![[LOGO] ITM praktiker - MULTI MEDIA & ELEKTRONIK](images/logpragw.gif)
![Genre HP200LX - (c) Felix Wessely [BILD] Genre HP200LX - (c) Felix Wessely](images/dwlseid1.jpg)
![Windows / MS-DOS - Eingabeaaufforderung - Screenshot [BILD] Windows / MS-DOS - Eingabeaaufforderung - Screenshot](images/dwlseid4.gif)
Der HP200LX ist ein extrem leistungsfähiger Palmtop-PC. Obwohl technisch überholt - Audio und Multimedia allgemein sowie die modernen Schnittstellen wie USB gibt es nicht - ist er in vielen Punkten ungeschlagen. So beispielsweise wegen seines integrierten Finanzrechners, Arbeitsdauer mit zwei Migonzellen von bis zu 40 Stunden etc. Der 200LX hat sich zu einem Kultgerät entwickelt und ist nach wie vor stark in Verwendung trotzdem seit Ende 2000 nur noch gebrauchte Geräte erhältlich sind. Nahezu alle DOS-Programme sind damit verwendbar. Bis Windows 3.0 übrigens. - Enthusiasten finden hier Ezzes rund um den HP200LX und MS/PC-DOS allgemein sowie Kurzbesprechungen zu von der "praktiker"-Testredaktion erprobter Software.
Kurz zum HP 200LX. Der 200LX von Hewlett Packard arbeitet mit MS-DOS 5.0, ist ein voll kompatibler PC-XT mit einer Taktrate von 8MHz, 1, 2 oder 4MB Hauptspeicher, PCMCIA-Steckplatz, CGA-Monochrom-LCD und Tastatur mit abgesetztem Ziffernblock. Neben MS-DOS gibt es eine ebenfalls in ROM gebrannte eigene Benutzeroberfläche mit PIM-Software. Eines der herausragenden Merkmale ist ein vollwertiger Finanzrechner mit Gleichungslöser, Plot-Funktion, Datenübergabe an Lotus 1-2-3 und - Pflicht bei HP - UPN. Im Grunde ist er der perfekte Handheld-PC, der auch rein technisch gesehen praktisch fehlerfrei programmiert ist und daher immer erwartungsgemäß funktioniert. Allerdings sind Funktionen, die mit Internet oder Multimedia zu tun haben - und alles was mit DOS-Programmen nicht mehr gelöst wurde - damit nicht zugänglich. Häufig bei 200LX-Anwendern ist es heute, parallel zum 200LX ein Smartphone oder PDA-Phone vom Typ Pocket-PC zu verwenden, was für Kommunikation und die damit möglichen Multimedia-Anwendungen eingesetzt wird.
Um die Möglichkeiten des 200LX sinnvoll nutzen zu können, ist eine gewisse Beschäftigung mit dem System und sind Kenntnisse im Umgang mit MS-DOS nötig. Für jene, die mit DOS "aufgewachsen" sind, ist das also eine Kleinigkeit, alle jüngeren Anwender werden damit eher keine Freude haben. Weil es eben keinen Sinn mehr hat, sich heute mit DOS auseinanderzusetzen um das dann im Prinzip nur mit einem Gerät anzuwenden. Das ist dann höchstens eine Liebhaberei, aber ganz sicher nichts für den Umgang mit einem Arbeitswerkzeug, was der HP 200LX ja in allererster Linie ist.
[!] Vor dem Installieren eines Programms wird es dringend empfohlen die Daten des Rechners zu sichern. Die Verwendung hier zugänglich gemachter Programme und Verfahren erfolgt auf eigene Gefahr.
PC-DOS/MS-DOS wird weiterhin von zig Millionen Anwendern eingesetzt. Es ist inzwischen voll ausgereift, ist allerdings bekanntlich eher mühsam bis untauglich für alles, was mit Grafik zu tun hat oder allgemein Multimedia-Funktionen braucht. Außerdem werden für neuere Geräte fast nie Treiber für DOS mitgeliefert und es gibt praktisch keine Weiterentwicklung mehr. Für viele Anwendungen, die sich auf reine EDV beschränken - wofür also die neueren Technologien nicht nötig sind - ist DOS weiterhin durchaus attraktiv.
Hier werden nur einige wichtige Programme angeführt, da kaum jemand neu damit beginnen wird, sich mit MS-DOS auseinanderzusetzen. Es besteht also wohl eher der Wunsch, vertraute Anwendungen weiterhin einzusetzen, als nach neuen zu suchen.
Gutes Grundwissen im Umgang mit diesem Betriebssystem ist nötig. Vor allem deswegen, weil es sowohl für das Betriebssystem selbst als auch die dazu passenden Anwendungen kaum noch Support gibt. MS-DOS-Programme arbeiten auch unter Windows. Allerdings wird mit jeder neuen Windows-Version die Kompatibilität zunehmend verschlechtert und die Arbeitsgeschwindigkeit unter Windows - trotz schneller werdender Rechner - von Microsoft mutwillig verschlechtert. Dennoch aber erfreulich: Microsoft lässt die meisten DOS-Anwendungen auch unter den aktuellen Windows-Versionen noch laufen.
DR-DOS, PC-DOS, MS-DOS etc. Für das allgemein als "MS-DOS" bezeichnete Betriebssystem gibt es zahlreiche Spielarten - ohne hier darauf einzugehen, wer bei wem was abgekupfert hat. Die Version von IBM wurde unter "PC-DOS" vermarktet, war aber weitestgehend ident mit MS-DOS. DR-DOS ist eine Variante von Digital Research. DOS heißt "Disc Operating System", ist heute aber eine Gattungsbezeichnung für MS-DOS und die zahlreichen Varianten davon. MS-DOS-kompatible Programme arbeiten idR mit allen DOS-Varianten, die sich in der Hauptsache nur durch einzelne zusätzliche Besonderheiten - wie beispielsweise mitgelieferte Hilfsprogramme - unterscheiden, welche aber für die Lauffähigkeit der Anwendungen ohne Bedeutung sind.
Bedeutungslose Verfahren im Zusammenhang mit DOS. Bedeutungslos bei der Verwendung von DOS sind heute freilich alle Lösungen für die optimierte Nutzung des Massenspeicherplatz. Zur Blütezeit von MS-DOS hatten PCs eine Harddisk mit 20 bis 40MB Kapazität und die Harddisks waren sehr langsam. Es gab also zahlreiche Lösungen, die Programme und Daten - oder ganze Datenträger - komprimiert hatten. Alle diese Lösungen sind heute bedeutungslos.
Wenn Sie MS-DOS-Programme unter Windows - ab Windows XP resp. der NT-Nachfahren - verwenden wollen, so gibt es dafür - abgesehen von der gebremsten Geschwindigkeit bei Bildschirmausgabe einige Besonderheiten, auf die eher versteckt unter der Hilfe von Windows hingewiesen wird:
AUTOEXEC.NT und CONFIG.NT entsprechend AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS unter "nacktem" DOS. Diese sind unterhalb des Windows-Ordners im Ordner system32. Innerhalb dieser Dateien gibt es Textinformationen über die Konfiguration. Suchen Sie in der Windows-Hilfe unter "autoexec.nt" für weitere Hinweise. Über den Menüpunkt "Eigenschaften" können einem DOS-Programm auch individuell benannte Startdateien zugewiesen werden, wodurch unterschiedliche Konfigurationen für jedes DOS-Programm verwendet werden können.COMMAND.COM auch CMD.EXE als Befehlsinterpreter gibt:CMD.EXE ist die Eingabeaufforderung für Windows. Der Unterschied liegt darin, dass Umgebungsvariablen und Laufwerks-Umleitungen systemweit - auch nach Beenden der Eingabeaufforderung - erhalten bleiben, wenn CMD.EXE verwendet wird.COMMAND.COM gestartet wird, sind alle darin gestarteten Programme und vorgenommenen Einstellungen nach Verlassen der Eingabeaufforderung - also Beenden des Befehlsinterpreters - "vergessen".[!> PC DOS dürfte von IBM mittlerweile nicht mehr - über das Menüsystem der IBM-Website erreichbar - angeboten werden. Es gibt jedoch eine Download-Version mit ISO-Disc-Images für das Erstellen von CDs. Bei Nutzung dieser Version sind die Nutzungsbedingungen zu beachten und vor Verwendung die Lizenz dafür zu erwerben. IBM PC-DOS 2000 ist über einige Online-Händler verfügbar.
IBM PC-DOS 2000 ist über folgenden FTP-Link von IBM selbst als ISO-Disc-Image verfügbar. Es gibt dabei zwei Versionen. Eine, mit der DOS von CD installiert werden kann und eine mit der von der erstellten CD konventionell Installationsdisketten (10 Disketten 3,5 Zoll, 1,44 MB) erstellt werden können. Diese online verfügbare Version wurde von "praktiker" nicht getestet. Es könnte sich dabei auch um eine asiatische Version handeln, da die Datei README.TXT nicht lesbar ist. Evtl. aber interessant zur Reparatur einer bereits vorhandenen Version von PC-DOS 7 oder PC-DOS 2000, sofern einzelne Programme unbrauchbar geworden sind:
=>>> www.drdos.net
=>>> www.drdosprojects.de
=>>> www.newdos.de
=>>> www.4dos.info
=>>> 4dos7.extra.hu
=>>> www.bootablecd.de
=>>> www.dosbox.com
=>>> www.phystechsoft.com
PCF.EXE nach der Zeichenfolge "19" und ersetzt diese mit "20". Diese Zeichenfolge kommt zweimal vor. Danach ist die Vorgabe bei zweistellig eingegebenen Jahreszahlen 20xx. In der dBase-Datei selbst ist das kein Problem, hier werden Kalenderdaten achtstellig, also komplett gespeichert. Ein Problem bei PC-File ist hingegen nicht lösbar: Datumsberechnungen, in denen Jahre xx00 (also 1900 oder 2000 etc.) involviert sind, funktionieren nicht.Für einige Jahre lang wurde aus Speicherplatzgründen bei Grafikkarten nach VESA-Standard der für DOS nötige Schriftfont 8x14 Pixel weggelassen. Dies ist bei aktuelleren Grafikkarten nicht mehr der Fall. Falls Ihr PC also nichts anzeigt, dann könnte der Fehler darin liegen. Das Programm "fix8x14" ist ein Gerätetreiber, der als erster Eintrag in der CONFIG.SYS stehen sollte, da dies die erste Datei ist, die beim Systemstart abgearbeitet wird. Solcherart funktioniert dann die Bildschirmausgabe frühestmöglich.
Dieser Gerätetreiber ist freilich nur auf PCs nötig, auf denen mit DOS gebootet wird, aber nicht für DOS-Fenster unter einem anderen Betriebssystem. Und zweitens freilich nur dann, wenn die Grafikkarte diesen Schriftfont nicht bereitstellen sollte.
=>>> www.bttr-software.de/products/fix8x14/
Auf den S.U.P.E.R.-Seiten von hp200lx.net gibt es nahezu alles an Software, was für den Palmtop HP 200LX (Betriebssystem DOS 5.0 und aufgesetzten Systemmanager mit eigener Benutzeroberfläche auch für spezielle Anwendungen) an Freeware, Shareware oder Demoware verfügbar ist. Der HP 200LX gilt - obwohl seit November 1999 nicht mehr produziert und seit Ende 2000 nicht mehr neu erhältlich - als der leistungsfähigste Palmtop mit Tastatur, wenngleich Audio, Video und die Internetdienste nicht resp. wenig sinnvoll nutzbar sind. Die Darstellung von Bildern ist durch den Schwarzweiß-Bildschirm eingeschränkt. Auf der S.U.P.E.R.-Site findet man auch alte DOS-Programme, die allesamt auf dem HP 200LX - und auch auf jedem Intel-Rechner mit Standard-DOS - laufen. Viele ursprünglich kommerzielle Programme sind inzwischen Freeware.
Besonders ans Herz gelegt sei dem Praktiker mit HP 200LX, dort nach folgenden Anwendungen zu suchen. Zu einigen gibt es zusätzlich eine eigene Website, die hier evtl. auch angeführt ist:
DM.EXE) über ein Batchfile gestartet werden. Dadurch reduziert sich der belegte Speicherplatz auf ca. 3,6 kB; freilich steht dann auch ein Programm weniger im Speicher.Dasoft.com von dem kongenialen Team Avi Meshar und Andreas Garzotto ist die bedeutendste Software-Schmiede für Anwendungen und Utilities zum HP 200LX. Einiges davon ist kostenlos, manches ist kommerziell. Die Produkte sind bemerkenswert intelligent durchdacht. Seit 2004 werden einige der Produkte von Dasoft unter Mitwirkung oder Federführung des in der HP 200LX-Community prominenten Daniel Hertrich weiterentwickelt, so beispielsweise maßgeblich das Mindmapping-Programm MM/LX. - Hier einiges davon, das Sie sich als HP 200LX-Anwender anschauen sollten:
FILER.INI im SysMgr u.a. Anwendungen). Bringt ähnlichen Komfort wie die Verknüpfung von Dateiarten mit Anwendungen unter Windows.=>>> www.dasoft.com
Die Programmierer des HP 200LX haben einige Kleinigkeiten eingebaut, die über spezielle Funktionen - die nicht alle im Handbuch zu finden sind - zugänglich werden. Außerdem gibt die "praktiker"-Redaktion hier einige kleine Tipps für den effizienteren Umgang mit diesem Palmtop. Weitere Empfehlungen ergeben sich aus den Kurzbeschreibungen der aufgelisteten, getesteten und für empfehlenswert befundenen Programme.
Die nachstehend angeführten Funktionen bzw. Verfahren treffen auf den HP 200LX zu, sind möglicherweise etwas anders - oder überhaupt nicht - bei HP100LX oder dem noch älteren HP95LX. Der - gelegentlich angebotene - HP1000LX entspricht übrigens dem HP100LX, allerdings ohne die Systemprogramme sondern nur mit MS-DOS 5.0.
Die - freilich nicht wirklich wichtigen - Code-Namen der HP-Palmtop-Generationen sind: 95LX "Jaguar", 100LX "Cougar" und 200LX "Felix". Dies wird erkennbar in einem kleinen wenig geistreichen Gedicht, wenn man - wenn der Rechner ausgeschaltet ist - die Tasten-Kombination [ESC][ON] drückt um den Selbsttest zu starten. Danach bewegt man mit dem Cursor auf den Menüpunkt "Display". Nun drückt man [CTRL][Enter] und danach [SHIFT] (halten) und 13-mal [ENTER].
Als Speicherkarte ist Compact Flash mit PC-Card-Adapter am besten. Die Speicherkarten SmartMedia, MM-Card, SD-Card, Memory Stick etc. benötigen einen PC-Card-Adapter mit eigener Elektronik, die nicht immer stromsparend arbeitet. CompactFlash ist hingegen dasselbe wie PC-Card, nur in einem kleineren Gehäuse. Der Adapter dabei ist also nur eine Steckverbindung. Grundregel: Speicherkarten bis 200 MB funktionieren ohne weiteren Treiber.
Die Karte muss nach FAT12 oder FAT16 formatiert sein; nach FAT32 formatierte Karten funktionieren nicht. Hinsichtlich der Hardware müssen es "langsame" Flash-Speicher sein ohne die jüngere NAND-Technologie. Einfach ausprobieren vor dem Kauf.
Irgendeine Karte ist auf jeden Fall wichtig, damit Sie den Speicherinhalt ab und zu darauf sichern können. Der HP 200LX verliert den Inhalt des RAMs (Laufwerk C:) zwar praktisch nie, aber bei ganz schlimmen Abstürzen doch. Wenngleich man sich dafür wirklich anstrengen muss oder ein wirklich mieses Programm verwendet (was sich nicht ganz ausschließen lässt, wenn man gerne experimentiert).
Der Speicherinhalt des RAM kann allerdings auch dann verloren gehen, wenn die Haupt-Batterien zu lange - beim Batterietausch - entfernt sind oder freilich dann, wenn sie zu lange "leer" sind und daher die Pufferbatterie ebenfalls erschöpft ist.
Ein PC-Card-Adapter für die sonst noch - beispielsweise mit Digitalkamera - verwendeten Speicherkarten-Formate ist ggf. hilfreich. Dies ist sinnvoll, wenn man ein Bild von der Speicherkarte zum Versand per E-Mail auf den HP 200LX übertragen möchte. Sofern man den HP 200LX heute noch für E-Mail verwendet. Aber nicht vergessen, dieses Bild vorher auf der Kamera zu verkleinern. Anwendungen dafür wären am HP 200LX wohl recht langsam; sofern überhaupt verfügbar.
Voraussetzung für die Brauchbarkeit ist freilich einerseits dass die Karte hinsichtlich ihrer Speicher-Technologie vom HP 200LX genutzt werden kann und dass diese nach FAT12 oder FAT16 formatiert ist. Viele Kameras können inzwischen auch Karten lesen, die nach FAT32 formatiert sind - resp. formatieren Karten nach FAT32 -, was aber der HP 200LX nicht lesen kann.
Durch Wechseln des Quarzes und Einbau von Speichererweiterung können sowohl das Arbeitstempo maßgeblich verbessert als auch der Hauptspeicher erweitert werden. Der HP 200LX wurde ursprünglich für das doppelte Arbeitstempo entwickelt, er wird durch diese Modifikation also nicht überfordert. Diese wurde vom Hersteller nur deswegen nicht realisiert, weil damit die Leistungsaufnahme "zu hoch" war. Die Arbeitsdauer eines HP 200LX mit Doublespeed und einer Speichererweiterung von 32MB reicht - je nach Batterietyp - bis zu 40 Stunden, was für heutige Maßstäbe verblüffend lang ist. Arbeitsdauer, wohlgemerkt.
Speichererweiterungen sind bis 64MB oder mehr möglich. Die Systemstabilität wird durch eine fachgerechte Modifikation in keiner Weise beeinträchtigt. Empfehlenswert für diese Arbeiten und die erforderlichen Bauteile ist Rundel Datentechnik in Stuttgart (www.rundel.net/palmtop/). Selbst sollten Sie das nur tun, wenn Sie sehr versiert sind.
Es ist im Handbuch beschrieben, sollte aber auch genutzt werden: In der Datei C:\_DAT\FILER.INI können Dateinamen-Erweiterungen Programmen zugeordnet werden. Beispielsweise ".TXT" zur Textverarbeitung. Damit pro Dateiart jeweils aus verschiedenen Anwendungen ausgewählt werden kann, verwenden Sie "PNS" von dasoft.com (siehe unter Programm-Empfehlungen).
Das in FILER.INI zugeordnete Programm öffnet dann eine über den Dateimanager mit [ENTER] angewählte Daten-Datei. Vor den Einträgen steht die Rubrik-Bezeichnung [Launcher]. Nachfolgend ein kurzes Beispiel für den Inhalt der Datei FILER.INI:
[Launcher]
ZIP=c:\pkunzip.exe %
TXT=c:\vde.com % /UIn diesem Beispiel werden Dateien mit der Dateierweiterung "ZIP" über das Programm PKUNZIP verarbeitet und Dateien mit der Dateierweiterung "TXT" mit dem Programm VDE und dem weiteren Parameter "/U". An Stelle des "%" wird der Dateiname eingesetzt.
Schauen Sie sich dafür bitte auch das Programm "PNS200" an, das unter unseren Software-Empfehlungen aufgelistet ist. PNS200 ist erforderlich, wenn auch die vorinstallierten SysMgr-Anwendungen mit einer Dateinamenswerweiterung verknüpft werden sollen; also beispielsweise "Memo" oder "Lotus 1-2-3".
Unter DOS, Windows und auch anderen Betriebssystemen wird der Dateityp anhand der Dateinamenserweiterung erkannt. Mit dem HP 200LX - resp. generell DOS - gibt es bei der gemischten Verwendung mit Windows-Rechnern das Problem, dass unterschiedliche Zeichensätze vewendet werden. Bei DOS typischerweise ein IBM-Zeichensatz - Codepage 437 für international oder Codepage 850 für Deutsch, wobei diese zumindest bei den wesentlichen deutschen Sonderzeichen übereinstimmen - und unter Windows ein ANSI-Zeichensatz, bei dem die Umlaute und andere wichtige Sonderzeichen einen völlig anderen Byte-Wert haben.
Bei der gemischten Verwendung von DOS und Windows - was wohl in der Regel der Fall ist -, gibt es das Problem, dass für Nur-Text-Dateien - also ohne Formatierung - in allen Systemen *.TXT üblich ist. Es ist also besser, hier bei der Dateinamenserweiterung eine Unterscheidung zwischen Text-Dateien mit DOS-Zeichensatz und jenen mit Windows-Zeichensatz zu machen. Bei Windows ist das praktisch nicht realisierbar, weil dann zumindest der Austausch von Textdateien mit anderen Leuten extrem umständlich wird. Für Windows wird also besser *.TXT für Nur-Text beibehalten.
Zur Unterscheidung kann für DOS-Texte die Dateinamenserweiterung *.ASC verwendet werden. Das ist auch nicht weit hergeholt, sondern für DOS-Text eine durchaus - auch - übliche Dateinamenserweiterung. Solcherart ist dann freilich auch die Verwendung von DOS-Texten unter Windows vereinfacht. Es wird dann unter Windows der Dateinamenserweiterung *.ASC ein Programm zugewiesen, das DOS-Texte verarbeiten kann; evtl. eine DOS-Textverarbeitung oder auch ein Windows-Programm, das mit mehreren Zeichensätzen umgehen kann. Beispielsweise "EditPad" von JGSoft (siehe unter Programme zur Bearbeitung).
Für die Umstellung am HP 200LX werden einfach alle Text-Dateien mit DOS-Text in *.ASC umbenannt. Wenn Sie auch das am HP 200LX vorinstallierte Programm "Memo" verwenden, dann stellen Sie dafür dort im Menü unter "Optionen / Einstellung unter "Standard-Erweiterung" die neue Dateinamenserweiterung "ASC" ein. Nun können Sie dann auch die verschiedenen Arten von Text-Dateien den passenden Programmen am HP 200LX zuordnen. So beispielsweise:
*.ASC umbenennt und dann die nun im DOS-Zeichensatz vorliegende Text-Datei mit "Memo" oder einem anderen DOS-Text-Editor aufruftSolcherart sind dann die unterschiedlichen Zeichensätze kein Problem und es gibt auch keine Ungewissheit mehr, in welchem Zeichensatz eine Text-Datei vorliegt. Sie wird also immer mit einem passenden Programm verknüpft. Im HP 200LX ist das - siehe Beispiele weiter oben - beispielsweise mit dem Dateimanager möglich. Genauso freilich mit dem Standard-Dateimanager für DOS-Rechner, dem Norton Commander.
*.EXM nur über System ManagerDer HP 200LX hat als zentrales Steuerprogramm das Programmstart-Programm "System Manager", abgekürzt "SysMgr". Über den SysMgr können die wichtigsten vorinstallierten Anwendungen von Haus aus gestartet werden. Eigene Anwendungen können hinzugefügt werden. Erlaubt sind alle Programme oder Batch-Dateien (Stapelverarbeitungsdateien). Unter den vorinstallierten Programmen und zusätzlich erhältlich speziell zur Verwendung mit dem HP 200LX sind Programme mit der Dateinamenserweiterung *.EXM. Wesentlich ist, dass diese ausschließlich über den SysMgr gestartet werden können. Also beispielsweise nicht über den DOS-Prompt oder den Dateimanager.
Wenn der SysMgr nicht aktiv ist, dann können diese EXM-Programme nicht verwendet werden. Wenn der SysMgr nicht aktiv ist, dann ist der HP 200LX ein normaler PC-XT mit lediglich einigen Besonderheiten, aber ansonsten kompatibel mit allen DOS-Anwendungen, die mit einer CGA-Bildschirm-Ausgabe arbeiten.
Der HP 200LX unterstützt die so genannte PAL Palmtop Application Library mit u.a. speziellen Grafikbefehlen zur Darstellung der Bildschirmausgabe. Es gibt zahlreiche speziell für den HP 200LX erstellte Programme, die diese PAL nutzen.
Wenn solche Programme auch auf einem konventionellen PC verwendet werden sollen, dann muss dafür vor Aufruf des betreffenden Programms die Grafik-Unterstützung dafür hergestellt werden. Dazu gibt es das kleine Programm "Palrun" (siehe unter den Software-Empfehlungen).
COMMAND.COM auf C:Kopieren Sie COMMAND.COM von D:\ (ROM) auf C:\ (RAM) und geben Sie den entsprechenden SHELL-Befehl in CONFIG.SYS. Vom RAM geht es geringfügig flotter. Das ist ein spezieller COMMAND.COM mit nur ca. 500 Byte, der nur am HP 200LX funktioniert. Man kann übrigens auch einen anderen, "normalen" DOS-Command-Interpreter verwenden; beispielsweise jenen von 4dos.
Es ist unter DOS möglich (und auch üblich), ein Programm ohne die Angabe von Dateinamen-Erweiterung und Pfad aufzurufen. Gibt man den Pfad zur Datei nicht an, dann muss dieser lediglich in der Umgebungsvariablen "PATH" enthalten sein. Das System durchsucht dann alle dort angegebenen Ordner nach dem angegebenen Programm. Das dauert freilich länger, als wenn der Pfad beim Programm-Aufruf angegeben ist. Es dauert auch länger, wenn zum Programm keine Dateinamen-Erweiterung angegeben wird. Das System durchsucht dann den Ordner nach Dateien mit den Endungen ".COM", ".EXE" und ".BAT" (in dieser Reihenfolge) und startet die Erste zutreffende. Wenn diese Dateiendung mit angegeben wird, startet also das Programm schneller wenn es eine andere Endung als ".COM" hat.
Zumindest einen Fehler gibt es im Handbuch des HP 200LX: Es gibt die Möglichkeit den Rechner mit Password zu schützen. Dazu soll man laut Handbuch den Befehl KENNWORT eingeben. Das funktioniert nicht. Korrekt heißt der Befehl PASSWORD.
Im Zusammenhang mit der Weltzeit-Datenbank im HP 200LX gibt es automatische Sommer- / Normalzeit-Umstellung. Für die verschiedenen Zeitzonen gelten verschiedene Regeln. Welche Regel für welche Stadt angewandt wird, wird über ein Kategoriefeld des Datensatzes zur jeweiligen Stadt eingestellt bzw. ist voreingestellt.
Diese Kategorien und die ihnen zugeordneten Regeln können in der Datei TIMEZONE.DAT - im System-Ordner C:\_DAT\ (vorher aus dem Ordner D:\_SYS\ - also vom ROM-Laufwerk - dorthin kopieren) geändert werden. Die Logik arbeitet hier genauso wie bei vielen konfigurierbaren Anwendungen: Wenn auf dem Laufwert Ordner C: keine vom Anwender geänderten Konfigurationsdateien gefunden werden, wird auf die Voreinstellungen zurückgegriffen, die im ROM - also auf Laufwerk D: sind.
[!> Während man die Änderung in der Datei TIMEZONE.DAT vornimmt, muss freilich die Weltzeit-Anwendung geschlossen sein.
Der Grund für die Empfehlung zur Änderung der Sommerzeit-Regeln ist, dass die Sommerzeit-Umschaltung vor 1996 im September und seit 1996 im Oktober erfolgt. Außerdem war ursprünglich die korrekte Sommerzeit-Umschaltung für Australien nicht berücksichtigt. Es wurde zwischenzeitlich auch für Mexiko eine Sommerzeit eingeführt und seit dem Jahr 2007 gelten neue Regelungen für USA und Kanada ("Norden"). Folgendes sollten Sie ändern (u.a. Europa) bzw. hinzufügen (u.a. Australien):
Europ.
3:25-31 6 1:00
10:25-31 6 0:00
Mexiko
4:1-7 6 1:00
10:25-31 6 0:00
Norden
3:8-14 6 1:00
11:1-7 6 0:00
Süden
3:1-7 6 0:00
10:25-31 6 1:00
UnitedKingdom
3:25-31 6 1:00
10:23-31 6 0:00
Australien
3:25-31 6 0:00
10:25-31 6 1:00
Dabei liest sich beispielsweise die erste Zeile so: Monat 3 (März), Monatstag 25. bis 31., Wochentag 6 (Sonntag), 1 Stunde Veränderung zur Normalzeit. In diesem Fall also gilt der Sonntag im Bereich zwischen 25. bis 31. März für die Zeitumschaltung und dabei gilt +1 Stunde gegenüber der Normalzeit der jeweiligen Zeitzone.
Nach dem Sichern dieser Textdatei wird in der Weltzeit-Datenbank die Kategorie "Australien" bei Datensätzen zu den Städten in Australien im Wahlfeld für die Sommerzeit-Umschaltung geändert. Das selbe gilt für Mexiko, das eine eigene Sommerzeit-Regel hat und daher eine eigene Sommerzeit-Kategorie hat. Die geänderten Einstellungen werden nun die Systemzeit korrekt umschalten, sobald das erste Mal nach dem Umschalt-Termin die Weltzeit-Datenbank aufgerufen wird.
Die Umschaltung zwischen Sommerzeit / Winterzeit erfolgt also nicht durch das System sondern durch die Weltzeit-Anwendung. Daher sollte jeweils nach dem Zeitpunkt der Sommerzeit-Umstellung (Anfang und Ende) für die aktuelle Zeitzone die Weltzeit-Anwendung durch einen Termineintrag aufgerufen werden (jährliche Wiederholung dieser beiden Termine); resp. sollte ein Termineintrag daran erinnern, dass man händisch die Weltzeit-Anwendung aufruft. Diese fragt dann danach, ob die Systemzeit umgestellt werden soll, was mit Ja bestätigt wird.
Der Zeitpunkt einer Sommerzeit-Umschaltung für die Uhrzeit des HP 200LX bezieht sich auf die Sommerzeit-Kategorie jener Stadt, die als Lokale Stadt ausgewählt ist. Die Sommerzeit-Umschaltung beim HP 200LX erfolgt nach Tagesbeginn; unberücksichtigt bleibt die Uhrzeit der Zeitumschaltung (normalerweise zwischen 2 und 3 Uhr früh), was aber für die Praxis wohl bedeutungslos ist.
[!> Berücksichtigt sind hier nur die wesentlichen Umschalt-Regeln für die Sommerzeit. Bei manchen Ländern orientiert sich der Umschalt-Termin an beweglichen Feiertagen oder wird überhaupt jedes Jahr neu festgelegt. Zudem ist in manchen Ländern die Sommerzeit-Umschaltung - oder ob es überhaupt eine Sommerzeit gibt - je nach Region unterschiedlich geregelt. Wenn Sie mit einem Land zu tun haben, erkundigen Sie sich bitte nach der Sommerzeit-Regel und tragen Sie diese einfach in die Datei TIMEZONE.DAT nach der oben beschriebenen Logik ein.
Die Entwickler des HP 200LX haben die Möglichkeit offen gelassen, auch andere Schriftarten zu laden. Siehe auch hier unter praktiker.at den Verweis auf das Programme PCL Font Compiler und FCL Font Compiler zum Selbst-Herstellen von Schriften sowie die fertige herunterladbare Schriftartendatei "FELIXFON".
=>> FELIXFON - neues Schriftbild für HP 200LX Palmtop
Sowohl im vorinstallierten System Manager als auch in anderen Programmstarter-Anwendungen wie beispielsweise HDM (siehe Software-Empfehlungen) werden die Programme mit Icons angezeigt. Die Zuordnung eines Icons zu einem Programm erfolgt entweder durch Auswahl oder automatisch. Automatisch ist die Zuordnung dann, wenn der Dateiname der Icon-Datei - ohne Dateinamenserweiterung freilich - ident ist mit dem des Programms und im selben Ordner liegt. Der Programmdatei NC.COM, NC.EXE oder NC.BAT wird also automatisch das Icon NC.ICN zugeordnet. Alternativ können die Icons auch in C:\_DAT\ICONS\ zentral abgelegt werden. Das ist vor allem vorteilhaft in Verbindung mit Programmen, die auf einer Speicherkarte sind, die nicht ständig im HP 200LX eingelegt wird. Ansonsten findet der System Manager freilich das Icon nicht.
Bei Programmen, die speziell für den HP 200LX gedacht sind, ist eine solche Icon-Datei dabei. Für die meisten populäreren DOS-Programme findet man Icons im Internet unter hp200lx.net S.U.P.E.R.. Zur Selbstherstellung eines Icons ist am HP 200LX das kleine - etwas spartanisch, aber gut funktionierende Programm D:\BIN\ICN200LX.EXE.
Der HP 200LX bietet die Möglichkeit, die Funktion der Tastatur-Tasten umzubelegen. So können Sie beispielsweise die Datenbank auf die Tasten "Quicken" legen, wenn Sie Quicken nicht oder nur selten, aber die Datenbank häufig verwenden. Es lassen sich mit KEY200 auch Macros auf eine Taste legen. Hinweise zur Verwendung finden Sie in der Datei D:\BIN\KEY200.TXT auf Ihrem HP 200LX.
Hier nur kurz: Die Defintionen der Tastaturumbelegung werden als Nur-Text in einer Datei C:\KEY200.DEF angegeben. Der Aufruf erfolgt über einen Eintrag in der C:\AUTOEXEC.BAT. Über die nachfolgende Befehlszeile wird vorerst abgefragt ob die Definitionsdatei überhaupt existiert um bei Fehlen der Datei Fehlermeldungen zu vermeiden:
if exist c:\key200.def key200.com c:\key200.defNachfolgend ein Beispiel für die Befehle zur Umbelegung der Tasten. Jeweils alles nach dem Rufzeichen wird ignoriert und enthält hier die Erläuterung, welchen Zweck die Umbelegung hat. Der Befehl beginnt dann jeweils mit der Bezeichnung der Taste die gedrückt werden soll und nach dem Doppelpunkt stehen die Tastenfolgen, die bei Drücken dieser Taste simuliert werden. Beachten Sie dabei, dass es für jede simulierte Tasten-Betätigung einen Befehl für Drücken und einen für Loslassen gibt. Zur besseren Übersicht sind die Befehle hier jeweils in roter Farbe dargestellt:
! Alt-Terminkalender: startet Weltzeit
Alt Appt : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc Ctrl Calc ^Calc ^Ctrl
! Ctrl 123: startet 123
Ctrl 123 : ^Ctrl 123 ^123 ^Ctrl
! Alt-123: startet 123 mit Auswahl Datei laden (Menü - t - l)
Alt 123 : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc 123 ^123 Menu ^Menu t ^t l ^l
! 123-Taste: startet DOS-Prompt
123 : ^Ctrl Ctrl 123 ^123 ^Ctrl
! Menü + Taste "g": Startet Programm, das mit Taste "g" im SysMgr aufgerufen wird
Menu g : ^Menu More ^More g ^g
! Alt-Memo: Startet Memo mit Auswahl Datei laden, springt in Fenster Dateiauswahl
Alt Memo : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc Memo ^Memo F9 ^F9 Tab ^Tab
! Alt-Quicken: Startet Datenbank mit Auswahl Datei laden, springt zu erster Datei mit Namen "p.."
Alt Quic : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc Ctrl Phon ^Phon ^Ctrl F9 ^F9 Tab ^Tab p ^p
! Taste Quicken: Startet Datenbank
Quic : ^Ctrl Ctrl Phon ^Phon ^Ctrl
! Ctrl-Mehr: Öffnet DOS-Prompt, gibt "r" (Aufruf eines Programms "r" resp. R.BAT) und [Enter] ein, beendet DOS-Prompt (mit exit [Enter])
Ctrl More : ^Ctrl Ctrl 123 ^123 ^Ctrl r ^r Enter ^Enter e ^e x ^x i ^i t ^t Enter ^Enter
Die SysMgr-Anwendungen wie Memo, Datenbank legen Status-Dateien mit den Dateiname-Erweiterungen *.ENV und bei Lotus 123 die Datei 123.CNF an. Diese werden typischerweise nach dem Schließen der jeweiligen Anwendung aktualisiert. In diesen Dateien ist u.a. gespeichert, auf welche Datei und / oder welchen Ordner zuletzt zugegriffen wurde. Wenn man "Neue Datei laden" auswählt, dann wird in den in der Status-Datei gespeicherten Ordner - der normalerweise eben der zuletzt verwendete ist - "gegangen".
Manche Programme, die den Aufruf einer speziellen Datei gemeinsam mit einem Programm abwickeln - wie beispielsweise PNS200 - schreiben den Pfad und Dateiname zu dieser speziellen Datei in die Status-Datei, rufen dann das Programm auf, das dann entweder sofort diese spezielle Datei öffnet oder durch einen Eintrag in der Liste zuletzt bearbeiteter Dateien diese über den Befehl öffnet, der auf diese Liste zuletzt bearbeiteter Dateien zugreift.
Es kann mehrere Gründe geben dafür, dass die Status-Datei Daten enthält, welche die Handhabung unnötig kompliziert machen. So ist es beispielsweise in den meisten Fällen wünschenswert, dass bei "Datei öffnen" aus einem Programm dieses als Vorgabe den Standard-Ordner für den Dateityp öffnet. Das ist eben dann nicht mehr der Fall wenn aus irgendeinem Grund zuletzt eine Datei aus einem anderen Ordner aufgerufen wurde.
Um das Problem zu lösen werden alle diese Status-Dateien als Backup nach einem anderen Namen kopiert: jeweils alle - beispielsweise - mit *.ENV nach *.ENA und die Datei 123.CNF nach 123.CNA. Sofern der Inhalt der Status-Datei verändert wurde, wird einfach ein Batchfile aufgerufen, das zuerst den Schreibschutz der Dateien aufhebt und danach den gespeicherten Status wieder herstellt.
Das folgende Beispiel zeigt den Inhalt der Datei R.BAT. Diese wird bei Bedarf aufgerufen. Die Tasten-Definition für "Ctrl-MEHR" im Beispiel oberhalb für KEY200 erledigt dies mit einem Tastendruck.
attrib.exe -r c:\_dat\*.env
attrib.exe -r c:\_dat\123.cnf
copy c:\_dat\*.ena c:\_dat\*.env
copy c:\_dat\123.cna c:\_dat\123.cnfWenn ein GSM-Handy für den Datendienst verwendet wird - beispielsweise in Verbindung mit der Software WWW/LX von dasoft.com - dann gibt es Einschränkungen hinsichtlich der verwendbaren Handys - abgesehen davon, dass aktuelle Handys kaum mehr über eine IrDA-Schnittstelle verfügen. Der Abstand des Handys sollte bei der IR-Datenübertragung mindestens ca. 30cm betragen. Dieser Mindestabstand hängt ab von der Störabstrahlung des Handys und von der Fertigungstoleranz der betreffenden Bauteile im speziellen Exemplar des Palmtop. Handys mit schwacher IR-LED - das sind in der Regel jene, deren IR-Schnittstelle ständig aktiv ist - haben zumeist nur eine Reichweite von ca. 30cm. Diese sind dann möglicherweise ungeeignet zur Verwendung mit dem HP 200LX.
Wichtig für die Verwendung der IR-Schnittstelle ist auch, dass diese ihre Datenrate an das Partnergerät anpassen kann, wie dies der Industriestandard für IrDA vorsieht. Ältere Handys von Nokia und Ericsson funktionieren jedenfalls.
Aktuelle Handys haben bekanntlich kaum mehr eine IR-Schnittstelle. Allerdings gibt es heute bedeutend komfortablere Möglichkeiten, Internetdienste unterwegs zu nutzen. Das ist heute sicherlich nicht mehr eine der Stärken des HP 200LX. In seinen ersten zehn Jahren war das allerdings sehr wohl eine wichtige Funktion, die besser und flexibler funktioniert hatte als mit den meisten seinerzeit verfügbaren Geräten.
Von Haus aus entspricht die IR-Schnittstelle des HP 200LX dem SIR-Standard, der seinerzeit für die Kommunikation mit anderen HP-Rechnern und Druckern verwendet wurde. Es gibt aber Treiber, welche das später sehr weit verbreitete IrDA-Protokoll ermöglichen. Beispielsweise beim Programm für Internet-Einwahl "www/lx" ist das enthalten, sodass damit - alternativ zu einem Modem an der RS-232-Schnittstelle - auch ein Handy oder GSM-Adapter ("Modem") mit IrDA-Schnittstelle verwendet werden kann.
Beim integrierten Lotus 1-2-3 handelt es sich um eine Vollversion, die alle Berechnungs-Funktionen unterstützt sowie auch die unter DOS mögliche grafische Darstellung der Daten. Die Größe des Arbeitsblatts ist auf 8192 Zeilen beschränkt. Als der HP 200LX herausgekommen ist, war Lotus 1-2-3 das bedeutendste Tabellenkalkulationsprogramm. Bekanntlich hat sich längst Excel als Quasi-Standard durchgesetzt. Lotus 1-2-3 gibt es heute kaum mehr, einige Anwendungen wie beispielsweise die Tabellenkalkulation von OpenOffice.org bieten eine Import-Möglichkeit von Lotus-1-2-3-Dokumenten. OpenOffice.org kann aber bearbeitete Dokumente nicht im Lotus-1-2-3-Format speichern. Evtl. wäre also eine originale Version von Lotus 1-2-3 nötig, wenn Dateien am PC bearbeiet werden sollen. Evtl. eine alte DOS-Version, welche allerdings auch heute nicht kostenlos erhältlich sein dürften. Wenn Lotus 1-2-3 nur am HP 200LX genutzt werden soll, dann ist das sowieso egal.
Normalerweise ist es bei PC-Programmen üblich, dass der Inhalt des Tastaturpuffers mehrmals gelöscht wird während ein Programm startet oder bevor ein Eingabefeld neu geöffnet wird. Damit wird verhindert, dass irrtümlich im Tastaturpuffer "lagernde" Eingaben übernommen werden. Der HP 200LX löscht bei den meisten Anwendungen diesen Tastaturpuffer nicht.
Dadurch kann man - nach einiger Übung weiß man schon, welche Eingaben weiter erforderlich sind - flott die Eingaben machen um weitere Funktionen anzuwählen oder Feld-Eingaben zu machen. Wenn man beispielsweise ein Makro aufruft, das so ausgelegt ist, dass anschließend daran weitere Eingaben gemacht werden sollen, kann man damit gleich beginnen, sobald das Macro gestartet wurde. Dasselbe gilt beispielsweise auch beim Aufrufen von Lotus 1-2-3, wo dann bereits die Tastenkombinationen für Aufrufen des Menüs und des Dialogs zum Laden von Dateien eingegeben werden können, noch während das Programm startet. Das ermöglicht nahezu verzögerungsfreies Arbeiten.
Im ROM des HP 200LX ist ein Rechner mit logischen Funktionen für Hexadezimal-, Dezimal-, Oktal-Zahlen und Binärwerte enthalten. Sie finden diesen unter D:\BIN\HEXCALC.EXM. Dieses Programm kann nur über einen Eintrag im Systemmanager aufgerufen werden, muss also vorher in die Liste "Weitere Anwendungen" aufgenommen werden. Ganz nebenbei kann man damit sehr einfach Werte zwischen den verschiedenen Systemen umwandeln, was bei der Arbeit mit Digitaltechnik häufig benötigt wird.
Termine oder Vorhaben mit Wiederholfunktion bremsen das Arbeitstempo der Kalender-Anwendung bedeutend stärker als einmalige Vorkommen. Es könnten daher selten wiederholende Termine - beispielsweise generell Geburtstage, was als Regel leicht zu merken ist - jeweils nach Erscheinen gelöscht und in das nächste Jahr übertragen werden; also dann ohne automatische Wiederholung. Keinesfalls sollten Sie sich dazu verleiten lassen, beispielsweise Vorhaben in eine separate Datenbank auszulagern, nur weil die Kalender-Datenbank bereits wegen zu vieler wiederholender Vorhaben und Termine zu langsam wird. Das geht am Sinn der Sache vorbei.
Egal wie langsam das werden sollte: Es ist immer noch besser, als sich aus mehreren Datenbanken das zusammenzusuchen, was eigentlich an einem Platz gezeigt werden soll.
Es ist keine Spezialiät des HP 200LX, sondern eine Besonderheit von DOS, an die oft nicht mehr gedacht wird: ZIP-Dateien - erstellt mit WinZip, PKZIP oder MacZIP - können zwischen den Plattformen ausgetauscht werden. Auf Rechnern, die unter DOS laufen können allerdings ZIP-Dateien nur dann geöffnet werden, wenn alle darin enthaltenen Dateien und Ordner der Dateinamen-Konvention 8.3 entsprechen. Die Länge des Dateinamens der Zip-Datei selbst ist egal, da dieser unter DOS sowieso auf 8.3-Format reduziert wird.
Es gibt mehrere Hilfsprogramme, die das Erstellen eines Macros ermöglichen, das im Prinzip eine Folge von Tasten-Betätigung in den Tastaturpuffer legt. Dabei kann es bei einigen passieren, dass hierfür das US-Tastatur-Layout gilt. Es werden dann also jene Tasten "gedrückt", die über die selbe Taste mit US-Tastatur-Layout erreichbar sind. Dies betrifft besonders die Zeichen "Y" und "Z" sowie Umlaute, die nicht oder an anderer Stelle auf der US-Tastatur platziert sind. Vermeiden Sie deswegen Ordner- und Dateinamen, die "Y" oder "Z" enthalten; Umlaute sollten sowieso nie in Dateinamen verwendet werden.
Das Problem tritt auf beispielsweise bei Verwendung des Programms "PNS200" zum Aufruf einer Lotus-123-Datei.
Hier einige System-Macros, die Sie - so weit für Sie sinnvoll - an die Gegebenheiten Ihres HP 200LX-Palmtops anpassen mögen (beispielsweise Dateipfade). In der Hauptsache soll damit durch die Erläuterungen ein Beispiel für effizienten Einsatz des Palmtops gegeben werden, wie sie - ausführlicher - in den vergangenen Jahren im "praktiker" vorgestellt wurden.
Längere Zeichenketten in Macros sind nur hier für die bessere Darstellung in mehrere Zeilen getrennt. Jedes Macro hier soll als eine fortlaufende Zeile - also ohne Zeilenschaltung innerhalb oder am Ende des Macros - eingegeben werden.
{Memo}{F10}{Esc}{F9}c:\_dat\txt\journal1.txt{Enter}{Strg+Ende}{Enter}{Enter}---------------
------------{Enter}{Datum}- {Zeit}{Rück}:{Enter}>>>Funktion: Die Datei JOURNAL1.TXT wird geöffnet, es wird an das Ende der Datei gesprungen und dort ein Eintrag mit Datum und Uhrzeit erstellt.
Anwendung: Alle Notizen werden grundsätzlich hier gemacht. Von hier werden sie dann als neue Termine, geordnet bei einem bestimmten Thema oder in einer Datenbank beispielsweise bei den Notizen bei einem Adresseintrag kopiert. In JOURNAL1.TXT entsteht damit eine lückenlose chronologische Dokumentation der aufgenommenen Notizen. Außerdem ist damit sichergestellt, dass die korrekte Einordnung und Zusammenfassung der Notizen im Nachhinein besser möglich ist als beispielsweise während einer Besprechung. Und man muss sich damit zwangsläufig zumindest noch einmal befassen, wodurch neue Ideen entstehen können. Wenn die Datei zu groß wird, ladet sie sehr langsam. Dann wird sie umbenannt und in einen Archiv-Ordner verschoben. Damit die Datei JOURNAL1.TXT ganz sicher vorhanden ist - was für dieses Macro erforderlich ist - ist in AUTOEXEC.BAT ein ECHO-Befehl, der diese Datei anlegt, sofern nicht vorhanden (vorausgesetzt wird, dass der Ordner C:\_DAT\TXT vorhanden ist):
if not exist c:\_dat\txt\journal1.txt echo.> c:\_dat\txt\journal1.txtDamit Sie wissen, bis zu welchem Eintrag in JOURNAL1.TXT die Notizen bereits übertragen bzw. bearbeitet worden sind, machen Sie eine Linie, die diese Grenze deutlich zeigt. Beispielsweise eine Zeile aus "M". Damit die Datei möglichst immer ganz sicher existiert, muss der oben angeführte Eintrag in AUTOEXEC.BAT innerhalb einer Schleife sein, die jeweils aufgerufen wird, wenn der SysMgr neu geladen wird, also vor Aufruf des SysMgr nach einer Sprungmarke. Der Grund dafür ist, dass der Palmtop nur selten neu gebootet wird, aber doch häufiger der SysMgr beendet wird um voluminösere DOS-Programme verwenden zu können. Falls dies bei Ihnen so nicht der Fall sein sollte, "schwindeln" Sie einfach diese Befehlszeile in eine Batchdatei hinein, die häufiger aufgerufen wird.
{Kopie}{Memo}{F10}{Esc}{F9}c:\_dat\txt\aender.txt{Enter}{Strg+ Ende}{Enter}{Enter}*****
*****{Enter}***{Datum}:{Enter}{Einfüg}{Enter}**********{Enter}{F10}{Alt+E}Funktion: Der gerade markierte Text oder Datensatz wird in die Zwischenablage kopiert und danach in die Datei AENDER.TXT mit Datum eingetragen.
Anwendung: Es wird der aktive (markierte) Datensatz bzw. Text in die Zwischenablage kopiert und von dort in die Datei AENDER.TXT kopiert. Damit sind alle Änderungen - beispielsweise an Terminen oder Adressdaten - in einer Datei zusammengefasst und können solcherart dann zügig in ein anderes System übernommen bzw. einem Kollegen weitergegeben werden. Damit die Datei AENDER.TXT ganz sicher vorhanden ist - was für dieses Macro erforderlich ist - ist in AUTOEXEC.BAT ein ECHO-Befehl, der diese Datei anlegt, sofern nicht vorhanden (vorausgesetzt wird, dass der Ordner C:\_DAT\TXT vorhanden ist):
if not exist c:\_dat\txt\aender.txt echo.> c:\_dat\txt\aender.txtDie Datei AENDER.TXT wird jeweils nach Bearbeitung gelöscht bzw. wird der Inhalt der Datei markiert und innerhalb der Datei gelöscht. Damit die Datei möglichst immer ganz sicher existiert, muss der oben angeführte Eintrag in AUTOEXEC.BAT innerhalb einer Schleife sein, die jeweils aufgerufen wird, wenn der SysMgr neu geladen wird, also vor Aufruf des SysMgr nach einer Sprungmarke. Der Grund dafür ist, dass der Palmtop nur selten neu gebootet wird, aber doch häufiger der SysMgr beendet wird um voluminösere DOS-Programme verwenden zu können. Falls dies bei Ihnen so nicht der Fall sein sollte, "schwindeln" Sie einfach diese Befehlszeile in eine Batchdatei hinein, die häufiger aufgerufen wird.
{Esc}{Notizbuch}{Esc}{F9}c:\_dat\hp200\*.ndb{F10}{Alt+D}NFunktion: Es wird die Dateiauswahl für das Öffnen einer Notizen-Datenbank aufgerufen. Eventuelle Fehlermeldungen werden abgefangen. Zum Schluss wird in der Auswahlliste zur ersten Datei gesprungen, deren Name mit "N" beginnt.
Anwendung: Schnelles Öffnen einer Notizen-Datenbank im richtigen Ordner, da der Vorgabe-Ordner immer dann intern geändert wird, sobald eine Datei einmal in einem anderen Ordner geöffnet oder gesichert wurde. Wenn die als Vorgabe angesprungene Datenbank gewünscht wird, braucht man nur noch die Enter-Taste drücken.
{Memo}{F10}{Esc}{F9}c:\_dat\txt\*.txt{F10}{Alt+D}Funktion: Es wird die Dateiauswahl für das Öffnen einer auswählbaren Textdatei geöffnet. Eventuelle Fehlermeldungen werden abgefangen.
Anwendung: Schnelles Öffnen einer Text-Datei im richtigen Ordner, da der Vorgabe-Ordner immer dann intern geändert wird, sobald eine Datei einmal in einem anderen Ordner geöffnet oder gesichert wurde.
{Esc}{Datenbank}{Esc}{F9}c:\_dat\hp200\*.gdb{F10}{Alt+D}PFunktion: Es wird die Dateiauswahl für das Öffnen einer auswählbaren Datenbank geöffnet. Eventuelle Fehlermeldungen werden abgefangen. Zum Schluss wird in der Auswahlliste zur ersten Datei gesprungen, deren Name mit "P" beginnt.
Anwendung: Schnelles Öffnen einer Datenbank im richtigen Ordner, da der Vorgabe-Ordner immer dann intern geändert wird, sobald eine Datei einmal in einem anderen Ordner geöffnet oder gesichert wurde. Wenn die als Vorgabe angesprungene Datenbank gewünscht wird, braucht man nur noch die Enter-Taste drücken.
{KAL}{F9}{F2}{Alt+D}{Datum}{Alt+V}1{Alt+Z}{Zeit}{Alt+R}!!!Funktion: Es wird ein neuer Termin angelegt, die Vorlaufzeit für den Alarm auf 1 Minute eingestellt.
Anwendung: Es gibt oft das Problem, dass man mehrere Personen anrufen muss, diese aber nicht sofort erreicht. Mit dieser Funktion setzt man einen Termin für den nächsten Anruf-Termin. Oder generell für alle kurzfristig geplanten Termine. Wenn es sich nur um einen Termin handelt, der so erinnert werden soll, genügen die drei Rufzeichen zur Erinnerung quasi wie ein Knopf im Taschentuch. Ansonsten schreibt man hierhin noch einen Namen zur späteren Zuordnung. Die Zeit ist dabei auf die aktuelle Zeit eingestellt, es wird also durch die Anwahl von "+" oder "-" schnell die erforderliche Uhrzeit eingestellt. Da man weiß, dass die voreingestellte Zeit "Jetzt" ist, drückt man im Uhrzeit-Feld beispielsweise einfach viermal "+", wenn man in einer Stunde erinnert werden möchte.
{F10}{F10}{Enter}{Kopie}{Ums+Tab}{Rechts} {Rück}{F10}
{KAL}{F10}{F2}KAL *sd* {Einfüg}{Alt+P}1{Alt+D}{Datum}{F6}Funktion: Beim aktuellen Datensatz (egal ob geöffnet oder in Listenansicht) wird der Inhalt des ersten Datenfelds - in dem beispielsweise der Name einer Person steht - in die Zwischenablage kopiert. Danach wird das letzte Feld - ein Wahlfeld - angesprungen und markiert. Danach wird ein neues Vorhaben in der Termin-Datenbank eingetragen. In die Betreff-Zeile des Vorhabens wird der Inhalt der Zwischenablage kopiert und davor das Kürzel *sd* (für "siehe da") gestellt. Das Macro ist fehlertolerant, macht also keine Änderungen, falls das letzte Feld kein Wahlfeld sein sollte. Das Wahlfeld sollte vor dem Starten des Macros nicht angewählt sein, denn es wird jeweils der Status (angewählt / nicht angewählt) des Wahlfeldes geändert.
Anwendung: Es soll ein "Kalender gesetzt" werden, der sich auf eine Person oder eine bestimmte Angelegenheit bezieht, die in einer Datenbank eingetragen ist. In der Datenbank zeigt das markierte Wahlfeld (es ist das letzte Feld im Datensatz) an, dass ein Vorhaben (ToDo bzw. Aufgabe) zu diesem Datensatz eingetragen ist. Nach Ablauf des Macros wird dann nur noch das Kalenderdatum aus einem Monatskalender gewählt (Ausgangspunkt ist heute). - Im Notizfeld des Datensatzes hat man vorher eine Notiz gemacht, was bei diesem Vorhaben besprochen werden soll bzw. welche Aktivität gesetzt werden soll (das kann auch eine Datenbank sein, in der man Service-Aufgaben einträgt wie das Wechseln von Batterien in Geräten) beispielsweise. Beim Termin wiederum gibt es den Text-Verweis auf den Datensatz in der Datenbank. Rückt das Vorhaben nahe, schaut man in die Datenbank und weiß, was man sich dafür vorgenommen hat. Beispielsweise, was besprochen werden soll. Bei der Besprechung trägt man die Notizen zur Besprechung im Telegrammstil ein. Solcherart hat man dort zusammengefasst alle Abmachungen etc. Der Vorteil dabei ist, dass in der Termindatenbank - für Termine und Vorhaben - immer nur Verweise auf eine Aktivität sind. Also sind chronologisch immer nur die Verweise und die Details immer systematisch auffindbar.
Alle neueren Standards wie USB, Bluetooth oder WLAN sind mit dem HP 200LX nicht mehr sinnvoll bzw. überhaupt nicht verwendbar. Dasselbe gilt erst recht für Multimedia-Technologien. Es gibt zwar Software (siehe hp200lx.net) mit der MIDI einigermaßen hörbar gemacht werden kann, es gibt Erweiterungsmodule, mit denen Audio aufgenommen werden kann, was wohl kleiner und komfortabler mit einem separaten Chip-Diktiergerät oder Handy realisiert werden kann. Es hat aber nicht viel Sinn, derartige Funktionen aufzustoppeln.
Der HP 200LX erfüllt die Aufgaben, für die er vorgesehen ist, besser als jeder derzeit erhältliche Handheld. Die individuelle Konfigurierbarkeit, verlässliches, erwartungsgemäßes Funktionieren und schnelle Dateneingabe werden wohl auch in Zukunft nicht mehr übertroffen werden. Es gibt zwar inzwischen wieder PDAs und Handys mit QWERTZ-Tastatur, aber vorläufig jedenfalls keinen, der so einfache, schnelle Texteingabe und - durch den abgesetzen Zifferntasten-Block - einen großartigen Rechner abgibt. Der Gleichungslöser und die simple, übersichtliche Handhabung ist großartig, wenn es darum geht, Termine und Aufgaben zu verwalten, sich Notizen in simplem Nur-Text-Format zu machen, die ewig weiterhin lesbar bleiben werden - was von den sonderbaren Dateiformaten beispielsweise bei Palm-PDAs und andern nicht gesagt werden kann - und die sehr weitreichenden Funktionen des integrierten Rechners mit Gleichungslöser und Tabellenkalkulation.
Der HP 200LX ist sicherlich nichts für jemanden, der heute nach einem Gerät sucht. Aber für jene, die ihn schon seit Mitte der 1990er-Jahre verwenden gibt es keine ernsthafte Alternative für die genannten Anwendungen. So lange das eigene Gerät noch funktioniert oder man noch irgendwo ein gebrauchtes ergattern kann, jedenfalls. Beim beruflichen Einsatz - also ernsthafter - kommt es in der Hauptsache auf die Zuverlässigkeit an und sowieso, dass man zügig damit arbeiten kann. Das kann man zwangsläufig mit einem Gerät, das man schon seit mehr als zehn Jahren täglich verwendet. Profis wechseln ohne Not - nur aus Mode - kein Arbeitsgerät. Als Ergänzung für die neuen Anwendungen ist zusätzlich ein ausgewachsenes Handy sinnvoll.
[!> Die Hinweise hier beziehen sich auf Pocket-PCs mit Windows Mobile bis inklusive Version 6.5. Die dieser nachfolgene Version heißt Windows Phone 7 und ist für den Herbst 2010 angekündigt. Diese wird weitestgehend anders sein (siehe: Für Ende 2010 erwartet: Windows Phone 7 - neuer Name, alles anders). Ein Pocket-PC mit Windows Mobile 6.5 dürfte aber auch trotz dieser Neuerscheinung noch für etliche Jahre perfekt sein. Windows Phone bietet vor allem - was aufgrund der ersten Angaben dazu erwartet werden kann - eine erheblich modernisierte Bedienung mit Multitouch-Screen und vor allem Funktionen zur Nutzung von Social Networks und Spielen sowohl online als auch lokal am Gerät.
Wenn Sie auf Ihren HP 200LX nicht verzichten wollen, dann empfiehlt "praktiker" für Multimedia- und Web-Anwendungen - nur E-Mail funktioniert übrigens mit dem HP 200LX gut dank www/lx - einen separaten Rechner anzuschaffen. Der Umgang mit Handys und Modems via IrDA-Verbindung ist heute allerdings nicht mehr das, was man sich an Funktonalität und Bedienkomfort erwartet. Seinerzeit - Ende der 1990er-Jahre - war www/lx regelrecht sensationell. Webbrowser gibt es für den HP 200LX nur mit "hv/lx", was aber nur zum Lesen von Texten unterwegs sinnvoll ist, aber mit Grafik und auch Formularen hoffnungslos überfordert ist; ganz zu schweigen von verschlüsselten Verbindungen, wie sie heute stark gebraucht werden. Das war lediglich seinerzeit eine attraktive Notlösung, als es noch keine sinnvolleren Alternativen für unterwegs gegeben hatte.
Alle Internet-Dienste sind heute mit einem Pocket-PC-Handy sinnvoller zu nutzen; beispielsweise mit dem Programm "nPOPuk", das parallel - ohne Synchronisieren! - auf Pocket-PC und Desktop-Windows verwendet werden kann.
In der Hauptsache ist das heute Pocket-PC resp. Windows Mobile. Empfehlenswert ist eine Phone-Version, also mit integriertem GSM-Transceiver für Telefonieren und Datenübertragung via GPRS, HSDPA oder UMTS; idealerweise auch mit integriertem WLAN. Mittlerweile ist das auch der Standard-Typ eines PDAs, was auch in "Windows Phone" - dem Nachfolgesystem von "Windows Mobile" - mit wiederum erweiterten Möglichkeiten - fortgesetzt wird.
Die neuen Technologien sind spannend und sie sind schlicht nur mit den neuen Geräten erreichbar. Pocket-PC resp. Windows Mobile deswegen, weil das ein auch komplett autark arbeitendes Gerät ist; im Gegensatz zu iPhone und deren Nachempfindungen wie Android etc., die mitunter nicht einmal einen Steckplatz für Speicherkarten haben.
Die neuen Technologien zur Netzanbindung sind für den beruflichen Anwender tatsächlich wichtiger als die autarke Effizienz. Beispielsweise für jene, die mit ihrem Zentralrechner unterwegs in Verbindung bleiben müssen, ist die Verfügbarkeit eines gut funktionierenden Webbrowsers wichtiger als ein wissenschaftlicher Taschenrechner. Es ist für ihn wichtiger, mit den Rechnern von Kollegen leichter kommunizieren, Daten von einem Zentralrechner abrufen und Berichte abliefern zu können.
Hinsichtlich der reinen Bürofunktionen verschiebt sich die Aufgabe des Handheld vom vollwertigen, autarken EDV-System für die Tasche zur primären Funktion als Terminal. Zunehmend mit dem Webbrowser als Haupt-Anwendung.
"praktiker" sieht den PDA als Computer zum Einstecken. Also nicht als Subsystem zu einem großen PC oder gar Quasi-Terminal zu fremden Diensten im Internet, sondern als einen weiteren Computer, den man verwendet um mit diesem seine Arbeiten unterwegs erledigen zu können. Bereits der HP 200LX war ein vollwertiger PC-XT zum Einstecken.
Heute aktuelle bessere PDAs und Smartphones bieten grundsätzlich nicht weniger Möglichkeiten als auch ein Notebook-PC. Einschränkungen gibt es in der Hauptsache nur durch den erheblich kleineren Bildschirm und kleinere oder nicht vorhandene Tastatur.
Man kann aber mit einem PDA genauso auch Bildbearbeitung machen etc. Windows Mobile erfüllt diese Wünsche derzeit am besten - vor allem auch durch das komplette vorinstallierte MS-Office-Paket mit Outlook etc.
Manches ist mit dem HP 200LX wegen seiner besonders guten Tastatur und enormer Arbeitszeit vorerst weiterhin einfacher zu lösen. Das sagen vor allem seine Fans. Was aber - muss man auch ehrlich zu sich selbst sein, wenn man ein solcher ist - hauptsächlich daran liegt, dass man das Gerät nach vielleicht 15 Jahren ständiger Verwendung einfach exzellent als Werkzeug beherrscht. Das kann kaum übertroffen werden. Für jene, die neu mit dem HP 200LX zu arbeiten anfangen würden, ist das sicherlich schwierig verständlich.
Die herausragenden Vorzüge des HP 200LX gegenüber den aktuellen PDAs werden - erfreulicherweise - zunehmend weniger. Bereits während der Zeit des HP 200LX ist mit PalmOS der Typ des PDAs ohne Tastatur aufgekommen und hatte ein ungleich größeres Publikum gefunden. Daher hatte sich die weitere "Evolution" des PDAs in diese Richtung bewegt. Auch bei Windows Mobile hatten sich die "Miniaturisierten Notebook-PCs" vom Typ Handheld-PC nicht durchgesetzt, es wurde dann vorerst dominierend der Pocket-PC. Mittlerweile ist ein Mobiltelefonteil - und auch GPS-Navigation - bereits der Standard und Tastaturen gibt es als Alternative auch schon vermehrt wieder. Diese sind zwar - wenn auch das Gerät klein sein soll - extrem klein, aber durchaus gut verwendbar. Auch die das flotte Tippen am HP 200LX erfordert viel Übung.
=>> Pocket-PC / Windows Mobile-Rechner: Ezzes & Software-Empfehlungen
Nicht empfohlen werden von "praktiker" allerdings jene PDA-Phones, von denen die persönlichen Daten irgendwo auf einem fremden Server abgespeichert werden. Speicherkapazität ist heute spottbillig und benötigt kaum Platz. Es gibt also kein vernünftiges Argument gegen die konventionelle Vorgangsweise, Kontaktdaten, Terminkalender und alle anderen persönlichen Daten lokal auf dem eigenen Speicher des Geräts oder einer eigenen Speicherkarte abzuspeichern und auf einer separaten Speicherkarte oder dem eigenen Desktop- oder Notebook-PC für den Notfall zu sichern (Backup).
Genauso wird also von der Verwendung von PDAs resp. PDA-Phones abgeraten, bei denen es
Geräte, welche die eigenen Daten auf einem fremden Server ablegen oder keinen Steckplatz für Speicherkarten haben sind für einen mündigen Anwender nicht akzeptabel. Egal wie "cool" die Geschichten sind, mit denen einem eine solche Lösung schmackhaft gemacht werden soll. Im Sinne des Anwenders ist das jedenfalls ganz sicher nicht.
Die Datensicherung auf eine Speicherkarte schafft jeder, wenn die Software dafür bereits vorinstalliert ist. Was ja zuvor - zu Zeiten erheblich teurerer Speicher - auch kein Problem war. Es gibt Mini- und Micro-SD-Karten für die auch im kleinsten PDA oder Smartphone Platz ist.
Die Idee zu so genannten Network-PCs - also Notebook-ähnliche PCs ohne nennenswerte eigene Speicherkapazität und mit Netzwerk-Anbindung - ist in einer Zeit aufgekommen, als Speicherplatz - mit Harddisks - sehr teuer, sehr voluminös war und hohen Stromverbrauch verursacht hatte, was die Arbeitszeit von Geräten unterwegs einschränkt. Mit dem Network-PC sollten Programme online heruntergeladen werden und die selbst erarbeiteten Daten resp. Dokumente ebenfalls auf einem entfernten Server gelagert werden. Vorteil war der Wegfall einer Harddisk und das früher noch mühsamere Installieren von Anwendungen. Diese Idee hatte sich seinerzeit nicht durchgesetzt. Sie ist aber inzwischen durch die Weiterentwicklung obsolet geworden. Speicher ist billig, klein, braucht kaum Strom und das Installieren von Anwendungen funktioniert derart mühelos, dass auch das kein Thema mehr ist. Zudem sind für die meisten Anwendungen auch sehr hochwertige kostenlose Programme erhältlich.
Die Idee der "Computer-Cloud" - also der eigene Computer unterwegs, der PDA - als Quasi-Terminal eines großen Rechners, der von Fremden betrieben wird - ist heute eine Chance für Dienste-Anbieter, evtl. Spesen pro Nutzung von Software und anderen Diensten in Kleinbeträgen - und daher in der Summe großer erwarteter Nutzerzahlen sehr attraktiv - verrechnen zu können. Es ist eine attraktive Geschäftsaussicht, deswegen werden noch sehr viele "coole" Ideen entwickelt werden, die uns das schmackhaft machen sollen. Der andere Aspekt ist freilich die Privatsphäre, die damit ganz sicher nicht absolut sichergestellt sein kann. Wenn solche Dienste also kostenlos angeboten werden, dann muss man sich freilich fragen, warum. Bei den kostenlosen Social-Networks weiß man es inzwischen, wie toll die Userdaten kommerziell genutzt werden können.
Die eigenen Daten sollen auf den eigenen Rechnern - das sind auch PDAs - und eigenen Datenträgern bleiben. Die haben nirgendwo anders etwas verloren und gehen niemanden etwas an. Eine technische Notwendigkeit gibt es dafür sowieso längst nicht mehr.