der Festplatte oder aus dem Netzwerk in das virtuelle Laufwerk "eingelegt" und wie normale CDs/DVDs verwendet werden. Man kann also beispielsweise mit einem anderen PC mit Disc-Laufwerk von einer Disc ein standardmäßiges Image erstellen und die daraus entstehende Image-Datei beispielsweise auf einem Netbook ohne Disc-Laufwerk wie eine Disc verwenden. Virtual CloneDrive legt nach seinem Start einen oder bis zu acht neue Laufwerks-Buchstaben an. Wie viele Laufwerke man will, kann man in Virtual-Clone-Drive einstellen. Bis zu 8 virtuelle Laufwerke gleichzeitig sind möglich. Über das Optionen-Menü beim Laufwerks-Icon unter Windows Explorer wird die Image-Datei "eingelegt". Die Software, mit der das Disc-Image erstellt wird ist nicht dabei. - Siehe evtl. - zum Erstellen von ISO-Disc-Images - ISODisk.

=>> www.redfox.bz/de/virtual-clonedrive.html

| Alte Floppy-Disks / Disketten auf neuem PC - Ezzes & Software-Empfehlungen |

Floppy-Disks von Apple, C-64, Amiga, Atari etc. unter Windows verwenden

Es waren zahlreiche Floppy-Disk-Formate früher in Verwendung gewesen. Die Wesentlicheren waren Apple, Commodore 64, Commodore Amiga, Atari und die zahlreichen CBM-DOS-Spielarten. Jedes Betriebssystem hatte ein anderes Diskettenformat, wenngleich in den meisten Fällen die gleichen Disketten verwendet worden sind. Früher war es daher ein gewaltiges Problem, Daten zwischen Computern mit verschiedenen Betriebssystemen auszutauschen. Heute ist es ein Problem, diese Disketten, die man vielleicht noch irgendwo findet mit aktuellen Computern auszulesen.

Eine einfache Möglichkeit Disketten eines fremden Systems unter Windows zu verwenden dürfte es nur mit Disketten von Apple Macintosh geben. Für alle anderen Systeme dürfte jedenfalls keine - relativ - unkomplizierte Lösung über Software möglich sein.

Wo das so einfach nicht lösbar ist, gäbe es jedenfalls eine - hier erläuterte - aufwendigere Hardwarelösung oder freilich die Möglichkeit, nach einem Computerclub oder Computer-Fan zu suchen, der sich mit dem gesuchten alten System beschäftigt und daher darum gebeten werden könnte, einem die Daten von alten Disketten herunterzuspielen.

Floppy-Disks von Apple Macintosh unter Windows verwenden

Eine weitere Schwierigkeitsstufe mit Floppy-Disks ist es, wenn diese mit einem Apple Macintosh beschrieben worden sind. Disketten von PC und Apple Macintosh sind nicht kompatibel. Es werden zwar die gleichen Disketten verwendet, aber die Laufwerke sind anders konstruiert und das Dateisystem ist ein anderes. So wie bei PC, gibt es auch bei Macintosh ältere Formatierungen für kleinere Kapazität.

[!> Von einem Macintosh beschriebene Floppy-Disks können durchaus auch im PC-Format beschrieben worden sein. Diese Möglichkeit hatte es auch gegeben - evtl. seinerzeit mit einem zusätzlichen Treiberprogramm am Mac. Das Bedürfnis, die Floppy-Disks auch über einen PC nutzen zu können v.v. gab es ja immer schon. Bevor Sie andere Lösungen ausprobieren, probieren Sie also vielleicht vorerst aus, ob die Floppy-Disk vom PC ohne spezielle Maßnahmen lesbar ist. Dafür sollte unbedingt der Schreibschutz-Schieber auf der Diskette auf Schreibschutz gestellt sein - siehe oberhalb unter Floppy-Disks sicherheitshalber nur mit Schreibschutz verwenden.

Über Software - beispielsweise MacDisk - kann ein Floppy-Laufwerk unter Windows eine von einem Macintosh beschriebene Diskette nur dann am PC lesbar gemacht werden, wenn diese für 1,4 MB (HD oder FDHD bezeichnet) formatiert ist. Bei Macintosh wird "formatieren" übrigens als "initialisieren" bezeichnet.

Floppys von Macintosh in einfacher Dichte (SD) für 400 kB oder doppelter Dichte (DD) für 800 kB können am PC allein mit Software nicht verwendet werden. Dafür wäre spezielle Hardware nötig wie beispielsweise Kryoflux - siehe Kryoflux: Hardware zum Lesen aller relevanteren Floppy-Disk-Formate.

Der Grund dafür ist, dass die mit einfacher und doppelter Dichte beschriebenen Disketten mit nicht immer selber Drehzahl beschrieben werden - je weiter außen, desto langsamer. Solcherart wird der Speicherplatz auf dem Datenträger besser genutzt. Je weiter außen, desto größer ist der Weg und daher können auch mehr Daten pro Umdrehung untergebracht werden. Das ist aber mit Floppy-Laufwerken für PCs deswegen mit Software allein nicht zu lösen, weil die Umdrehungszahl bei Floppy-Laufwerken für PCs von vornherein nicht regelbar ist. Bei am Macintosh nach HD/FDHD beschriebenen Disketten ist es mit Software allein möglich, weil bei diesen - wie beim PC - die Drehzahl nicht verändert wird.

Floppy-Disk-Laufwerke für Kapazität mit 1,4 MB - die also über einen PC mit entsprechender Software gelesen werden können - wurden im Jahr 1988 eingeführt.

Es gab früher Floppy-Disks, die bis doppelter Dichte beschrieben werden konnten - also bei Macintosh mit bis zu 800 kB - und HD-Disketten. Nur HD-Disketten sind in HD formatierbar. Also auch auf neueren Laufwerken, wäre eine Nicht-HD-Diskette mit 800 kB Kapazität beschrieben und wäre daher von vornherein nicht über ein Floppy-Disk-Laufwerk am PC lesbar.

HD-Floppy-Disks erkennt man an dem zweiten Loch. 3,5-Zoll-Disketten haben ein Loch, das mit einem Schuber normalerweise geschlossen ist und für einen Schreibschutz geöffnet werden kann. Bei HD-Disketten gibt es ein Loch in gleicher Form - das nicht geschlossen werden kann - auf der gegenüberliegenden Seite auf der Disketten. Daran erkennt das Floppy-Disk-Laufwerk, dass die Diskette in HD beschrieben werden kann.

Auch wenn man weiß, dass die Floppy-Disk mit einem Macintosh beschrieben worden ist, der deutlich später als 1988 gebaut worden ist und daher ein HD-taugliches Floppy-Laufwerk gehabt hat, dann würde auch von diesem eine Nicht-HD-taugliche Diskette mit 800 kB Kapazität genutzt worden sein und wäre daher am PC nicht lesbar zu machen.

MacDisk macht Floppy-Disks in Macintosh-Format unter Windows lesbar, ergänzt Dateinamenserweiterung

Zur Verwendung des Hilfsprogramms MacDisk legt man zuerst eine Diskette in das Floppy-Laufwerk ein. Danach startet man MacDisk. Es erscheint nun ein Menü mit allen erkannten Laufwerken. Nun wählt man jenes Laufwerk aus, das von einem Macintosh beschrieben worden ist; in diesem Fall wird es das Laufwerk A: sein. Die Software liest nun die Dateien des Laufwerks ein und zeigt diese in einer Dateiübersicht an - ähnlich wie im Windows Explorer. Nun kann man diese Dateien - einzeln oder alle ausgewählten resp. ausgewählte Ordner inklusive Inhalt - auf einen Datenträger des PCs kopieren.

Besonderheit dabei ist nicht nur, dass die Langen Dateinamen erhalten bleiben sondern auch, dass MacDisk - soweit erkennbar - den Dateien die am PC übliche Dateinamenserweiterung anfügt. Bekanntlich gibt es bei Macs keine Dateinamenserweiterungen anhand derer der Dateityp erkennbar ist. Diese Information ist in separaten Dateien enthalten, die dafür von MacDisk ausgewertet werden. Das ist ein sehr wichtiger Vorzug. Dazu kommt, dass die Langen Dateinamen eben auch erhalten bleiben.

MacDisk kann die Datenträger in Macintosh-Format nicht beschreiben, weil man mit MacDisk keinen direkten Zugriff auf das Laufwerk bekommt. Der umgekehrte Weg - also Daten vom PC auf den Mac zu bekommen - ist sowieso unproblematisch.

=>> www.macdisk.com

Floppy-Disk vom Mac in PC-Format: evtl. Problem mit Langen Dateinamen und Dateityp

Es gibt für Macintosh auch - mit einer separat installierten Erweiterung oder von vornherein vorhanden - evtl. die Möglichkeit, Floppy-Disks in PC-Format zu formatieren. Diese sind dann also am PC lesbar. Das Problem dabei ist es aber, dass am PC erstens der Dateityp nicht klar ist und auch, dass Lange Dateinamen auf 8.3-Konvention verstümmelt sind. Man kann also den Dateinamen dann evtl. nicht mehr erkennen - vor allem dann, wenn bei mehreren Dateien am Anfang des Dateinamens immer das selbe steht - und sowieso erkennt man den Dateityp nicht, weil der PC dafür Dateinamenserweiterungen erwartet, die es bei Mac nicht gibt.

Der Grund dafür ist, dass diese Lösung eben aus der Zeit stammt, als Floppy-Disks noch ein wichtiger Datenträger zum Datenaustausch zwischen Computern war und zu dieser Zeit bei PCs noch keine Rede von Langen Dateinamen war. Wenn eine Diskette am Mac in PC-Format formatiert und mit Daten bespielt wird, dann zeigen sich beim Öffnen der Diskette zwar alle Dateien, aber die Dateinamen und die Zuordnung zu Anwendungen ist dann nicht mehr erkennbar.

Es ist also die bessere Lösung, die Floppy-Disk normal im Macintosh-Format zu formatieren und diese dann am PC mit Hilfe des Programms MacDisk - wie oberhalb beschrieben - zu öffnen.

Diese Notwendigkeit des Datentransports über Floppy-Disks kann sich durchaus auch heute noch ergeben. Und zwar dann, wenn man noch einen alten Mac herumstehen hat und sich von diesem endgültig trennen will. Aber einige Dateien will man vielleicht aufbewahren. Vielleicht gibt es dann nur noch die Möglichkeit, Daten von diesem über Floppy-Disks in einen PC zu bekommen. Für den Mac gibt es übrigens Hilfsprogramme, mit denen man große Dateien - die nicht auf eine Floppy-Disk passen - automatisch aufteilen kann. Am PC kann man diese Teile dann bekanntlich mit dem Befehl COPY sehr einfach wieder zusammenhängen.

Kryoflux: Hardware zum Lesen aller relevanteren Floppy-Disk-Formate

Mit "Kryoflux" gibt es eine Hardware-Lösung, die man in Verbindung mit einem PC mit PC-Standard-Diskettenlaufwerken verwenden und damit alle relevanteren Disketten-Formate auslesen - und auch schreiben - kann. Zu diesen relevanteren Disketten-Formaten zählen neben vielen anderen auch jene von Commodore C64, Commodore Amiga, Atari, Apple (auch die frühen Formate!) sowie zahlreiche CBM-DOS-Spielarten.

Es sind mit Kryoflux nur die Standard-PC-Diskettenlaufwerke mit der 34-poligen-Schnittstelle verwendbar. Also keine über USB anschließbaren oder sonstige Diskettenlaufwerke, die eine andere Schnittstelle haben; also beispielsweise nicht die 29-polige Schnittstelle, die bei Notebooks üblich ist.

Das Kryoflux-Modul wird über USB mit dem PC verbunden. An das Kryoflux-Modul wird dann ein Standard-PC-Diskettenlaufwerk mit 34-Pin-Schnittstelle sowie eine PC-übliche 4-polige Stromversorgung angeschlossen. Auch 5,25-Zoll-Laufwerke können daran angeschlossen werden. Es können zwei Diskettenlaufwerke gleichzeitig angeschlossen werden, wobei gleichzeitig nur eines aktiv geschaltet sein kann.

Dazu gibt es Treiber-Software für Windows, MacOS und Linux. Das ist relativ aufwendig, aber wenn man häufiger Disketten verwenden will - und das auch noch in verschiedensten System-Formaten -, ist das sehr interessant. Die Funktionsweise ist so, dass sich Kryoflux gegenüber dem Computer, an den es angeschlossen ist, wie ein USB-Stick verhält.

=>> kryoflux.com

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