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[BILD] HP200LX, am Display: Dateimanager Norton Commander - (c) Felix Wessely

HP 200LX MS-DOS-Palmtop-PC - Ezzes & Software-Empfehlungen für Praktiker

Der HP200LX ist ein extrem leistungsfähiger Palmtop-PC. Obwohl technisch überholt - Audio und Multimedia allgemein sowie die modernen Schnittstellen wie USB gibt es nicht - ist er in vielen Punkten ungeschlagen. So beispielsweise wegen seines integrierten Finanzrechners, Arbeitsdauer mit zwei Mignonzellen von bis zu 40 Stunden etc. Der 200LX hat sich zu einem Kultgerät entwickelt und ist nach wie vor stark in Verwendung trotzdem seit Ende 2000 nur noch gebrauchte Geräte erhältlich sind. Nahezu alle DOS-Programme sind damit verwendbar. Bis Windows 3.0 übrigens. - Enthusiasten finden hier Ezzes rund um den HP200LX sowie Kurzbesprechungen zu von der "praktiker"-Testredaktion erprobter Software.

[!] Vor dem Installieren eines Programms wird es dringend empfohlen die Daten des Rechners zu sichern. Die Verwendung hier zugänglich gemachter Programme und Verfahren erfolgt auf eigene Gefahr.


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HP 200LX Palmtop mit MS-DOS: Je nach Gusto ultimatives Werkzeug, Kult oder Zwerg-Saurier

Der 200LX von Hewlett Packard arbeitet mit MS-DOS 5.0, ist ein voll kompatibler PC-XT mit einer Taktrate von 8MHz, 1, 2 oder 4MB Hauptspeicher, PCMCIA-Steckplatz, CGA-Monochrom-LCD und Tastatur mit abgesetztem Ziffernblock. Neben MS-DOS gibt es eine ebenfalls in ROM gebrannte eigene Benutzeroberfläche mit PIM-Software. Eines der herausragenden Merkmale ist ein vollwertiger Finanzrechner mit Gleichungslöser, Plot-Funktion, Datenübergabe an Lotus 1-2-3 und - Pflicht bei HP - UPN. Im Grunde ist er der perfekte Handheld-PC, der auch rein technisch gesehen praktisch fehlerfrei programmiert ist und daher immer erwartungsgemäß funktioniert. Allerdings sind Funktionen, die mit Internet oder Multimedia zu tun haben - und alles was mit DOS-Programmen nicht mehr gelöst wurde - damit nicht zugänglich. Häufig bei 200LX-Anwendern ist es heute, parallel zum 200LX ein Smartphone oder PDA-Phone vom Typ Pocket-PC zu verwenden, was für Kommunikation und die damit möglichen Multimedia-Anwendungen eingesetzt wird.

Um die Möglichkeiten des 200LX sinnvoll nutzen zu können, ist eine gewisse Beschäftigung mit dem System und sind Kenntnisse im Umgang mit MS-DOS nötig. Für jene, die mit DOS "aufgewachsen" sind, ist das also eine Kleinigkeit, alle jüngeren Anwender werden damit eher keine Freude haben. Weil es eben keinen Sinn mehr hat, sich heute mit DOS auseinanderzusetzen um das dann im Prinzip nur mit einem Gerät anzuwenden. Das ist dann höchstens eine Liebhaberei, aber ganz sicher nichts für den Umgang mit einem Arbeitswerkzeug, was der HP 200LX ja in allererster Linie ist.

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HP 200LX Palmtop-PC: Kleine Schmankerln und Ezzes

Die Programmierer des HP 200LX haben einige Kleinigkeiten eingebaut, die über spezielle Funktionen - die nicht alle im Handbuch zu finden sind - zugänglich werden. Außerdem gibt die "praktiker"-Redaktion hier einige kleine Tipps für den effizienteren Umgang mit diesem Palmtop. Weitere Empfehlungen ergeben sich aus den Kurzbeschreibungen der aufgelisteten, getesteten und für empfehlenswert befundenen Programme.

Die nachstehend angeführten Funktionen bzw. Verfahren treffen auf den HP 200LX zu, sind möglicherweise etwas anders - oder überhaupt nicht - bei HP100LX oder dem noch älteren HP95LX. Der - gelegentlich angebotene - HP1000LX entspricht übrigens dem HP100LX, allerdings ohne die Systemprogramme, sondern nur mit MS-DOS 5.0.

CGA-Display mit Seitenverhältnis wie 640 x 240px

Das Display des HP200LX hat CGA-Auflösung 640 x 200px. Das Seitenverhältnis des Displays ist tatsächlich wie 640 x 240px, also halbe Höhe von VGA. Die CGA-Bildschirmauflösung wurde seinerzeit freilich in der Regel auf Bildschirmen mit 4:3-Seitenverhältnis gesehen und daher extrem vertikal gestreckt. Die Darstellung ist daher stark vertikal gestaucht, wenn Bilder oder Grafiken von einem Programm dargestellt werden, das von einem 4:3-Display ausgeht. Und sie ist vertikal leicht gestreckt, wenn die Darstellung von quadratischen Pixeln ausgeht.

Das Display kann nur ein paar Graustufen darstellen, ist aber dadurch kompatibel mit praktisch allen MS-DOS-Anwendungen, die für CGA-Grafik tauglich sind. Und sowieso für alle MS-DOS-Anwendungen, die Textdarstellung bei einer Größe von 80 x 25 Zeichen haben.

Code-Name des Rechners: Jaguar - Cougar - Felix

Die - freilich nicht wirklich wichtigen - Code-Namen der HP-Palmtop-Generationen sind: 95LX "Jaguar", 100LX "Cougar" und 200LX "Felix". Dies wird erkennbar in einem kleinen wenig geistreichen Gedicht, wenn man - wenn der Rechner ausgeschaltet ist - die Tasten-Kombination [ESC][ON] drückt um den Selbsttest zu starten. Danach bewegt man mit dem Cursor auf den Menüpunkt "Display". Nun drückt man [CTRL][Enter] und danach [SHIFT] (halten) und 13-mal [ENTER].

Als Speicherkarte empfehlenswert Compact-Flash mit PC-Card-Adapter

Als Speicherkarte ist Compact-Flash mit PC-Card-Adapter am besten. Die Speicherkarten SmartMedia, MM-Card, SD-Card, Memory Stick etc. benötigen einen PC-Card-Adapter mit eigener Elektronik, die nicht immer stromsparend arbeitet. CompactFlash ist hingegen dasselbe wie PC-Card, nur in einem kleineren Gehäuse. Der Adapter dabei ist also nur eine Steckverbindung. Grundregel: Speicherkarten bis 200 MB funktionieren ohne weiteren Treiber, bei Karten mit 256 MB sind die Chancen auch recht groß.

Die Karte muss nach FAT12 oder FAT16 formatiert sein; nach FAT32 formatierte Karten funktionieren nicht. Hinsichtlich der Hardware müssen es "langsame" Flash-Speicher sein ohne die jüngere NAND-Technologie. Einfach ausprobieren vor dem Kauf.

Compact-Flash-Speicherkarten mit so kleinen Kapazitäten wie sie der HP 200LX nutzen kann, sind heute kaum mehr neu erhältlich. Bei Bedarf wird man solche also nur noch gebraucht irgendwo auf einem Flohmarkt bekommen.

Speicherkarte dringend nötig zumindest für Backup

Irgendeine Karte ist auf jeden Fall wichtig, damit Sie den Speicherinhalt ab und zu darauf sichern können. Der HP 200LX verliert den Inhalt des RAMs (Laufwerk C:) zwar praktisch nie, aber bei ganz schlimmen Abstürzen kann das schon passieren. Wenngleich man sich dafür wirklich anstrengen muss oder ein wirklich mieses Programm verwendet (was sich nicht ganz ausschließen lässt, wenn man gerne experimentiert).

Der Speicherinhalt des RAM kann allerdings auch dann verloren gehen, wenn die Haupt-Batterien zu lange - beim Batterietausch - entfernt sind oder freilich dann, wenn sie zu lange "leer" sind und daher die Pufferbatterie ebenfalls erschöpft ist.

Backup von Laufwerk C: durch einfaches Umkopieren

Ein Backup des internen RAM-Speichers - Laufwerk C: - kann beispielsweise sehr einfach durch Kopieren aller Dateien in einen Ordner einer Flash-Speicherkarte erfolgen. Nach Datenverlust ist solcherart der ursprüngliche Status schnell wieder herstellbar. Da beim HP200LX das Betriebssystem vom - praktisch unzerstörbaren - ROM-Laufwerk D: gestartet wird, muss Laufwerk C: nicht speziell formatiert sein, weshalb einfaches Umkopieren genügt.

Gebootet wird immer vom ROM-Laufwerk D: - Startdateien auch von A: oder C:

Die komplette Software des HP200LX ist in einem ROM, dem das Laufwerk D: zugeordnet ist. Dieses enthält also auch das Betriebssystem MS-DOS 5.0 in einer etwas modifizierten Variante.

Besonderheit gegenüber einem normalen PC ist, dass immer von diesem Laufwerk D: gebootet wird, aber die Startdateien AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS bevorzugt so verwendet werden, wie bei einem sonstigen PC auch: Gesucht wird auf den Laufwerken in der Reihenfolge A:, C:. Die Startdateien werden von jenem Laufwerk verwendet, auf dem die zuerst gesuchte Startdatei CONFIG.SYS vorhanden ist. Nur wenn die PC-typische Suche auf A: und C: nicht erfolgreich ist, dann werden die Standard-Startdateien des HP200LX verwendet, die im ROM-Laufwerk D: vorhanden sind.

Das Boot-Laufwerk - bei einem PC normalerweise A: oder C: - muss bekanntlich speziell als Startlaufwerk formatiert werden. Sobald nach einem Reset aus dem BIOS die Grundfunktionen geladen sind, wird auf diesen Laufwerken nach einem Bootsektor gesucht, von dem zum Betriebssystem verwiesen wird. Beim HP200LX ist das insofern anders eingestellt, als der Bootsektor auf ROM-Laufwerk D: gesucht - und dort freilich immer gefunden - wird. Das interne RAM-Laufwerk C: am HP200LX wird deswegen - entgegen dem sonstigen Standard bei PC - nicht als Startlaufwerk formatiert.

Nach einem Hard-Reset erscheint zudem ein Menü, bei dem ausgewählt werden kann von welchem Laufwerk die Startdateien verwendet werden sollen. Dies ist dann hilfreich, wenn ein Fehler in den selbst erstellten Startdateien ist und deswegen das System beim Start blockiert wird. Löschen kann man sie freilich auch nicht, weil auch dafür das System einmal hochfahren müsste. In diesem Fall kann man dann die Standard-Startdateien vom ROM-Laufwerk D: auswählen um das System hochzufahren.

Ein Hard-Reset des HP200LX löst man mit der Tastenkombination [STRG]+[SHIFT]+[ALT]+[EIN] aus. Soft-Reset so wie normal mit [STRG]+[ALT]+[ENTF].

PC-Card-Adapter für sonstige Speicherkartenformate

Ein PC-Card-Adapter für die sonst noch verwendeten Speicherkarten-Formate ist ggf. hilfreich, sofern noch weitere ältere Geräte verwendet werden, die ebenfalls noch mit "kleineren" Speicherkarten arbeiten. Früher war das sinnvoll, wenn man beispielsweise ein Bild von der Speicherkarte zum Versand per E-Mail auf den HP 200LX übertragen wollte. Heute wird ein HP 200LX kaum noch für E-Mail verwendet werden.

Voraussetzung für die Brauchbarkeit allgemein von Speicherkarten ist einerseits, dass die Karte hinsichtlich ihrer Speicher-Technologie vom HP 200LX genutzt werden kann und dass diese nach FAT12 oder FAT16 formatiert ist. Dies ist bei Speicherkarten, die mit einigermaßen aktuelleren Geräten verwendet werden - beispielsweise Kameras - heute kaum mehr der Fall.

Dem Wechselspeicher im PC-Card-Steckplatz des HP200LX ist immer das Laufwerk A: zugeordnet. Vorgabemäßig - also in der Standard-Startdatei AUTOEXEC.BAT ist mit dem Befehl ASSIGN das virtuelle Laufwerk E: festgelegt, das auf A: zugreift. Der Grund dafür liegt darin, dass der Laufwerksbuchstabe A: - wie auch B: - standardmäßig ein Diskettenlaufwerk ist. Manche Programme erlauben es nicht, dass sie mit einem Diskettenlaufwerk arbeiten oder von einem Diskettenlaufwerk gestartet werden. Für diese Fälle ist der Laufwerks-Buchstabe E: günstiger.

Speichererweiterung und Doublespeed

Durch Wechseln des Quarzes und Einbau von Speichererweiterung können sowohl das Arbeitstempo maßgeblich verbessert als auch der Hauptspeicher erweitert werden. Der HP 200LX läuft mit einer Taktfrequenz von ca. 8MHz, er wurde ursprünglich für das doppelte Arbeitstempo - also ca. 16MHz - entwickelt, er wird durch diese Modifikation auf ca. 16MHz also nicht überfordert. Diese wurde von HP nicht realisiert, weil damit die Leistungsaufnahme "zu hoch" war.

Die Arbeitsdauer eines HP 200LX mit Doublespeed und einer Speichererweiterung von 32MB reicht - je nach Batterietyp - bis zu 40 Stunden, was für heutige Maßstäbe sowieso verblüffend lang ist. Reine Arbeitsdauer, wohlgemerkt.

Mit einer Speichererweiterung wird ein Laufwerk F: hinzugefügt. Durch ein kleines Treiberprogramm, das über CONFIG.SYS geladen wird, werden C: und F: getauscht. Danach ist der originale RAM-Massenspeicher das Laufwerk F: und die Speichererweiterung das Laufwerk C:. Die Speichererweiterung ist ebenfalls ein RAM-Speicher und braucht daher - genauso wie der originale interne Massenspeicher - eine Stromversorgung.

Zur Doublespeed-Erweiterung wird der 15,8-MHz-Quarz gegen einen mit 31,673MHz getauscht. Ein 32-MHz-Quarz ist nicht so optimal, weil dann zeitkritische Anwendungen evtl. nicht korrekt funktionieren. Wenn Doublespeed installiert ist, ist ebenfalls ein kleines Treiberprogramm nötig. Ohne dieses wäre u.a. die Bildschirm-Darstellung gestört und die Alarmtöne laufen in doppelter Geschwindigkeit und Frequenz ab.

Speichererweiterungen sind seinerzeit bis 64MB oder mehr möglich gewesen; inzwischen dürfte das nur noch bis 32MB möglich sein. Die Systemstabilität wird durch eine fachgerechte Modifikation in keiner Weise beeinträchtigt.

Anbieter von Reparatur und Upgrade für HP 200LX, gebrauchte Geräte

Diese Umbauarbeiten werden heute noch von DI Daniel Hertrich mit seiner Firma "hermocom" in Deutschland angeboten, wo es gelegentlich auch überholte, gebrauchte Geräte - auch die deutschsprachige Variante des HP 200LX - gibt.

Weiters gibt es den Palmtop-Service der früheren Zeitschrift "HP Palmtop Paper" von Hal Goldstein in den USA. Es gibt dort auch gebrauchte, überholte HP 200LX und gelegentlich auch Vorgängermodelle. Dabei handelt es sich freilich in der Regel um Versionen in englischer Sprache.

=>>> www.hermocom.com (Deutschland)
=>>> www.palmtoppaper.com (USA)

Spezielle Programme *.EXM nur über System Manager

Der HP 200LX hat als zentrales Steuerprogramm das Programmstart-Programm "System Manager", abgekürzt "SysMgr". Über den SysMgr können die wichtigsten vorinstallierten Anwendungen von Haus aus gestartet werden. Eigene Anwendungen können hinzugefügt werden. Erlaubt sind alle Programme oder Batch-Dateien (Stapelverarbeitungsdateien). Unter den vorinstallierten Programmen und zusätzlich erhältlich speziell zur Verwendung mit dem HP 200LX sind Programme mit der Dateinamenserweiterung *.EXM. Wesentlich ist, dass diese ausschließlich über den SysMgr gestartet werden können. Also beispielsweise nicht über den DOS-Prompt oder den Dateimanager.

Wenn der SysMgr nicht aktiv ist, dann können diese EXM-Programme nicht verwendet werden. Wenn der SysMgr nicht aktiv ist, dann ist der HP 200LX ein normaler PC-XT mit lediglich einigen Besonderheiten, aber ansonsten kompatibel mit allen DOS-Anwendungen, die mit einer CGA-Bildschirm-Ausgabe arbeiten.

Spezielle Grafische Oberfläche für PAL-Anwendungen

Der HP 200LX unterstützt die sogenannte PAL Palmtop Application Library mit u.a. speziellen Grafikbefehlen zur Darstellung der Bildschirmausgabe. Es gibt zahlreiche speziell für den HP 200LX erstellte Programme, die diese PAL nutzen.

Wenn solche Programme auch auf einem konventionellen PC verwendet werden sollen, dann muss dafür vor Aufruf des betreffenden Programms die Grafik-Unterstützung dafür hergestellt werden. Dazu gibt es das kleine Programm "Palrun" (siehe unter den Software-Empfehlungen).

Schneller mit COMMAND.COM auf C:

Kopieren Sie COMMAND.COM von D:\ (ROM) auf C:\ (RAM) und geben Sie den entsprechenden SHELL-Befehl in CONFIG.SYS. Vom RAM geht es geringfügig flotter. Das ist ein spezieller COMMAND.COM mit nur ca. 500 Byte, der nur am HP 200LX funktioniert. Man kann übrigens auch einen anderen, "normalen" DOS-Command-Interpreter verwenden; beispielsweise jenen von 4dos.

Schneller mit kompletten Programm-Namen

Es ist unter DOS möglich (und auch üblich), ein Programm ohne die Angabe von Dateinamen-Erweiterung und Pfad aufzurufen. Gibt man den Pfad zur Datei nicht an, dann muss dieser lediglich in der Umgebungsvariablen "PATH" enthalten sein. Das System durchsucht dann alle dort angegebenen Ordner nach dem angegebenen Programm. Das dauert freilich länger, als wenn der Pfad beim Programm-Aufruf angegeben ist. Es dauert auch länger, wenn zum Programm keine Dateinamen-Erweiterung angegeben wird. Das System durchsucht dann den Ordner nach Dateien mit den Endungen ".COM", ".EXE" und ".BAT" (in dieser Reihenfolge) und startet die Erste zutreffende. Wenn diese Dateiendung mit angegeben wird, startet also das Programm schneller wenn es eine andere Endung als ".COM" hat.

Dateitypen mit Programmen verknüpfen

Es ist im Handbuch beschrieben, sollte aber auch genutzt werden: In der Datei C:\_DAT\FILER.INI können Dateinamen-Erweiterungen Programmen zugeordnet werden. Beispielsweise *.TXT oder *.ASC zur Textverarbeitung.

Das in FILER.INI zugeordnete Programm öffnet dann eine über den Dateimanager mit [ENTER] angewählte Daten-Datei. Vor den Einträgen steht die Rubrik-Bezeichnung [Launcher]. Nachfolgend ein kurzes Beispiel für den Inhalt der Datei FILER.INI:

C:\_DAT\FILER.INI
  • [Launcher]
  • ZIP=c:\pkunzip.exe %
  • ASC=c:\vde.com % /U

In diesem Beispiel werden Dateien mit der Dateierweiterung "ZIP" über das Programm PKUNZIP verarbeitet und Dateien mit der Dateierweiterung "ASC" mit dem Programm VDE und dem weiteren Parameter "/U". An Stelle des "%" wird der Dateiname eingesetzt.

Schauen Sie sich dafür bitte auch das Programm "PNS200" an, das unter unseren Software-Empfehlungen aufgelistet ist. PNS200 ist erforderlich, wenn auch die vorinstallierten SysMgr-Anwendungen mit einer Dateinamenserweiterung verknüpft werden sollen; also beispielsweise "Memo" oder "Lotus 1-2-3". Die Verknüpfung mit SysMgr-Anwendungen ist also über diese Filer-Funktion allein nicht möglich.

"PNS200" bietet zusätzlich die Möglichkeit, aus mehreren Programmen auszuwählen, mit welchem davon eine Datei geöffnet werden soll. Das ist praktisch um verschiedene Programme zuzuordnen je nachdem, ob eine Datei bearbeitet oder nur betrachtet werden soll etc.

Alternative Dateinamenserweiterung für Text-Dateien verwenden

Unter DOS, Windows und auch anderen Betriebssystemen wird der Dateityp anhand der Dateinamenserweiterung erkannt. Mit dem HP 200LX - resp. generell DOS - gibt es bei der gemischten Verwendung mit Windows-Rechnern das Problem, dass unterschiedliche Zeichensätze verwendet werden. Bei DOS typischerweise ein IBM-Zeichensatz - Codepage 437 für international oder Codepage 850 für Deutsch, wobei diese zumindest bei den wesentlichen deutschen Sonderzeichen übereinstimmen - und unter Windows ein ANSI-Zeichensatz, bei dem die Umlaute und andere wichtige Sonderzeichen einen anderen Byte-Wert haben und dadurch falsch interpretiert und dargestellt werden.

Bei der gemischten Verwendung von DOS und Windows - was wohl in der Regel der Fall ist -, gibt es das Problem, dass für Nur-Text-Dateien - also ohne Formatierung - in allen Systemen *.TXT üblich ist. Es ist also besser, hier bei der Dateinamenserweiterung eine Unterscheidung zwischen Text-Dateien mit DOS-Zeichensatz und jenen mit Windows-Zeichensatz zu machen. Bei Windows ist das praktisch nicht realisierbar, weil dann zumindest der Austausch von Textdateien mit anderen Leuten extrem umständlich wird. Für Windows wird also besser *.TXT für Nur-Text beibehalten.

Zur Unterscheidung kann für DOS-Texte die Dateinamenserweiterung *.ASC verwendet werden. Das ist auch nicht weit hergeholt, sondern für DOS-Text eine durchaus - auch - übliche Dateinamenserweiterung. Solcherart ist dann freilich auch die Verwendung von DOS-Texten unter Windows vereinfacht. Es wird dann unter Windows der Dateinamenserweiterung *.ASC ein Programm zugewiesen, das DOS-Texte verarbeiten kann; evtl. eine DOS-Textverarbeitung oder auch ein Windows-Programm, das mit mehreren Zeichensätzen umgehen kann. Beispielsweise "EditPad" von JGSoft (siehe unter Programme zur Bearbeitung).

Für die Umstellung am HP 200LX werden einfach alle Text-Dateien mit DOS-Text in *.ASC umbenannt. Wenn Sie auch das am HP 200LX vorinstallierte Programm "Memo" verwenden, dann stellen Sie dafür dort im Menü unter "Optionen / Einstellung" unter "Standard-Erweiterung" die neue Dateinamenserweiterung "ASC" ein. Nun können Sie dann auch die verschiedenen Arten von Text-Dateien den passenden Programmen am HP 200LX zuordnen. So beispielsweise:

Solcherart sind dann die unterschiedlichen Zeichensätze kein Problem und es gibt auch keine Ungewissheit mehr, in welchem Zeichensatz eine Text-Datei vorliegt. Sie wird also immer mit einem passenden Programm verknüpft. Im HP 200LX ist das - siehe Beispiele weiter oben - beispielsweise mit dem Dateimanager möglich. Genauso freilich mit dem Standard-Dateimanager für DOS-Rechner, dem Norton Commander.

Fehler im Handbuch: Nicht "Kennwort", sondern "Password"

Zumindest einen Fehler gibt es im Handbuch des HP 200LX: Es gibt die Möglichkeit den Rechner mit Passwort zu schützen. Dazu soll man laut Handbuch den Befehl KENNWORT eingeben. Das funktioniert nicht. Korrekt heißt der Befehl PASSWORD.

Zählung der Kalenderwoche in Kalender des HP 200LX ist korrekt

Im Kalender des HP 200LX wird auch die Wochenzahl angegeben. Diese wird übrigens - das ist leider nicht so selbstverständlich - korrekt nach ISO-Standard gezählt (ISO-Wochenzählung nach ISO 2015). Nach diesem gilt, dass der erste Donnerstag im Jänner in die 1. Kalenderwoche fällt. Oder andersherum: der 4. Jänner ist immer in der ersten Kalenderwoche.

In den USA ist es üblich, dass die Woche mit dem 1. Jänner immer auch die 1. Kalenderwoche ist, weshalb das bei manchen Anwendungen nicht für uns korrekt ist.

Sommerzeit-Umstellung an aktuelle Regeln anpassen

Im Zusammenhang mit der Weltzeit-Datenbank im HP 200LX gibt es automatische Sommer- / Normalzeit-Umstellung. Für die verschiedenen Zeitzonen gelten verschiedene Regeln. Welche Regel für welche Stadt angewandt wird, wird über ein Kategoriefeld des Datensatzes zur jeweiligen Stadt eingestellt bzw. ist voreingestellt.

Diese Kategorien und die ihnen zugeordneten Regeln können in der Datei TIMEZONE.DAT - im System-Ordner C:\_DAT\ (vorher aus dem Ordner D:\_SYS\ - also vom ROM-Laufwerk - dorthin kopieren) geändert werden. Die Logik arbeitet hier genauso wie bei vielen konfigurierbaren Anwendungen: Wenn auf dem Laufwerk C: keine vom Anwender geänderten Konfigurationsdateien gefunden werden, wird auf die Voreinstellungen zurückgegriffen, die im ROM - also auf Laufwerk D: sind.

[!> Während man die Änderung in der Datei TIMEZONE.DAT vornimmt, muss freilich die Weltzeit-Anwendung geschlossen sein.

Der Grund für die Empfehlung zur Änderung der Sommerzeit-Regeln ist, dass

Folgendes sollten Sie ändern (u.a. Europa) bzw. hinzufügen (u.a. Australien, Russland):

C:\_DAT\TIMEZONE.DAT
  • Europ.
  • 3:25-31 6 1:00
  • 10:25-31 6 0:00
  • Russland
  • 3:25-31 6 1:00
  • 10:25-31 6 1:00
  • Mexiko
  • 4:1-7 6 1:00
  • 10:25-31 6 0:00
  • Norden
  • 3:8-14 6 1:00
  • 11:1-7 6 0:00
  • Süden
  • 3:1-7 6 0:00
  • 10:25-31 6 1:00
  • UnitedKingdom
  • 3:25-31 6 1:00
  • 10:23-31 6 0:00
  • Australien
  • 3:25-31 6 0:00
  • 10:25-31 6 1:00

Dabei liest sich beispielsweise die erste Angabe so: Monat 3 (März), Monatstag 25. bis 31., Wochentag 6 (Sonntag), 1 Stunde Veränderung zur Normalzeit. In diesem Fall also gilt der Sonntag im Bereich zwischen 25. bis 31. März für die Zeitumschaltung und dabei gilt +1 Stunde gegenüber der Normalzeit der jeweiligen Zeitzone.

Nach dem Sichern dieser Textdatei wird in der Weltzeit-Datenbank die Kategorie "Australien" bei Datensätzen zu den Städten in Australien im Wahlfeld für die Sommerzeit-Umschaltung geändert. Das selbe gilt für Mexiko, das eine eigene Sommerzeit-Regel hat und daher eine eigene Sommerzeit-Kategorie hat. Ebenso für Russland. Die geänderten Einstellungen werden nun die Systemzeit korrekt umschalten, sobald das erste Mal nach dem Umschalt-Termin die Weltzeit-Datenbank aufgerufen wird.

Die Umschaltung zwischen Sommerzeit / Winterzeit erfolgt also nicht durch das System, sondern durch die Weltzeit-Anwendung. Daher sollte jeweils nach dem Zeitpunkt der Sommerzeit-Umstellung (Anfang und Ende) für die aktuelle Zeitzone die Weltzeit-Anwendung durch einen Termineintrag aufgerufen werden (jährliche Wiederholung dieser beiden Termine); resp. sollte ein Termineintrag daran erinnern, dass man händisch die Weltzeit-Anwendung aufruft. Diese fragt dann danach, ob die Systemzeit umgestellt werden soll, was mit Ja bestätigt wird.

[!> Im Gegensatz zu moderneren Betriebssystemen "weiß" der HP200LX resp. MS-DOS nur Datum und Uhrzeit. Dieses beinhaltet aber keine Informationen über Zeitzone und Sommer/Winterzeit. Bei Auswählen einer anderen Uhrzeit - durch Direkteingabe oder Auswahl über die Anwendung "Weltzeit" - wird also einfach die System-Uhrzeit - und evtl. auch das System-Datum - umgestellt.

Der Zeitpunkt einer Sommerzeit-Umschaltung für die Systemzeit des HP 200LX bezieht sich auf die Sommerzeit-Kategorie jener Stadt, die als "Lokale Stadt" ausgewählt ist. Die Sommerzeit-Umschaltung beim HP 200LX erfolgt nach Tagesbeginn; unberücksichtigt bleibt die Uhrzeit der Zeitumschaltung (normalerweise zwischen 2 und 3 Uhr früh), was aber für die Praxis wohl bedeutungslos ist.

[!> Berücksichtigt sind hier nur die wesentlichen Umschalt-Regeln für die Sommerzeit. Bei manchen Ländern orientiert sich der Umschalt-Termin an beweglichen Feiertagen oder wird überhaupt jedes Jahr neu festgelegt. Zudem ist in manchen Ländern die Sommerzeit-Umschaltung - oder ob es überhaupt eine Sommerzeit gibt - je nach Region unterschiedlich geregelt. Wenn Sie mit einem Land zu tun haben, erkundigen Sie sich bitte nach der Sommerzeit-Regel und tragen Sie diese einfach in die Datei TIMEZONE.DAT nach der oben beschriebenen Logik ein.

[!> Betreffend den Datenbestand in der Weltzeit-Anwendung haben sich seit Erscheinen des HP 200LX freilich auch etliche Länder- und Städtenamen sowie auch Zeitzonen-Zuordnungen von Städten geändert.

Das Anlegen weiterer Datensätze für Städte und Änderungen an der ursprünglichen Weltzeit-Datenbank sind genauso einfach wie bei den sonstigen Datenbanken des HP 200LX möglich.

Andere Schriftart ladbar

Die Entwickler des HP 200LX haben die Möglichkeit offen gelassen, auch andere Schriftarten zu laden. Siehe auch hier unter praktiker.at den Verweis auf das Programme PCL Font Compiler und FCL Font Compiler zum Selbst-Herstellen von Schriften sowie die fertige herunterladbare Schriftartendatei "FELIXFON".

=>> FELIXFON - neues Schriftbild für HP 200LX Palmtop

Icons zu Programmen in System Manager oder HDM

Sowohl im vorinstallierten System Manager als auch in anderen Programmstarter-Anwendungen wie beispielsweise HDM (siehe Software-Empfehlungen) werden die Programme mit Icons angezeigt. Die Zuordnung eines Icons zu einem Programm erfolgt entweder durch Auswahl oder automatisch. Automatisch ist die Zuordnung dann, wenn der Dateiname der Icon-Datei - ohne Dateinamenserweiterung freilich - ident ist mit dem des Programms und im selben Ordner liegt. Der Programmdatei NC.COM, NC.EXE oder NC.BAT wird also automatisch das Icon NC.ICN zugeordnet. Alternativ können die Icons auch in C:\_DAT\ICONS\ zentral abgelegt werden. Das ist vor allem vorteilhaft in Verbindung mit Programmen, die auf einer Speicherkarte sind, die nicht ständig im HP 200LX eingelegt wird. Ansonsten findet der System Manager freilich das Icon nicht.

Bei Programmen, die speziell für den HP 200LX gedacht sind, ist eine solche Icon-Datei dabei. Für die meisten populäreren DOS-Programme findet man Icons im Internet unter hp200lx.net S.U.P.E.R.. Zur Selbstherstellung eines Icons ist am HP 200LX das kleine - etwas spartanisch, aber gut funktionierende Programm D:\BIN\ICN200LX.EXE.

Tasten-Umbelegung mit KEY200

Der HP 200LX bietet die Möglichkeit, die Funktion der Tastatur-Tasten umzubelegen. So können Sie beispielsweise die Datenbank auf die Tasten "Quicken" legen, wenn Sie Quicken nicht oder nur selten, aber die Datenbank häufig verwenden. Es lassen sich mit KEY200 auch Macros auf eine Taste legen. Hinweise zur Verwendung finden Sie in der Datei D:\BIN\KEY200.TXT auf Ihrem HP 200LX.

Hier nur kurz: Die Definitionen der Tastaturumbelegung werden als Nur-Text in einer Datei C:\KEY200.DEF angegeben. Der Aufruf erfolgt über einen Eintrag in der C:\AUTOEXEC.BAT. Über die nachfolgende Befehlszeile wird vorerst abgefragt ob die Definitionsdatei überhaupt existiert um bei Fehlen der Datei Fehlermeldungen zu vermeiden:

Nachfolgend ein Beispiel für die Befehle zur Umbelegung der Tasten. Jeweils alles nach dem Rufzeichen wird ignoriert und enthält hier die Erläuterung, welchen Zweck die Umbelegung hat. Der Befehl beginnt dann jeweils mit der Bezeichnung der Taste die gedrückt werden soll und nach dem Doppelpunkt stehen die Tastenfolgen, die bei Drücken dieser Taste simuliert werden. Beachten Sie dabei, dass es für jede simulierte Tasten-Betätigung einen Befehl für Drücken und einen für Loslassen gibt. Zur besseren Übersicht sind die Kommentare hier jeweils in roter Farbe dargestellt:

C:\KEY200.DEF
  • ! Alt-Terminkalender: startet Weltzeit
  • Alt Appt : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc Ctrl Calc ^Calc ^Ctrl
  •  
  • ! Ctrl 123: startet 123
  • Ctrl 123 : ^Ctrl 123 ^123 ^Ctrl
  •  
  • ! Alt-123: startet 123 mit Auswahl Datei laden (Menü - t - l)
  • Alt 123 : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc 123 ^123 Menu ^Menu t ^t l ^l
  •  
  • ! 123-Taste: startet DOS-Prompt
  • 123 : ^Ctrl Ctrl 123 ^123 ^Ctrl
  •  
  • ! Menü + Taste "g": Startet Programm, das mit Taste "g" im SysMgr aufgerufen wird
  • Menu g : ^Menu More ^More g ^g
  •  
  • ! Alt-Memo: Startet Memo mit Auswahl Datei laden, springt in Fenster Dateiauswahl
  • Alt Memo : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc Memo ^Memo F9 ^F9 Tab ^Tab
  •  
  • ! Alt-Quicken: Startet Datenbank mit Auswahl Datei laden, springt zu erster Datei mit Namen "p.."
  • Alt Quic : ^Alt Esc ^Esc Esc ^Esc Ctrl Phon ^Phon ^Ctrl F9 ^F9 Tab ^Tab p ^p
  •  
  • ! Taste Quicken: Startet Datenbank
  • Quic : ^Ctrl Ctrl Phon ^Phon ^Ctrl
  •  
  • ! Ctrl-Mehr: Öffnet DOS-Prompt, gibt "r" (Aufruf eines Programms "r" resp. R.BAT) und [Enter] ein, beendet DOS-Prompt (mit exit [Enter])
  • Ctrl More : ^Ctrl Ctrl 123 ^123 ^Ctrl r ^r Enter ^Enter e ^e x ^x i ^i t ^t Enter ^Enter

Dezimalkomma statt Dezimalpunkt: Über KEY200 offenbar nicht lösbar

Das Dezimalzeichen innerhalb des Ziffernblocks der Tastatur des 200LX ist - auch in der deutschen Version - ein Dezimalpunkt statt eines - was richtig wäre - Dezimalkomma. Beim integrierten Rechner ist das kein Problem, da wird diese Taste korrekt als Dezimalkomma interpretiert. Es ist allerdings ein Problem mit allen anderen Programmen, die ein Komma als Dezimalzeichen erwarten. So beispielsweise Lotus 1-2-3, welches normalerweise auf Dezimalkomma eingestellt sein wird.

"praktiker" hat dafür keine Lösung gefunden. Eigentlich sollte das über KEY200 möglich sein. Das Problem liegt darin, dass von KEY200 offenbar nicht zwischen Alpha-Punkt- und Dezimalpunkt-Taste unterschieden wird, obwohl es dafür unterschiedliche Befehle gibt (Alpha-Punkt: ".", Dezimalpunkt: "R."). Wenn man also den Dezimalpunkt auf Komma ändert, dann ändert sich damit auch die Punkt-Taste auf Komma und es fehlt dann die Punkt-Taste...

Wenn ein Dezimalkomma gebraucht wird, dann muss dafür etwas weiter zur normalen Komma-Taste gegriffen werden.

SysMgr-Anwendungen zurücksetzen

Die SysMgr-Anwendungen wie Memo, Datenbank legen Status-Dateien mit den Dateiname-Erweiterungen *.ENV und bei Lotus 123 die Datei 123.CNF an. Diese werden typischerweise nach dem Schließen der jeweiligen Anwendung aktualisiert. In diesen Dateien ist u.a. gespeichert, auf welche Datei und / oder welchen Ordner zuletzt zugegriffen wurde. Wenn man "Neue Datei laden" auswählt, dann wird in den in der Status-Datei gespeicherten Ordner - der normalerweise eben der zuletzt verwendete ist - "gegangen".

Manche Programme, die den Aufruf einer speziellen Datei gemeinsam mit einem Programm abwickeln - wie beispielsweise PNS200 - schreiben den Pfad und Dateiname zu dieser speziellen Datei in die Status-Datei, rufen dann das Programm auf, das dann entweder sofort diese spezielle Datei öffnet oder durch einen Eintrag in der Liste zuletzt bearbeiteter Dateien diese über den Befehl öffnet, der auf diese Liste zuletzt bearbeiteter Dateien zugreift.

Es kann mehrere Gründe geben dafür, dass die Status-Datei Daten enthält, welche die Handhabung unnötig kompliziert machen. So ist es beispielsweise in den meisten Fällen wünschenswert, dass bei "Datei öffnen" aus einem Programm dieses als Vorgabe den Standard-Ordner für den Dateityp öffnet. Das ist eben dann nicht mehr der Fall wenn aus irgendeinem Grund zuletzt eine Datei aus einem anderen Ordner aufgerufen wurde.

Um das Problem zu lösen werden alle diese Status-Dateien als Backup nach einem anderen Namen kopiert: jeweils alle - beispielsweise - mit *.ENV nach *.ENA und die Datei 123.CNF nach 123.CNA. Sofern der Inhalt der Status-Datei verändert wurde, wird einfach ein Batchfile aufgerufen, das zuerst den Schreibschutz der Dateien aufhebt und danach den gespeicherten Status wieder herstellt.

Das folgende Beispiel zeigt den Inhalt der Datei R.BAT. Diese wird bei Bedarf aufgerufen. Die Tasten-Definition für "Ctrl-MEHR" im Beispiel oberhalb für KEY200 erledigt dies mit einem Tastendruck.

R.BAT
  • REM Konfiguration von SysMgr-Anwendungen in *.env, 123.cnf auf unter
  • REM *.ena, 123.cna zuvor selbst gesicherte Voreinstellungen zurücksetzen
  • if not exist c:\_dat\*.ena goto noenv
  • attrib.exe -r c:\_dat\*.env
  • copy c:\_dat\*.ena c:\_dat\*.env
  • :noenv
  • if not exist c:\_dat\123.cna goto no123cnf
  • attrib.exe -r c:\_dat\123.cnf
  • copy c:\_dat\123.cna c:\_dat\123.cnf
  • :no123cnf

IR-Schnittstelle registriert Störstrahlung von GSM-Handys

Wenn ein GSM-Handy für den Datendienst verwendet wird - beispielsweise in Verbindung mit der Software WWW/LX von dasoft.com - dann gibt es Einschränkungen hinsichtlich der verwendbaren Handys - abgesehen davon, dass aktuelle Handys kaum mehr über eine IrDA-Schnittstelle verfügen. Der Abstand des Handys sollte bei der IR-Datenübertragung mindestens ca. 30cm betragen. Dieser Mindestabstand hängt ab von der Störabstrahlung des Handys und von der Fertigungstoleranz der betreffenden Bauteile im speziellen Exemplar des Palmtop. Handys mit schwacher IR-LED - das sind in der Regel jene, deren IR-Schnittstelle ständig aktiv ist - haben zumeist nur eine Reichweite von ca. 30cm. Diese sind dann möglicherweise ungeeignet zur Verwendung mit dem HP 200LX.

Wichtig für die Verwendung der IR-Schnittstelle ist auch, dass diese ihre Datenrate an das Partnergerät anpassen kann, wie dies der Industriestandard für IrDA vorsieht. Ältere Handys von Nokia und Ericsson funktionieren jedenfalls.

Aktuelle Handys haben bekanntlich kaum mehr eine IR-Schnittstelle. Allerdings gibt es heute bedeutend komfortablere Möglichkeiten, Internetdienste unterwegs zu nutzen. Das ist heute sicherlich nicht mehr eine der Stärken des HP 200LX. In seinen ersten zehn Jahren war das allerdings sehr wohl eine wichtige Funktion, die besser und flexibler funktioniert hatte als mit den meisten seinerzeit verfügbaren Geräten.

IR-Schnittstelle von Haus aus SIR, mit Treibern auch IrDA-tauglich

Von Haus aus entspricht die IR-Schnittstelle des HP 200LX dem SIR-Standard, der seinerzeit für die Kommunikation mit anderen HP-Rechnern und Druckern verwendet wurde. Es gibt aber Treiber, welche das später sehr weit verbreitete IrDA-Protokoll ermöglichen. Beispielsweise beim Programm für Internet-Einwahl "www/lx" ist das enthalten, sodass damit - alternativ zu einem Modem an der RS-232-Schnittstelle - auch ein Handy oder GSM-Adapter ("Modem") mit IrDA-Schnittstelle verwendet werden kann.

Es war seinerzeit eine innovative Funktion vor allem von PalmOS-PDAs, via Infrarot elektronische Visitenkarten im vCard-Format auszutauschen, was mit dem kleinen Programm "IR.EXE" von dasoft.com auch mit dem HP 200LX möglich ist. Die Bedienung erfolgt von der DOS-Ebene aus mit Befehlszeilen-Parametern. Also beispielsweise über ein Batchfile, mit dem die eigene Visitenkarte verschickt oder der Empfang gestartet wird. Heute ist das freilich uninteressant, aber auch das ist mit dem 200LX möglich.

Limitierung bei Lotus 1-2-3

Beim integrierten Lotus 1-2-3 handelt es sich um eine Vollversion, die alle Berechnungs-Funktionen unterstützt sowie auch die unter DOS mögliche grafische Darstellung der Daten. Die Größe des Arbeitsblatts ist auf 8192 Zeilen beschränkt. Als der HP 200LX herausgekommen ist, war Lotus 1-2-3 das bedeutendste Tabellenkalkulationsprogramm. Bekanntlich hat sich längst Excel als Quasi-Standard durchgesetzt. Lotus 1-2-3 gibt es heute kaum mehr, einige Anwendungen wie beispielsweise die Tabellenkalkulation von OpenOffice.org bieten eine Import-Möglichkeit von Lotus-1-2-3-Dokumenten. OpenOffice.org kann aber bearbeitete Dokumente nicht im Lotus-1-2-3-Format speichern. Evtl. wäre also eine originale Version von Lotus 1-2-3 nötig, wenn Dateien am PC bearbeitet werden sollen. Evtl. eine alte DOS-Version, welche allerdings auch heute nicht kostenlos erhältlich sein dürften. Wenn Lotus 1-2-3 nur am HP 200LX genutzt werden soll, dann ist das sowieso egal.

Tastaturpuffer für Voraus-Eingabe nutzen

Normalerweise ist es bei PC-Programmen üblich, dass der Inhalt des Tastaturpuffers mehrmals gelöscht wird während ein Programm startet oder bevor ein Eingabefeld neu geöffnet wird. Damit wird verhindert, dass irrtümlich im Tastaturpuffer "lagernde" Eingaben übernommen werden. Der HP 200LX löscht bei den meisten Anwendungen diesen Tastaturpuffer nicht.

Dadurch kann man - nach einiger Übung weiß man schon, welche Eingaben weiter erforderlich sind - flott die Eingaben machen um weitere Funktionen anzuwählen oder Feld-Eingaben zu machen. Wenn man beispielsweise ein Makro aufruft, das so ausgelegt ist, dass anschließend daran weitere Eingaben gemacht werden sollen, kann man damit gleich beginnen, sobald das Macro gestartet wurde. Dasselbe gilt beispielsweise auch beim Aufrufen von Lotus 1-2-3, wo dann bereits die Tastenkombinationen für Aufrufen des Menüs und des Dialogs zum Laden von Dateien eingegeben werden können, noch während das Programm startet. Das ermöglicht nahezu verzögerungsfreies Arbeiten.

Hex / Dezimal / Oktal / Binär Rechner

Im ROM des HP 200LX ist ein Rechner mit logischen Funktionen für Hexadezimal-, Dezimal-, Oktal-Zahlen und Binärwerte enthalten. Sie finden diesen unter D:\BIN\HEXCALC.EXM. Dieses Programm kann nur über einen Eintrag im Systemmanager aufgerufen werden, muss also vorher in die Liste "Weitere Anwendungen" aufgenommen werden. Ganz nebenbei kann man damit sehr einfach Werte zwischen den verschiedenen Systemen umwandeln, was bei der Arbeit mit Digitaltechnik häufig benötigt wird.

Mehrfach wiederholende Termine bremsen Arbeitstempo

Termine oder Vorhaben mit Wiederholfunktion bremsen das Arbeitstempo der Kalender-Anwendung bedeutend stärker als einmalige Vorkommen. Es könnten daher selten wiederholende Termine - beispielsweise generell Geburtstage, was als Regel leicht zu merken ist - jeweils nach Erscheinen gelöscht und in das nächste Jahr übertragen werden; also dann ohne automatische Wiederholung. Keinesfalls sollten Sie sich dazu verleiten lassen, beispielsweise Vorhaben in eine separate Datenbank auszulagern, nur weil die Kalender-Datenbank bereits wegen zu vieler wiederholender Vorhaben und Termine zu langsam wird. Das geht am Sinn der Sache vorbei.

Egal wie langsam das werden sollte: Es ist immer noch besser, als sich aus mehreren Datenbanken das zusammenzusuchen, was eigentlich an einem Platz gezeigt werden soll.

ZIP-Dateien von anderen Systemen

Es ist keine Spezialität des HP 200LX, sondern eine Besonderheit von DOS, an die oft nicht mehr gedacht wird: ZIP-Dateien - erstellt mit WinZip, PKZIP oder MacZIP - können zwischen den Plattformen ausgetauscht werden. Auf Rechnern, die unter DOS laufen können allerdings ZIP-Dateien nur dann geöffnet werden, wenn alle darin enthaltenen Dateien und Ordner der Dateinamen-Konvention 8.3 entsprechen. Die Länge des Dateinamens der Zip-Datei selbst ist egal, da dieser unter DOS sowieso auf 8.3-Format reduziert wird.

Im Tastaturpuffer gilt möglicherweise US-Tastatur-Layout

Es gibt mehrere Hilfsprogramme, die das Erstellen eines Macros ermöglichen, das im Prinzip eine Folge von Tasten-Betätigung in den Tastaturpuffer legt. Dabei kann es bei einigen passieren, dass hierfür das US-Tastatur-Layout gilt. Es werden dann also jene Tasten "gedrückt", die über die selbe Taste mit US-Tastatur-Layout erreichbar sind. Dies betrifft besonders die Zeichen "Y" und "Z" sowie Umlaute, die nicht oder an anderer Stelle auf der US-Tastatur platziert sind. Vermeiden Sie deswegen Ordner- und Dateinamen, die "Y" oder "Z" enthalten; Umlaute sollten sowieso nie in Dateinamen verwendet werden.

Das Problem tritt auf beispielsweise bei Verwendung des Programms "PNS200" zum Aufruf einer Lotus-123-Datei.

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HP 200LX: System-Macros - Beispiele für effizienten Umgang

Hier einige System-Macros, die Sie - soweit für Sie sinnvoll - an die Gegebenheiten Ihres HP 200LX-Palmtops anpassen mögen (beispielsweise Dateipfade). In der Hauptsache soll damit durch die Erläuterungen ein Beispiel für effizienten Einsatz des Palmtops gegeben werden, wie sie - ausführlicher - in den vergangenen Jahren im "praktiker" vorgestellt wurden.

[?> Längere Zeichenketten in Macros sind nur hier für die bessere Darstellung in mehrere Zeilen getrennt. Jedes Macro hier soll als eine fortlaufende Zeile - also ohne Zeilenschaltung innerhalb oder am Ende des Macros - eingegeben werden.

MACRO: Datei c:\_dat\txt\journal1.asc starten

{Memo}{F10}{Esc}{F9}c:\_dat\txt\journal1.asc{Enter}{Strg+Ende}{Enter}{Enter}---------------
------------{Enter}{Datum}- {Zeit}{Rück}:{Enter}>>>

Funktion: Die Datei JOURNAL1.ASC wird geöffnet, es wird an das Ende der Datei gesprungen und dort ein Eintrag mit Datum und Uhrzeit erstellt.

Anwendung: Alle Notizen werden grundsätzlich hier gemacht. Von hier werden sie dann als neue Termine, geordnet bei einem bestimmten Thema oder in einer Datenbank beispielsweise bei den Notizen bei einem Adresseintrag kopiert. In JOURNAL1.ASC entsteht damit eine lückenlose chronologische Dokumentation der aufgenommenen Notizen. Außerdem ist damit sichergestellt, dass die korrekte Einordnung und Zusammenfassung der Notizen im Nachhinein besser möglich ist als beispielsweise während einer Besprechung. Und man muss sich damit zwangsläufig zumindest noch einmal befassen, wodurch neue Ideen entstehen können. Wenn die Datei zu groß wird, ladet sie sehr langsam. Dann wird sie umbenannt und in einen Archiv-Ordner verschoben. Damit die Datei JOURNAL1.ASC ganz sicher vorhanden ist - was für dieses Macro erforderlich ist - ist in AUTOEXEC.BAT ein ECHO-Befehl, der diese Datei anlegt, sofern nicht vorhanden (vorausgesetzt wird, dass der Ordner C:\_DAT\TXT vorhanden ist):

Damit Sie wissen, bis zu welchem Eintrag in JOURNAL1.ASC die Notizen bereits übertragen bzw. bearbeitet worden sind, machen Sie eine Linie, die diese Grenze deutlich zeigt. Beispielsweise eine Zeile aus "M". Damit die Datei möglichst immer ganz sicher existiert, muss der oben angeführte Eintrag in AUTOEXEC.BAT innerhalb einer Schleife sein, die jeweils aufgerufen wird, wenn der SysMgr neu geladen wird, also vor Aufruf des SysMgr nach einer Sprungmarke. Der Grund dafür ist, dass der Palmtop nur selten neu gebootet wird, aber doch häufiger der SysMgr beendet wird um voluminösere DOS-Programme verwenden zu können. Falls dies bei Ihnen so nicht der Fall sein sollte, "schwindeln" Sie einfach diese Befehlszeile in eine Batchdatei hinein, die häufiger aufgerufen wird.

MACRO: Änderungen in c:\_dat\txt\aender.asc - vorher markieren!

{Kopie}{Memo}{F10}{Esc}{F9}c:\_dat\txt\aender.asc{Enter}{Strg+ Ende}{Enter}{Enter}*****
*****{Enter}***{Datum}:{Enter}{Einfüg}{Enter}**********{Enter}{F10}{Alt+E}

Funktion: Der gerade markierte Text oder Datensatz wird in die Zwischenablage kopiert und danach in die Datei AENDER.ASC mit Datum eingetragen.

Anwendung: Es wird der aktive (markierte) Datensatz bzw. Text in die Zwischenablage kopiert und von dort in die Datei AENDER.ASC kopiert. Damit sind alle Änderungen - beispielsweise an Terminen oder Adressdaten - in einer Datei zusammengefasst und können solcherart dann zügig in ein anderes System übernommen bzw. einem Kollegen weitergegeben werden. Damit die Datei AENDER.ASC ganz sicher vorhanden ist - was für dieses Macro erforderlich ist - ist in AUTOEXEC.BAT ein ECHO-Befehl, der diese Datei anlegt, sofern nicht vorhanden (vorausgesetzt wird, dass der Ordner C:\_DAT\TXT vorhanden ist):

Die Datei AENDER.ASC wird jeweils nach Bearbeitung gelöscht bzw. wird der Inhalt der Datei markiert und innerhalb der Datei gelöscht. Damit die Datei möglichst immer ganz sicher existiert, muss der oben angeführte Eintrag in AUTOEXEC.BAT innerhalb einer Schleife sein, die jeweils aufgerufen wird, wenn der SysMgr neu geladen wird, also vor Aufruf des SysMgr nach einer Sprungmarke. Der Grund dafür ist, dass der Palmtop nur selten neu gebootet wird, aber doch häufiger der SysMgr beendet wird um voluminösere DOS-Programme verwenden zu können. Falls dies bei Ihnen so nicht der Fall sein sollte, "schwindeln" Sie einfach diese Befehlszeile in eine Batchdatei hinein, die häufiger aufgerufen wird.

MACRO: Beliebige Notiz-Datenbank öffnen

{Esc}{Notizbuch}{Esc}{F9}c:\_dat\hp200\*.ndb{F10}{Alt+D}N

Funktion: Es wird die Dateiauswahl für das Öffnen einer Notizen-Datenbank aufgerufen. Eventuelle Fehlermeldungen werden abgefangen. Zum Schluss wird in der Auswahlliste zur ersten Datei gesprungen, deren Name mit "N" beginnt.

Anwendung: Schnelles Öffnen einer Notizen-Datenbank im richtigen Ordner, da der Vorgabe-Ordner immer dann intern geändert wird, sobald eine Datei einmal in einem anderen Ordner geöffnet oder gesichert wurde. Wenn die als Vorgabe angesprungene Datenbank gewünscht wird, braucht man nur noch die Enter-Taste drücken.

MACRO: Beliebigen Text öffnen

{Memo}{F10}{Esc}{F9}c:\_dat\txt\*.asc{F10}{Alt+D}

Funktion: Es wird die Dateiauswahl für das Öffnen einer auswählbaren Textdatei geöffnet. Eventuelle Fehlermeldungen werden abgefangen.

Anwendung: Schnelles Öffnen einer Text-Datei im richtigen Ordner, da der Vorgabe-Ordner immer dann intern geändert wird, sobald eine Datei einmal in einem anderen Ordner geöffnet oder gesichert wurde.

MACRO: Beliebige Datenbank öffnen

{Esc}{Datenbank}{Esc}{F9}c:\_dat\hp200\*.gdb{F10}{Alt+D}P

Funktion: Es wird die Dateiauswahl für das Öffnen einer auswählbaren Datenbank geöffnet. Eventuelle Fehlermeldungen werden abgefangen. Zum Schluss wird in der Auswahlliste zur ersten Datei gesprungen, deren Name mit "P" beginnt.

Anwendung: Schnelles Öffnen einer Datenbank im richtigen Ordner, da der Vorgabe-Ordner immer dann intern geändert wird, sobald eine Datei einmal in einem anderen Ordner geöffnet oder gesichert wurde. Wenn die als Vorgabe angesprungene Datenbank gewünscht wird, braucht man nur noch die Enter-Taste drücken.

MACRO: Alarm-Termin - Vorgabe aktuelle Zeit

{KAL}{F9}{F2}{Alt+D}{Datum}{Alt+V}1{Alt+Z}{Zeit}{Alt+R}!!!

Funktion: Es wird ein neuer Termin angelegt, die Vorlaufzeit für den Alarm auf 1 Minute eingestellt.

Anwendung: Es gibt oft das Problem, dass man mehrere Personen anrufen muss, diese aber nicht sofort erreicht. Mit dieser Funktion setzt man einen Termin für den nächsten Anruf-Termin. Oder generell für alle kurzfristig geplanten Termine. Wenn es sich nur um einen Termin handelt, der so erinnert werden soll, genügen die drei Rufzeichen zur Erinnerung quasi wie ein Knopf im Taschentuch. Ansonsten schreibt man hierhin noch einen Namen zur späteren Zuordnung. Die Zeit ist dabei auf die aktuelle Zeit eingestellt, es wird also durch die Anwahl von "+" oder "-" schnell die erforderliche Uhrzeit eingestellt. Da man weiß, dass die voreingestellte Zeit "Jetzt" ist, drückt man im Uhrzeit-Feld beispielsweise einfach viermal "+", wenn man in einer Stunde erinnert werden möchte.

MACRO: Kalender setzen (Vorhaben) aus Datenbank (1. Feld als Text)

{F10}{F10}{Enter}{Kopie}{Ums+Tab}{Rechts} {Rück}{F10}
{KAL}{F10}{F2}KAL *sd* {Einfüg}{Alt+P}1{Alt+D}{Datum}{F6}

Funktion: Beim aktuellen Datensatz (egal ob geöffnet oder in Listenansicht) wird der Inhalt des ersten Datenfelds - in dem beispielsweise der Name einer Person steht - in die Zwischenablage kopiert. Danach wird das letzte Feld - ein Wahlfeld - angesprungen und markiert. Danach wird ein neues Vorhaben in der Termin-Datenbank eingetragen. In die Betreff-Zeile des Vorhabens wird der Inhalt der Zwischenablage kopiert und davor das Kürzel *sd* (für "siehe da") gestellt. Das Macro ist fehlertolerant, macht also keine Änderungen, falls das letzte Feld kein Wahlfeld sein sollte. Das Wahlfeld sollte vor dem Starten des Macros nicht angewählt sein, denn es wird jeweils der Status (angewählt / nicht angewählt) des Wahlfeldes geändert.

Anwendung: Es soll ein "Kalender gesetzt" werden, der sich auf eine Person oder eine bestimmte Angelegenheit bezieht, die in einer Datenbank eingetragen ist. In der Datenbank zeigt das markierte Wahlfeld (es ist das letzte Feld im Datensatz) an, dass ein Vorhaben (ToDo bzw. Aufgabe) zu diesem Datensatz eingetragen ist. Nach Ablauf des Macros wird dann nur noch das Kalenderdatum aus einem Monatskalender gewählt (Ausgangspunkt ist heute). - Im Notizfeld des Datensatzes hat man vorher eine Notiz gemacht, was bei diesem Vorhaben besprochen werden soll bzw. welche Aktivität gesetzt werden soll (das kann auch eine Datenbank sein, in der man Service-Aufgaben einträgt wie das Wechseln von Batterien in Geräten) beispielsweise. Beim Termin wiederum gibt es den Text-Verweis auf den Datensatz in der Datenbank. Rückt das Vorhaben nahe, schaut man in die Datenbank und weiß, was man sich dafür vorgenommen hat. Beispielsweise, was besprochen werden soll. Bei der Besprechung trägt man die Notizen zur Besprechung im Telegrammstil ein. Solcherart hat man dort zusammengefasst alle Abmachungen etc. Der Vorteil dabei ist, dass in der Termindatenbank - für Termine und Vorhaben - immer nur Verweise auf eine Aktivität sind. Also sind chronologisch immer nur die Verweise und die Details immer systematisch auffindbar.

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HP 200LX Palmtop-PC / MS-DOS: hp200lx.net S.U.P.E.R.

Auf den S.U.P.E.R.-Seiten von hp200lx.net gibt es nahezu alles an Software, was für den Palmtop HP 200LX (Betriebssystem DOS 5.0 und aufgesetzten Systemmanager mit eigener Benutzeroberfläche auch für spezielle Anwendungen) an Freeware, Shareware oder Demoware verfügbar ist. Der HP 200LX gilt - obwohl seit November 1999 nicht mehr produziert und seit Ende 2000 nicht mehr neu erhältlich - als der leistungsfähigste Palmtop mit Tastatur, wenngleich Audio, Video und die Internetdienste nicht resp. wenig sinnvoll nutzbar sind. Die Darstellung von Bildern ist durch den Schwarzweiß-Bildschirm eingeschränkt. Auf der S.U.P.E.R.-Site findet man auch alte DOS-Programme, die allesamt auf dem HP 200LX - und auch auf jedem Intel-Rechner mit Standard-DOS - laufen. Viele ursprünglich kommerzielle Programme sind inzwischen Freeware.

Besonders ans Herz gelegt sei dem Praktiker mit HP 200LX, dort nach folgenden Anwendungen zu suchen:


ALARM zeigt einen Alarm vom Terminkalender an, wenn der System Manager nicht aktiv ist. Sowohl durch negativ-positiv blinkenden Bildschirm als auch akustisch (DOS-Töne müssen eingeschaltet sein!)

BATTLOG erstellt eine Entladekurve mit statistischen Daten zu Batterienutzung und Spannung. Sinnvoll um Akkus auszutesten, aber nicht für ständigen Gebrauch, da das System geringfügig damit belastet wird.

EXIT ist ein simples, kleines Programm für den System-Manager des HP 200LX (EXIT.EXM). Es beendet den System-Manager blitzartig. Ideal ist es freilich, dieses Programm einer Tastenkombination zuzuordnen um schnell auf die nackte DOS-Ebene zurückzukehren.

HDM ist ein Programm-Manager mit Icons und zahlreichen Sonderfunktionen. Läuft unter DOS, startet DOS-Anwendungen (nicht SysMgr-Anwendungen mit Endung .EXM), kann bis zu 120 Anwendungen aufnehmen. Belegt nur ca. 4,3 kB im Hauptspeicher. - Empfehlung: Alternativ kann HDM (statt über das Programm DM.EXE) über ein Batchfile gestartet werden. Dadurch reduziert sich der belegte Speicherplatz auf ca. 3,6 kB; freilich steht dann auch ein Programm weniger im Speicher.

IPEX stellt in Verbindung mit LXPIC PCX-Grafiken auf dem Bildschirm dar; beispielsweise aus der Datenbank-Anwendung. Das Funktionsprinzip ist simpel: IPEX sucht den Bildschirm laufend nach dem Vorkommen einer bestimmten Zeichenkette ab. Dieser folgen Angaben über die Positionierung der Grafik auf dem Bildschirm und den Dateinamen der Grafik-Datei. Diese Zeichenkette muss also einfach in einem Feld der Datenbank enthalten sein und über die "Datenkarte" dessen Inhalt angezeigt werden. Dann wird das Bild beispielsweise innerhalb der "Datenkarte" angezeigt, wobei darunter liegende Elemente vom Bild abgedeckt werden. - Arbeitet erstaunlich schnell.

KILLMSG unterdrückt Batteriestand-Warnungen. Praktisch, wenn man eine vom Hersteller falsch konfigurierte PC-Card hat, die - ohne tatsächliche Batterie - ständig "Keine Kartenbatterie" meldet. Ansonsten Vorsicht, da auch so konfigurierbar, dass überhaupt keine Batterie-Warnung mehr erscheint.

LXGPS für die Nutzung von GPS-Geräten in Verbindung mit dem HP 200LX.

LXRTF konvertiert Nur-Text-Dateien in - auf allen Plattformen nutzbares - RTF-Dokumentformat. Durch Einfügen spezieller Codes können auch Formatierungen (Ausrichtung, fett, kursiv etc.) vorgenommen werden.

MAXDOS stellt auch unter dem System Manager einer DOS-Anwendung den kompletten Arbeitsspeicher zur Verfügung (aktueller Task wird auf Laufwerk ausgelagert). Wichtig, wenn ein DOS-Programm ansonsten zu wenig Hauptspeicher bekäme.

PAL Font Editor ist ein Design-Programm für Schriftarten, die am HP 200LX verwendet werden. Zum Gestalten eigener Schriftarten zur Verwendung in einigen Programmen wie Vertical Reader und im Webbrowser HV (*.HFN, *.VFN oder *.FCL). Auch kann Quellcode für System-Schriftarten erstellt werden. Zum Ersetzen der System-Schriftarten um selbst gestaltete ist "FCL Font Compiler" erforderlich.

PALRUN (für konventionelle PCs) ermöglicht die Verwendung von DOS-Anwendungen, die im speziellen Grafikmodus des HP 200LX - als sogenannte "PAL-Applikationen" - arbeiten, auf konventionellen PCs. Das betreffende Programm wird als Parameter von PALRUN aufgerufen, kann wahlweise auch speicherresident geladen werden.

REMCOM von Alex Patterson macht aus dem 95/100/200LX eine lernfähige Infrarot-Fernbedienung für Geräte der Unterhaltungselektronik. Für jedes Gerät wird eine Datei mit den Steuerbefehlen angelegt. Es können daher beliebig viele Geräte definiert werden. Die Befehle werden Tasten zugeordnet. Es sind mehr als 50 Befehle pro Gerät möglich. Auch Makros sind definierbar. Dabei gibt es auch die Möglichkeit zur Verzögerung zwischen einzelnen Befehlen innerhalb des Makros und Wiederholung einzelner Befehle. Die Reichweite ist mit rund 1,5 Metern - bei sehr exakter Ausrichtung der LED bis zu 2,5 Meter - wegen der schwachen IR-LED nicht überwältigend. REMCOM existiert übrigens schon seit 1992.

SOLITAIRE das wohlbekannte Spiel in HP 200LX-Ausführung.

Vertical Reader (VR) ist ein E-Book-Reader für E-Text in "Plain-Vanilla"-Format (nur Text). Beispielsweise für E-Text aus dem Project Gutenberg (nahezu komplett bedeutendere Weltliteratur, einiges auch in Deutsch verfügbar). Darstellung in Hochformat am Bildschirm (±90 Grad gedreht), wählbare Schriftarten, 10 Lesezeichen pro E-Book möglich.

VDE Video Editor. Winzige, leistungsstarke Textverarbeitung. Begrenzung auf ca. 80 kB pro Datei. Bemerkenswert: 9 Dateifenster, gewaltige Makrosprache, mehr als 60 Makros definierbar, zwei Druckertreiber (Text basierend), Proportionalschrift und Spell-Checker (nur Englisch).

WHEREIS ist ein Programm für den System Manager (nicht unter nacktem DOS), mit dem Laufwerke nach Dateien durchsucht werden können. Analog zu WHEREIS unter UNIX.

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HP 200LX Palmtop-PC: dasoft.com

Dasoft.com von dem kongenialen Team Avi Meshar und Andreas Garzotto ist die bedeutendste Software-Schmiede für Anwendungen und Utilitys zum HP 200LX. Einiges davon ist kostenlos, manches ist kommerziell. Die Produkte sind bemerkenswert intelligent durchdacht. Seit 2004 werden einige der Produkte von Dasoft unter Mitwirkung oder Federführung des in der HP 200LX-Community prominenten DI Daniel Hertrich weiterentwickelt, so beispielsweise maßgeblich das Mindmapping-Programm MM/LX. - Hier einiges davon, das Sie sich als HP 200LX-Anwender anschauen sollten:


ABC/LX steuert den Ladevorgang für NiCd- oder NiMH-Akkus bedeutend besser als die im HP 200LX dafür enthaltene Software. Nur mit ABC/LX lassen sich im Gerät NiMH-Akkus voll aufladen. Einstellbar sind verschiedene Parameter zur Steuerung des Ladevorgangs. So beispielsweise Starten des Ladevorgangs, wenn eine bestimmte Spannung unterschritten wird und Abschalten bei Erreichen einer bestimmten Spannung (Ladeschlussspannung). Erforderlich für das Laden der Akkus im HP 200LX ist freilich eine externe Stromversorgung; Bordnetzkabel oder Netzgerät. Beachten Sie bei Verwendung von Fremdprodukten die ungewöhnliche Polarität der Hohlbuchse am HP 200LX.

GREETIME / GREET. GREETIME ermöglicht die Änderung der "Tagesschwelle" für die "Begrüßung" (Anzeige von Terminen und Aufgaben des Tages täglich nach erstem Mal Einschalten) auf eine beliebige Tageszeit (normalerweise ab 0:00 Uhr). Über GREET kann die Begrüßung jederzeit wiederholt aufgerufen werden.

IR.EXE. IR.EXE ist ein kleines Programm, mit dem Dateien über die Infrarot-Schnittstelle nach IrDA-Standard verschickt und empfangen werden können.

MindMap (MMLX) "MindMapping" ist eine Technik, Ideen, Notizen, Abläufe und Konzepte in einer Baumstruktur organisiert darzustellen. Auch die Verwendung als Programm-Manager ist möglich. Mit jedem Eintrag innerhalb der Baumstruktur können ein kurzer Text und eine Datei oder eine Anwendung oder eine weitere MindMap verknüpft werden. Die Darstellung der einzelnen Punkte kann wahlweise normal mit Text oder - ideal für die Verwendung als Programm-Manager - mit Icons erfolgen. Mindmaps können zudem - wahlweise unter Verwendung von CSS-Befehlen zur individuellen Seiten-Gestaltung - im HTML-Format exportiert oder - wie sie sind - über die Outliner-Funktion von "PalEdit" verwendet werden. Für die Verwendung für Checklisten gibt es eine Check-Uncheck-Funktion.

PalEdit (PE) Leistungsstarke Textverarbeitung auch für große Dateien mit gewaltigem Funktionsumfang, speziell für HP 200LX. Eingebaute Outliner-Sonderfunktionen.

PIMLX / ProLX PIMLX ist ein Termin- und Aufgabenplaner, der mit "PalEdit" zusammenarbeitet. ProLX dient der Projektplanung und kann mit PIMLX zusammenarbeiten. Beides sehr exzellent durchdacht. Man muss sich aber gut damit auseinandersetzen um die Funktionen voll nutzen zu können. Danach ist die Handhabung extrem effizient.

PNS200 Wenn eine Dokument-Datei mit PNS200 aufgerufen wird, erscheint ein Menü zur Auswahl, mit welcher Anwendung sie geöffnet werden soll (sinnvoll für FILER.INI im SysMgr u.a. Anwendungen). Bringt ähnlichen Komfort wie die Verknüpfung von Dateiarten mit Anwendungen unter Windows.

TimeTracker (TTLX) Sehr komfortable Anwendung zur Erfassung und Auswertung von Zeitaufwand für Projekte und/oder Auftraggeber; speziell gedacht für Freiberufler, die nach Zeit abrechnen wollen. Oder jene, die zumindest wissen wollen, wie viel Zeit sie wofür aufgewendet haben.

WWW/LX TCP/IP-Kernel für Internet-Anwendungen für E-Mail, Usenet (Newsreader), FTP, Web-Browser (rudimentäres HTML), TELNET etc. Hochinteressant sind der E-Mail-Client und Newsreader POST/LX. Exzellent durchdacht und gelöst. WWW/LX ist seit Anfang 2008 kostenlos.

=>>> www.dasoft.com

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HP 200LX Palmtop-PC: Sonstige Utilitys und Anwendungen

Außer auf den beiden derzeit noch aktiven Haupt-Websites mit Software für HP 200LX gibt es einige interessante Software-Produkte von weiteren Anbietern, die teilweise auch über Windows-PCs entweder die Verbindung zum HP 200LX herstellen oder sonst wie den Umgang mit dem HP 200LX unterstützen:


ANTIWORD ist ein Betrachter und Konverter für MS Word-Dokumente. Antiword konvertiert MS Word-Dokumente von Versionen 2, 6, 7, 97, 2000, 2002 und 2003 nach Nur-Text oder Postscript. Das neuere MS-Word-Format seit MS-Word 2007 - mit Dateiendung *.docx - kann von Antiword nicht verarbeitet werden. Gibt es auch für zahlreiche andere Plattformen von A wie Amiga bis Z wie Zaurus.

FCL Font Compiler erstellt beispielsweise ein COM-Programm, über das - sobald gestartet - die System-Schriftarten durch eigene ersetzt werden können. Die Schriften werden als klar lesbare ASCII-Datei, die in einem Text-Editor leicht bearbeitet werden kann. PAL Font Editor (siehe weiter unten) erleichtert das Erstellen von Schriften sehr.

LXMAP stellt in Verbindung mit LXPIC beispielsweise Landkarten oder Stadtpläne dar. Positionen im Bild werden mit Pixel-Koordinaten im Bild verknüpft und über eine Stichwortliste angesprungen. Sehr einfach, aber effektiv. Einige wenige Pläne sind fertig verfügbar. Beispielsweise U-Bahnnetz London, Verkehrsmittel Wien etc.

LXPIC ist ein blitzschnell arbeitender Betrachter für die wichtigsten Bild-Dateiformate, bietet auch Icon-Ansicht und Durchsuchen kompletter Ordner samt Unter-Ordnern. (JPEG, BMP, GIF, PCX etc.)

OL2LX (für Windows-PCs) konvertiert die PIM-Datenbanken - Termine, Aufgaben, Adressdatenbank - von und nach MS Outlook (Versionen Outlook 97, Outlook 98, Outlook 2000, Outlook 2002 (= Outlook XP) und lt. Angaben des Entwicklers auch neuere). Auch Synchronisieren der Datenbanken ist damit möglich. Erfordert Visual Basic 5 Runtime. Über den Umweg von MS Outlook ist wiederum die Übernahme in die meisten anderen Anwendungen dieser Art möglich. So auch beim Umstieg auf andere PDAs oder Smartphones, von denen viele auch mit MS Outlook abgeglichen werden können. OL2LX wurde von "praktiker" erfolgreich getestet unter Windows 95, Windows 98, Windows XP und Windows 7.

[!> Wenn ein anderes PDA-System - beispielsweise Windows Mobile - parallel verwendet werden soll, dann sollte darauf geachtet werden, dass die mit diesem verwendete Synchronisations-Software mit den Daten der verwendeten Outlook-Version zusammenarbeiten kann (bei Windows Mobile funktioniert beispielsweise Outlook 2000 nur in Verbindung mit Microsoft ActiveSync bis inklusive Version 4.2).


Spiele für HP 200LX gibt es gleich mehrere von Curtis Cameron. So beispielsweise mehrere Domino-Spiele, Snake, Kartenspiele wie Solitär oder Black Jack und Tetris. Diese arbeiten nur mit dem speziellen Grafik-Modus des HP 200LX und werden aus diesem Grund hier angeführt.

Total-Commander-Plug-in HPLX ist ein Plug-in zum Dateimanager "Total Commander" unter Windows. Damit kann über Total Commander auf die Datenträger des HP 200LX wie auf ein Netzwerk zugegriffen werden. Der HP 200LX wird dafür über eine Nullmodem-Verbindung über RS-232-Schnittstelle mit dem PC verbunden.

Einige der in diesem Kapitel genannten Software-Produkte sind auch unter S.U.P.E.R. herunterladbar. Für den Fall, dass die eigentliche Website des Anbieters nicht (mehr) erreichbar sein sollte suchen Sie bitte auf der Website von S.U.P.E.R. danach:
=>>> hp200lx.net/super.html
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HP 200LX in der Zeit von Bluetooth, WLAN, Multimedia & Co.

Alle neueren Standards wie USB, Bluetooth oder WLAN sind mit dem HP 200LX nicht mehr sinnvoll bzw. überhaupt nicht verwendbar. Dasselbe gilt erst recht für Multimedia-Technologien. Es gibt zwar Software (siehe hp200lx.net) mit der MIDI einigermaßen hörbar gemacht werden kann, es gibt Erweiterungsmodule, mit denen Audio aufgenommen werden kann, was wohl kleiner und komfortabler mit einem separaten Chip-Diktiergerät oder Handy realisiert werden kann. Es hat aber nicht viel Sinn, derartige Funktionen aufzustoppeln.

Der HP 200LX erfüllt die Aufgaben, für die er vorgesehen ist, besser als jeder derzeit erhältliche Handheld-Computer im engeren oder weiteren Sinne. Die individuelle Konfigurierbarkeit, verlässliches, erwartungsgemäßes Funktionieren und schnelle Dateneingabe werden wohl auch in Zukunft nicht mehr übertroffen werden. Es gibt zwar inzwischen wieder PDAs und Handys mit QWERTZ-Tastatur, aber vorläufig jedenfalls keinen, der so einfache, schnelle Texteingabe und - durch den abgesetzten Zifferntasten-Block - einen großartigen Rechner abgibt. Der Gleichungslöser und die simple, übersichtliche Handhabung ist großartig, wenn es darum geht, Termine und Aufgaben zu verwalten, sich Notizen in simplem Nur-Text-Format zu machen, die ewig weiterhin lesbar bleiben werden - was von den sonderbaren Dateiformaten beispielsweise bei Palm-PDAs und andern nicht gesagt werden kann - und die sehr weitreichenden Funktionen des integrierten Rechners mit Gleichungslöser und Tabellenkalkulation.

Der HP 200LX ist sicherlich nichts für jemanden, der heute nach einem Gerät sucht. Aber für jene, die ihn schon seit Mitte der 1990er-Jahre verwenden gibt es keine ernsthafte Alternative für die genannten Anwendungen. So lange das eigene Gerät noch funktioniert oder man noch irgendwo ein gebrauchtes ergattern kann, jedenfalls. Beim beruflichen Einsatz - also ernsthafter - kommt es in der Hauptsache auf die Zuverlässigkeit an und sowieso, dass man zügig damit arbeiten kann. Das kann man zwangsläufig mit einem Gerät, das man schon seit mehr als zehn Jahren täglich verwendet. Profis wechseln ohne Not - nur aus Mode - kein Arbeitsgerät. Als Ergänzung für die neuen Anwendungen ist zusätzlich ein ausgewachsenes Handy sinnvoll.

Für aktuelle Technologie zusätzlich ein Pocket-PC Phone Edition resp. Smartphone

[!> Die Hinweise hier beziehen sich auf Pocket-PCs mit Windows Mobile bis inklusive Version 6.5. Die dieser nachfolgende Version heißt Windows Phone 7. Diese ist weitestgehend anders (siehe: Komplett neu: Windows Phone 7 - neuer Name, alles anders). Ein Pocket-PC mit Windows Mobile 6.5 dürfte aber auch trotz dieser Neuerscheinung noch für etliche Jahre perfekt sein. Windows Phone bietet vor allem eine erheblich modernisierte Bedienung mit Multitouch-Screen und vor allem Funktionen zur Nutzung von Social Networks und Spielen sowohl online als auch lokal am Gerät. Die erste Version Windows Phone 7 bietet keine Möglichkeit für einen Steckplatz für Speicherkarten und erlaubt das Installieren von Apps nicht von beliebigen Quellen - also auch nicht lokal - und ist daher kein Ersatz für Windows Mobile. Seit Windows Phone 8 gibt es immerhin die Möglichkeit für Speicherkarten.

Windows Phone 8 könnte den PC für unterwegs darstellen

Ab Windows Phone 8 sind auch bei Windows Phone Speicherkarten möglich; jedenfalls vom Betriebssytem her gibt es diese Möglichkeit. Generell verfolgt Microsoft nach den Ankündigungen von Windows 8 das Konzept, dass auf allen Geräten im Prinzip Windows 8 läuft, allerdings mit jeweils angepasster Oberfläche und wohl auch unterschiedlich umfangreichem Funktionsumfang. Das klingt freilich sehr vielversprechend. Das Ziel ist es sowieso den vollwertigen Computer zum Einstecken zu haben. Auf den HP 200LX trifft das zu; allerdings halt nur mit MS-DOS.

Microsoft hatte zuletzt das führendes PDA-System mit Windows Mobile. Der Grund dafür liegt wohl darin, dass die Bedienlogik einigermaßen verwandt mit jener wie bei Desktop-Windows ist und, dass die wesentlichen Dokumentformate von Windows unter Windows Mobile ohne Hin-und-her-Konvertieren verwendet werden konnten. Für Windows Phone ab Version 8 sieht es nun danach aus, dass auch die selben Programme wie unter Windows 8 am Desktop-PC verwendet werden können. Durch extrem gestiegene Rechenleistungen und Kapazitäten von Massenspeicher - primär wohl Speicherkarten - ist das heute auch schon machbar. Mit Windows Phone 8 soll jedenfalls ein Anfang in diese Richtung gemacht werden.

"praktiker" hatte sich nie der häufig wiederholten Idee angeschlossen, dass ein Computer zum Einstecken lediglich ein besserer Notizblock sein sollte und es angeblich nicht sinnvoll wäre, damit genauso arbeiten zu können - und alles genauso machen zu können - wie mit einem Desktop-PC. Die Einschränkungen durch die Eingabegeräte und den kleineren Bildschirm wird es wohl geben. Aber dass das sinnvoll ist, einen vollwertigen PC zu haben, den man in die Tasche stecken kann wurde eben bereits Mitte der 1990er-Jahre mit dem HP 200LX gezeigt. Das selbe mit einem aktuellen Betriebssystem wäre selbstverständlich großartig, wenngleich das nun fast 20 Jahre lang gedauert hat.

Bei aller Liebe: Der HP 200LX kann neuere Technologien nicht nutzen

Wenn Sie auf Ihren HP 200LX nicht verzichten wollen, dann empfiehlt "praktiker" für Multimedia- und Web-Anwendungen einen separaten Rechner anzuschaffen. Nur E-Mail funktioniert übrigens mit dem HP 200LX gut dank www/lx, aber der Umgang mit Handys und Modems via IrDA-Verbindung ist heute nicht mehr das, was man sich an Funktionalität und Bedienkomfort erwartet. Neuere Handys haben zudem längst keine IrDA-Schnittstelle mehr.

Seinerzeit - Ende der 1990er-Jahre - war www/lx mit Post/lx für E-Mail und als Newsreader (für Usenet-Newsgroups) regelrecht sensationell. Webbrowser gibt es für den HP 200LX nur mit "hv/lx", der zwar zum Lesen von einfach gestalteten Texten unterwegs sinnvoll, aber mit Grafik und auch Formularen hoffnungslos überfordert ist; ganz zu schweigen von verschlüsselten Verbindungen, wie sie heute stark gebraucht werden. Das war lediglich seinerzeit eine attraktive Lösung, weil es noch keine sinnvolleren Alternativen für unterwegs gegeben hatte.

Die vorläufig noch aktuellen Geräte mit Windows Mobile können durchaus die Aufgaben des HP 200LX mit übernehmen. Sofern Ihnen nicht der Gleichungslöser und die große Tastatur für umfangreichere Schreibarbeiten sehr wichtig sind. Dazu gäbe es als Alternative - wenn es auch etwas größer sein darf - beispielsweise ein kleineres Netbook.

Sie stoßen einfach an unüberwindbare Grenzen beim HP 200LX, wenn Sie aktuelle Dokumentformate nutzen wollen, wenn Sie das Internet nutzen wollen, wenn Sie Funk-Netzwerke wie WLAN oder neuere Schnittstellen wie Bluetooth und USB nutzen wollen oder wenn Sie Audio und Video abspielen wollen. Das kann der HP 200LX einfach nicht. Das was der HP 200LX kann, kann er - vor allem für jene, die ihn bereits gewohnt sind - besser als alles was nachgekommen ist, aber das wird heute nur in den seltensten Anwendungsfällen ausreichen.

Internet, Multimedia, Funk-Schnittstellen, neue Dokumente nur mit neueren Geräten

Alle Internet-Dienste sind heute mit einem Pocket-PC-Handy erheblich sinnvoller zu nutzen; beispielsweise mit dem E-Mail-Client "nPOPuk", der parallel - ohne Synchronisieren! - auf Pocket-PC und Desktop-Windows verwendet werden kann.

In der Hauptsache interessant sind heute Pocket-PC resp. Windows Mobile Pocket-PC Phone Editition. Das ist zwar weitestgehend auch schon von Windows Phone abgelöst, aber hinsichtlich der technischen Möglichkeiten noch aktuell. Empfehlenswert ist sowieso eine Phone-Version, also mit integriertem GSM-Transceiver für Telefonieren und Datenübertragung via GPRS, HSDPA oder UMTS; idealerweise auch mit integriertem WLAN. Mittlerweile ist das auch der Standard-Typ eines PDAs, was auch in "Windows Phone" fortgesetzt wird.

Die neuen Technologien sind nicht nur spannend, sondern für manche Zwecke mittlerweile nötig. Sie sind schlicht nur mit aktuelleren Geräten erreichbar. Pocket-PC resp. Windows Mobile deswegen, weil das ein auch komplett autark arbeitendes Gerät ist; im Gegensatz zu iPhone und dessen Nachempfindungen, die mitunter nicht einmal einen Steckplatz für Speicherkarten haben.

Die Technologien zur Netzanbindung sind für den beruflichen Anwender tatsächlich wichtiger als die autarke Effizienz. Beispielsweise für jene, die mit ihrem Zentralrechner unterwegs in Verbindung bleiben müssen, ist die Verfügbarkeit eines gut funktionierenden Webbrowsers wichtiger als ein wissenschaftlicher Taschenrechner. Es ist für solche Zwecke wichtiger, mit den Rechnern von Kollegen leichter kommunizieren, Daten von einem Zentralrechner abrufen und Berichte abliefern zu können.

Hinsichtlich der reinen Bürofunktionen verschiebt sich die Aufgabe des PDA vom vollwertigen, autarken EDV-System für die Tasche zur primären Funktion als Terminal. Zunehmend mit dem Webbrowser als Haupt-Anwendung oder speziellen Apps, die übers Internet Abfragen und Eingaben mit einem firmeneigenen Zentralrechner abwickeln.

"praktiker" sieht den PDA idealerweise als Computer zum Einstecken. Also nicht als Subsystem zu einem großen PC oder gar Quasi-Terminal zu fremden Diensten im Internet ("Cloud"), sondern als einen weiteren Computer, den man verwendet um mit diesem seine Arbeiten unterwegs erledigen zu können. Bereits der HP 200LX war ein vollwertiger PC-XT zum Einstecken.

Heute aktuelle bessere PDAs und Smartphones bieten grundsätzlich nicht weniger Möglichkeiten als auch ein Notebook-PC. Einschränkungen gibt es prinzipiell nur durch den erheblich kleineren Bildschirm und kleinere oder nicht vorhandene Tastatur sowie die dazu verfügbaren Software-Anwendungen.

Man kann mit einem PDA sogar Bildbearbeitung machen, beispielsweise. Es ist umständlicher, aber es geht. Windows Mobile erfüllt diese Wünsche derzeit am besten - vor allem auch durch das komplette vorinstallierte MS-Office-Paket mit Outlook, Word, Excel etc. Früher musste beispielsweise ein MS-Word-Dokument für die Verwendung am PDA in ein simpleres "mobiles" Format konvertiert werden und dann wiederum zur Verwendung am Desktop-PC rückkonvertiert werden. Das hat nie wirklich anständig funktioniert und war extrem aufwendig. Es war lediglich eine sehr interessante Notlösung. All das ist längst vorbei. Ein gut ausgestatteter PDA oder Smartphone kann mit den Standard-Dokumentformaten ganz normal umgehen.

Manches ist mit dem HP 200LX wegen seiner besonders guten Tastatur und enormer Arbeitszeit pro Batteriesatz vorerst weiterhin einfacher zu lösen. Das sagen vor allem seine Fans. Was aber - dabei muss man auch ehrlich zu sich selbst sein, wenn man ein solcher ist - hauptsächlich daran liegt, dass man das Gerät nach vielleicht 15 Jahren ständiger Verwendung einfach exzellent als Werkzeug beherrscht. Das kann kaum übertroffen werden. Für jemanden, der heute erstmals einen HP 200LX in die Hand bekommt, ist das sicherlich unverständlich.

Die herausragenden Vorzüge des HP 200LX gegenüber den aktuellen PDAs werden - erfreulicherweise - zunehmend weniger. Bereits während der Zeit des HP 200LX ist mit PalmOS der Typ des PDAs ohne Tastatur aufgekommen und hatte ein ungleich größeres Publikum gefunden. Daher hatte sich die weitere "Evolution" des PDAs in diese Richtung bewegt. Auch bei Windows Mobile hatten sich die "Miniaturisierten Notebook-PCs" vom Typ Handheld-PC nicht durchgesetzt, es wurde dann vorerst dominierend der Pocket-PC. Mittlerweile ist ein Mobiltelefonteil - und auch GPS-Navigation - bereits der Standard und Tastaturen gibt es als Alternative auch schon vermehrt wieder. Diese sind zwar - wenn auch das Gerät klein sein soll - extrem klein, aber durchaus gut verwendbar. Auch das flotte Tippen am HP 200LX erfordert viel Übung. Wenn die Daumen nicht zu dick sind, ist das Tippen auf einem Gerät mit einer Tastatur vom Typ Blackberry durchaus auch für umfangreichere Texte machbar.

Vorerst war also die einfachere Bedienung nur möglich durch Verzicht auf umfangreichere Funktionalität. Der PDA vom Typ PalmOS war kein kleiner PC, sondern ein Terminkalender und Notizbuch mit Taschenrechner. Wer mehr wollte musste ursprünglich ein größeres Gerät und komplexere Bedienung - wie eben beim HP 200LX - akzeptieren.

Empfehlung, wenn Sie sich vom HP 200LX für mobiles Arbeiten nicht trennen wollen

Wenn Sie sich von Ihrem HP 200LX weiterhin nicht trennen wollen, dann ist das freilich verständlich, weil Sie beherrschen seine Funktionen bereits im Schlaf, er funktioniert praktisch fehlerfrei und ist damit äußerst verlässlich, die Tastatur ist recht handlich und Rechnen kann man damit "wie ein Mensch". Bei der Verwendung des HP 200LX als Finanzrechner - auch in Verbindung mit der Tabellenkalkulation - oder als Gleichungslöser sieht jeder PDA und jedes Smartphone - nach wie vor - sehr bleich aus. Auch ein programmierbarer Taschenrechner kann diese Möglichkeiten nur teilweise bieten, weil dem fehlt wiederum die Anbindung an eine Tabellenkalkulation.

Ebenfalls sehr angenehm mit dem HP 200LX zu arbeiten ist es mit der Möglichkeit, Texte zu schreiben, Termine und Aufgaben zu verwalten. Seine vorinstallierten Anwendungen für Termine und Aufgaben sind zwar sehr simpel, aber jeder der seine Arbeit einigermaßen gut organisiert, weiß, dass das in Wirklichkeit am besten ist. Je komplexer das System, desto mehr Arbeit damit und desto mehr Zeit geht mit Herumspielereien verloren.

Wenn Sie sich zusätzlich einen Windows Mobile Pocket-PC Phone Edition oder auch ein Android-Smartphone anschaffen, dann kann sich das gut ergänzen. Machen Sie dann mit dem HP 200LX alle Notizen, Berichte, Termin- und Aufgabenplanung etc. Und mit dem Pocket-PC-Handy oder Smartphone können Sie alle aktuellen Dateiformate anschauen, Multimedia-Dateien abspielen, Internet nutzen und auch telefonieren.

Am besten ist es dann auch, wenn Sie über Outlook jeweils die aktuellen Kontaktdaten mit Ihrem Desktop-PC synchronisieren. Optimal ist es freilich, wenn man alle Daten nur einmal eingeben muss und sie dann überall dorthin überspielt, wo man sie braucht. Beim Smartphone wird Ihnen dann auch der Name eines Anrufers angezeigt und sie brauchen nicht parallel am Smartphone alle Telefonbucheinträge aktuell halten.

Das ist unterwegs auch praktischer, weil Sie während eines Telefonats den HP 200LX ohne Umständlichkeiten nutzen können um etwas Nachzuschauen oder um sich Notizen während eines Telefonats zu machen.

Die wichtigste Regel für das Arbeiten an mehreren Computern - resp. Geräten mit denen Daten erfasst werden können - ist es, Daten des selben Typs nur auf einem Gerät zu ändern oder neu einzugeben. Und diese werden dann auf alle anderen Computer oder Geräte nur zum Nutzen resp. Anschauen überspielt.

Also beispielsweise Termine, Aufgaben, Notizen, Besprechungsprotokolle werden nur auf dem HP 200LX eingegeben, am PC werden - was die mobile Nutzung anlangt - nur die Kontaktedaten bearbeitet und das Smartphone wird nur zum Telefonieren und Anschauen resp. Nutzen von Daten verwendet. Wie auch immer Sie das für sich verteilen wollen, legen Sie es für sich fest und halten Sie sich dann daran. Das ist in der Praxis die beste Methode, keinen Durcheinander zu bekommen und auch keine Daten - beispielsweise durch immer feuergefährliches Synchronisieren von Geräten - zu verlieren oder lange danach suchen zu müssen.

Solcherart haben Sie dann zwar zwei Geräte dabei, aber Sie haben auch allen Komfort. Wenn Sie halt ohne Ihren HP 200LX nicht auskommen können.

=>> Pocket-PC / Windows-Mobile-PDA: Ezzes & Software-Empfehlungen

Keine Empfehlung für PDAs, Smartphones mit Daten-Abhängigkeit von fremden Internet-Serverdiensten = Cloud Computing

Nicht empfohlen werden von "praktiker" jene PDA-Phones, von denen die persönlichen Daten irgendwo auf einem fremden Server abgespeichert werden. Speicherkapazität ist heute spottbillig und benötigt kaum Platz. Es gibt also kein vernünftiges Argument gegen die konventionelle Vorgangsweise, Kontaktdaten, Terminkalender und alle anderen persönlichen Daten lokal auf dem eigenen Speicher des Geräts oder einer eigenen Speicherkarte abzuspeichern und auf einer separaten Speicherkarte oder dem eigenen Desktop- oder Notebook-PC für den Notfall zu sichern (Backup).

Genauso wird also von der Verwendung von PDAs resp. PDA-Phones abgeraten, bei denen es

  1. keinen Steckplatz für eine Speicherkarte für den mündigen Umgang mit den eigenen Daten - und quasi unbegrenzte Kapazität - gibt und es
  2. keine Backup-Möglichkeit entweder auf eine Speicherkarte oder auf einen eigenen Desktop-PC oder Notebook-PC gibt.

Geräte, welche die eigenen Daten auf einem fremden Server ablegen oder keinen Steckplatz für Speicherkarten haben sind für einen mündigen Anwender nicht akzeptabel. Egal wie "cool" die Geschichten sind, mit denen einem eine solche Lösung schmackhaft gemacht werden soll. Im Sinne des Anwenders ist das jedenfalls ganz sicher nicht.

Die Datensicherung auf eine Speicherkarte schafft jeder, wenn die Software dafür bereits vorinstalliert ist. Was ja zuvor - zu Zeiten erheblich teurerer Speicher - auch kein Problem war. Es gibt Micro-SD-Karten für die auch im kleinsten PDA oder Smartphone Platz ist.

Die Idee zu sogenannten Network-PCs - also Notebook-ähnliche PCs ohne nennenswerte eigene Speicherkapazität und mit Netzwerk-Anbindung - ist Mitte der 1990er-Jahre aufgekommen, als Speicherplatz - mit Harddisks - sehr teuer, sehr voluminös war und hohen Stromverbrauch verursacht hatte, was die Arbeitszeit von Geräten unterwegs einschränkt. Mit dem Network-PC sollten Programme online heruntergeladen werden und die selbst erarbeiteten Daten resp. Dokumente ebenfalls auf einem entfernten Server gelagert werden. Vorteil war der Wegfall einer Harddisk und das früher noch mühsamere Installieren von Anwendungen. Diese Idee hatte sich seinerzeit nicht durchgesetzt. Sie ist aber inzwischen durch die Weiterentwicklung obsolet geworden. Speicher ist billig, klein, braucht kaum Strom und das Installieren von Anwendungen funktioniert derart mühelos, dass auch das kein Thema mehr ist. Zudem sind für die meisten Anwendungen auch sehr hochwertige kostenlose Programme erhältlich.

Die Idee der "Computer-Cloud" - also der eigene Computer unterwegs, der PDA - als Quasi-Terminal eines großen Rechners, der von Fremden betrieben wird - ist heute eine Chance für Dienste-Anbieter, evtl. Spesen pro Nutzung von Software und anderen Diensten in Kleinbeträgen - und daher in der Summe großer erwarteter Nutzerzahlen sehr attraktiv - verrechnen zu können. Es ist eine attraktive Geschäftsaussicht, deswegen werden noch sehr viele "coole" Ideen entwickelt werden, die uns das schmackhaft machen sollen. Der andere Aspekt ist freilich die Privatsphäre, die damit ganz sicher nicht absolut sichergestellt sein kann. Wenn solche Dienste also kostenlos angeboten werden, dann muss man sich freilich fragen, warum. Bei den kostenlosen Social-Networks weiß man es inzwischen, wie toll die Userdaten kommerziell genutzt werden können.

Die eigenen Daten sollen auf den eigenen Rechnern - das sind auch PDAs - und eigenen Datenträgern bleiben. Die haben nirgendwo anders etwas verloren und gehen niemanden etwas an. Eine technische Notwendigkeit gibt es dafür sowieso längst nicht mehr.

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